Es sieht so aus, als ob sich Indien schon seit einiger Zeit vom BRICS-Raum abgewandt und sich den USA hätte. Ratet mal, wer das vorhergesagt hat? Genau, jeder mit zwei Augen und einer Zeitung. Die wirtschaftlichen Trends sind überall deutlich erkennbar, und sowohl die USA als auch Indien treiben die Entwicklung voran.
Und ja, das könnte bedeuten, dass es 2024 noch turbulenter zugehen wird als im letzten Jahr, so die Financial Times.
Ein kurzer Blick auf die Zahlen
Was hat es also mit den Zahlen auf sich? Die US-Wirtschaft ist wieder in Schwung und erreicht Höchststände, die wir seit Mitte 2022 nicht mehr gesehen haben vibe Auch die indische Wirtschaft steht dem in nichts nach und verzeichnet einen ähnlichen Aufschwung, wie der Brookings-FT Trac Index für die globale wirtschaftliche Erholung zeigt – kurz TIGER für alle, die Abkürzungen mögen.
Während die führenden Köpfe zum Frühjahrstreffen von IWF und Weltbank nach Washington reisen, haben sie einen ganzen Koffer voller Probleme im Gepäck: düstere Wachstumsprognosen für das nächste Jahrzehnt und die heikle Mischung aus Inflation und hoher Verschuldung.
Vergessen wir nicht die Brisanz der geopolitischen Machenschaften, wobei der Nahe Osten für heißes Drama sorgt, nachdem der Iran beschlossen hat, Bomben auf Israel abzufeuern.
Und was sagt der IWF in seiner Prognose? Erwarten Sie ein etwas stärkeres Wachstum in seiner nächsten Vorhersage, die ein etwas höheres Ziel als die für dieses Jahr prognostizierten eher mäßigen 3,1 % globalen BIP-Wachstum anstrebt.
Wirtschaftliche Machtspiele und die BRICS-Staaten auf dem Drahtseil
Und jetzt kommt's: Die USA plätschern nicht nur so vor sich hin; sie übertreffen alle Erwartungen mit einem Arbeitsmarkt, der heißer ist als die Hitze in Phoenix, und Aktienkursen, die in die Höhe schnellen wie... nun ja, Ballons. Eswar Prasad von der Brookings Institution lobt die USA in höchsten Tönen für den – wie er es nennt – moderaten Aufschwung der globalen Wachstumsprognose für dieses Jahr. Europas Wirtschaftsmächte wie Deutschland und Großbritannien hingegen flirten nur mit der Rezession, ohne sich jedoch endgültig festzulegen.
Kommen wir zurück zu den BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika sowie den Neulingen wie Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die BRICS-Staaten wurden einst von einem cleveren Goldman-Sachs-Manager namens Jim O’Neill gegründet und sollten die wirtschaftliche Vorreiterrolle übernehmen.
Heute trägt vor allem China die wirtschaftliche Last, während die anderen Staaten eher hinterherhinken. Der Handel innerhalb der BRICS-Staaten stagniert weitgehend, mit Ausnahme Indiens, das kürzlich einen regelrechten Boom erlebt hat.
Und meine Güte, China ist nicht nur ein Teamplayer. Es ist Trainer, Schiedsrichter und Liga-Kommissar in einer Person, treibt die Außenpolitik mit Nachdruck voran und steuert praktisch das BRICS-Schiff.
Der UN-Tanz? China führt, die BRICS-Staaten folgen, abgesehen von diesem einen etwas unbeholfenen Samba-Schritt Brasiliens gegenüber der Ukraine, der sich aber letztendlich doch wieder auf Chinas Linie ausrichtete.
Äh, wo ist Putin?
China wirbt nun für das BRICS+-Modell, um den Entwicklungsländern mehr Gehör zu verschaffen – quasi eine Art Vereinte Nationen. Doch mit den hinzugekommenen Volkswirtschaften von Saudi-Arabien bis Iran entsteht ein komplexes Gefüge, das zwar reich an Vielfalt ist, aber möglicherweise schwer auszubalancieren.
Wird dieser erweiterte Machtzirkel reibungslos funktionieren oder werden die wirtschaftlichen und politischen Grenzen noch weiter verschwimmen?
Und was bedeutet diese US-indische Männerfreundschaft für die BRICS-Staaten? Mitten in einem äußerst heiklen Liebesdreieck, in dem alte Bande auf die Probe gestellt werden und neue Bündnisse die Weltkarte verändern könnten. Macht euch bereit! Das wird eine holprige wirtschaftliche Fahrt!

