Britische Krypto-Investoren begrüßen die neuen Krypto-Regulierungsänderungen der FCA

- Die FCA hat ihr Verbot von Krypto-ETNs für britische Privatanleger mit Wirkung zum 8. Oktober 2025 aufgehoben.
- Branchenführer bezeichnen diesen Schritt als einen „entscheidenden Moment“ und vergleichen ihn mit den Finanzreformen von 1986.
- Die FCA nennt die Marktreife und ein besseres Verständnis der Anleger als Gründe für die Kehrtwende in der Politik.
Die Akteure der Krypto-Branche in Großbritannien loben die Entscheidung der Financial Conduct Authority (FCA), den Zugang zu Krypto-Börsennoten (ETNs) für Privatanleger zu öffnen. Dieser Schritt wird als Wendepunkt für den Markt für digitale Vermögenswerte des Landes angesehen.
Die neue Regelung, die am 8. Oktober 2025 in Kraft treten soll, hebt ein langjähriges Verbot auf und wird von einigen mit den „Big Bang“-Reformen von 1986 verglichen, die den Londoner Finanzsektor grundlegend veränderten.
Während die FCA an ihrer traditionell vorsichtigen Haltung gegenüber Kryptowährungen festhält und den Anlegerschutz als zentralen Grundsatz anführt, signalisiert die jüngste Kursänderung der Regulierungsbehörde die Anerkennung der zunehmenden Reife digitaler Vermögenswerte und die Notwendigkeit, global wettbewerbsfähig zu bleiben.
„Dies ist von enormer Bedeutung und könnte in gewisser Weise als erster Schritt eines tiefgreifenden Wandels auf den britischen Finanzmärkten hinsichtlich der Akzeptanz und Verbreitung digitaler Vermögenswerte im Allgemeinen angesehen werden“, sagte Russell Barlow, Geschäftsführer von 21Shares, einem Emittenten von börsengehandelten Kryptowährungsprodukten.
Er fügte hinzu, dies sei möglicherweise eine der bedeutendsten Reformen seit dem Urknall.
Die FCA gewährt Einzelhandelszugang, jedoch mit gewissen Einschränkungen
Die Kehrtwende der FCA wird es Privatanlegern ermöglichen, Krypto-ETNs, die sich auf Bitcoin oder Ethereumbeziehen, über anerkannte Wertpapierbörsen (RIEs) wie die Londoner Börse zu kaufen und zu verkaufen.
Derivate und Hebelprodukte sind weiterhin verboten, und Investitionen in Krypto-ETNs sind nicht durch das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) abgedeckt.
Für Dovile Silenskyte, Leiterin der Abteilung für digitale Vermögenswertforschung bei WisdomTree, markiert dies „einen entscheidenden Moment für die breitere Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem“. WisdomTree und andere Vermögensverwalter, darunter Invesco und 21Shares, werden voraussichtlich ihr Angebot an ETNs ausweiten, um die erwartete Nachfrage zu decken.
Der Weg in die Zukunft für die britische Krypto-Finanzwelt
Die Kursänderung wird zwar begrüßt, gilt aber vielen als überfällig. George Osborne, der ehemalige britische Schatzkanzler, warnte kürzlich in einem Gastbeitrag in der Financial Times , dass Großbritannien im Bereich der Kryptoinnovationen gegenüber den USA, Europa und Asien ins Hintertreffen gerate. Er forderte eine schnellere Regulierungsreform, um mit der Dynamik der globalen Märkte Schritt zu halten.
In diesem Kontext ist die Entscheidung der FCA zu Krypto-ETNs zwar ein erster Schritt, aber bei Weitem nicht ausreichend. Vermögensverwalter und politische Entscheidungsträger weisen gleichermaßen darauf hin, dass die mangelnde Klarheit in Bezug auf Stablecoins, DeFiund Krypto-Verwahrung weiterhin Hürden für die Akzeptanz durch institutionelle und private Anleger darstellt.
Das Verbot von Derivaten und die begrenzten Handelsmöglichkeiten mit Kryptowährungen zeigen immer noch, dass Großbritannien hinter Kontinentaleuropa zurückliegt.
Analysten gehen davon aus, dass die neue Haltung der FCA einen Dominoeffekt auslösen und so Innovationen, Börsengänge und Produktentwicklungen im Inland fördern könnte. Berichten zufolge könnte dieser Schritt auch das Interesse von Fintech- und Krypto-Unternehmen neu entfachen, die Großbritannien aufgrund regulatorischer Hürden zuvor vernachlässigt hatten.
Dennoch bestehen weiterhin Hürden. Plattformen, die Krypto-ETNs anbieten, müssen die komplexen Offenlegungs-, Marketing- und Compliance-Anforderungen der aktualisierten FCA-Regeln erfüllen. Gleichzeitig ist die Aufklärung der Anleger von entscheidender Bedeutung.
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Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
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