Der Betreiber von Upbit verklagt die südkoreanische Finanzermittlungsbehörde wegen Sanktionen

- Dunamu hat Klage gegen die südkoreanische Finanzermittlungsbehörde (FIU) eingereicht, um eine dreimonatige teilweise Geschäftsunterbrechung aufzuheben.
- Die südkoreanischen Behörden werfen Upbit vor, unautorisierte Transaktionen mit nicht registrierten ausländischen Kryptobörsen durchgeführt und bestimmte Standards nicht eingehalten zu haben.
- Kritiker argumentieren, dass die Sanktionen die Marktdominanz von Upbit möglicherweise eher stärken als bestrafen könnten.
Die Muttergesellschaft von Upbit, Dunamu, verklagt die südkoreanische Finanzermittlungsbehörde (FIU) wegen neuer Sanktionen und hofft, ein dreimonatiges Verbot von Transaktionen mit Neukunden aufzuheben.
Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (FIU) erteilte Upbit eine vorläufige Suspendierung, da das Unternehmen Transaktionen über nicht gemeldete Anbieter virtueller Vermögenswerte nicht unterbunden hatte. Sie leitete außerdem Maßnahmen gegen Führungskräfte von Dunamu, der Muttergesellschaft von Upbit, ein, darunter den CEO und den Compliance-Beauftragten. Dunamu reichte daraufhin Klage ein, um diese Sanktionen aufzuheben.
Dunamu focht die Anordnung der FIU zur Aussetzung seiner Geschäftstätigkeit an
Die Abteilung für die Prüfung virtueller Vermögenswerte führte von August bis Oktober 2024 eine Vor-Ort-Prüfung bei Dunamu durch und entdeckte dabei rund 45.000 Transaktionen mit anonymen ausländischen Kryptobörsen. Die Prüfer deckten zudem verschiedene Probleme im Verifizierungsprozess des Systems auf.
Das System akzeptierte beispielsweise Kopien vondentwie Führerscheinen anstelle der Originale und genehmigte Anträge ohne wichtige Angaben. Die FIU fand zudem Hinweise auf fehlerhafte Überprüfung von Führerscheinen, was auf einen schwerwiegenden Systemfehler hindeutet und zur Veröffentlichung der Warnung führte.
Upbit erwiderte, die Umstände und Details der Untersuchung und der Sanktionen sowie deren Schwere seien heruntergespielt worden. Dies sei für sie Grund genug, die Suspendierung gerichtlich anzufechten.
FIU-Sanktionen könnten Upbits Marktführerschaft stärken
Kritiker meinen, dass die Sanktionen der FIU die Marktführerschaft von Upbit eher stärken als zerstören könnten, da das Unternehmen durch die Sanktionen weder neue Kunden gewinnen noch bestehende Kunden vertreiben könne.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Upbit aus dem Schneider ist, denn der Rechtsstreit mit der FIU könnte die Beziehungen zu Bankpartnern beeinträchtigen. Upbit hätte Schwierigkeiten, ausgelaufenetracneu zu verhandeln, da die Konfrontation mit dem Gesetz zunehmende Spannungen mit sich bringt
Wenn zusätzlich zu diesen Sanktionen strengere Vorschriften eingeführt werden, könnte dies das Innovationspotenzial des Kryptowährungshandels ersticken und die Börsen dazu zwingen, nach anderen Jurisdiktionen mit günstigeren Gesetzen zu suchen.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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