Zwei Gamer aus Kalifornien verklagen Ubisoft, weil das Unternehmen The Crew, ein Open-World-Spiel, im März 2018 eingestellt hat. Beide Gamer haben Klage eingereicht, weil sie das Spiel als Eigentum und nicht nur als Lizenz erworben haben.
Mathew Cassel und Alan Liu reichten die Klage am 4. November ein. Sie warfen dem Unternehmen vor, das Spiel ohne Vorwarnung abgeschaltet zu haben. Der dauerhafte Zugang sei entzogen worden, als ob der Hersteller „in Ihr Haus gekommen wäre, die Innenteile des Flipperautomaten auseinandergenommen und Ihnen die Möglichkeit genommen hätte, das Spiel zu spielen, das Sie gekauft und für Ihr Eigentum gehalten hatten.“
Ubisofts „The Crew“ war in keiner Version, weder digital noch physisch, spielbar
Die Kläger konnten das Spiel nicht spielen, obwohl sie der Meinung waren, es gehöre ihnen, da sie den vollen Preis bezahlt hatten.
Die Entwicklung von The Crew wurde für beide Versionen, digital wie physisch, eingestellt. Obwohl Ubisoft mit The Crew 2 und The Crew: Motorfest zwei Offline-Versionen als Fortsetzungen veröffentlichte, gab es keine Neuigkeiten zum Original-The Crew.
Mathew Caseel kaufte die Spiele Anfang 2020, während Liu sie am 18. November erhielt. Die beiden Spieler, die dadurch nicht spielen konnten, fordern eine finanzielle Entschädigung, da sich herausstellte, dass ihr Besitz des Spiels nur eine Illusion war.
Um solche Verwirrung zu vermeiden, haben viele Plattformen wie Steam in letzter Zeit damit begonnen, einen Warnhinweis anzubringen. Dieser Hinweis stellt klar, dass Käufer lediglich die Lizenz und nicht das Eigentum am Spiel erwerben. Darüber hinaus wird ein kalifornisches Gesetz, das ab 2025 gilt, digitale Vertriebsplattformen verpflichten, diesen Hinweis zur Verdeutlichung für die Kunden hinzuzufügen
Es ist allerdings nicht klar, ob dies auch für die physische Kopie gilt, da The Crew auch in der physischen Version nicht verfügbar ist.
Ubisoft hat sich zu dem Thema nicht geäußert, daher bleibt der Erfolg der Klage abzuwarten.

