- Trotz einer Verlangsamung gegenüber den hohen Inflationsraten von 2022 bleibt die Inflation in den USA hartnäckig, und die Erwartungen für die zukünftige Inflation steigen.
- Die wirtschaftliche Verwirrung ist unter Investoren, Verbrauchern und politischen Entscheidungsträgern weit verbreitet, da der Inflationsdruck unerwartet bis ins Jahr 2024 anhält.
- Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise verstärken den Inflationsdruck und trüben die wirtschaftlichen Aussichten.
Drei Monate nach Beginn des Jahres 2024 klammern wir uns bereits an jeden Strohhalm, um die Entwicklung der US- Inflation zu verstehen. Trotz einer Verlangsamung gegenüber den rasant steigenden Raten von 2022 verläuft der Rückgang nicht so schnell und stetig wie erhofft. Die Inflation hält sich hartnäckig wie ein unangenehmer Geruch, und die Erwartungen an ihren weiteren Verlauf steigen stetig.
Während sich Verbraucher angesichts steigender Preise an den Kassen wundern und Produzenten angesichts explodierender Großhandelspreise zusammenzucken, macht sich von der Wall Street bis in die breite Bevölkerung eine allgemeine Unruhe breit. Diese Verwirrung betrifft nicht nur die breite Masse. Selbst die klügsten Köpfe der Wirtschaft hatten diese anhaltende Entwicklung nicht vorhergesehen.
Auch die Aktienmärkte spüren die Auswirkungen: Der Dow Jones Industrial Average stürzte ab, verlor fast 500 Punkte und büßte damit den Großteil seiner Jahresgewinne ein – und das alles innerhalb einer Woche.
Anleger jubelten einst über die entgegenkommende Geldpolitik der US-Notenbank, die Anfang des Jahres mit zahlreichen Zinssenkungen lockte. Doch angesichts der immer neuen, hartnäckigen Inflationsdaten müssen sie ihre Erwartungen revidieren und hoffen nun kaum noch auf ein paar Zinssenkungen. Der Terminmarkt zeichnet ein düsteres Bild: Die Wahrscheinlichkeit, dass es in diesem Jahr keine Zinssenkungen geben wird, liegt bei 9 %.
Neubewertung der Erwartungen angesichts steigender Kosten
Als ob die innenpolitischen Probleme nicht schon genug wären, heizen globale Ereignisse die Inflation zusätzlich an. Einem Bericht zufolge hat der aktuelle Konflikt zwischen Iran und Israel die Energiepreise weiter in die Höhe getrieben.
Es ist offensichtlich, dass externe Schocks weiterhin wirken und die Strategie der Fed sowie die Marktreaktion erschweren. Allein diese Woche war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Angefangen bei einem Schock durch die Verbraucherumfrage der New Yorker Fed, die einen deutlichen Anstieg der erwarteten Mietsteigerungen aufzeigte, bis hin zu einem düsteren Bericht des National Federation of Independent Businessdent Geschäftslage.
Dann folgten die Berichte zu Verbraucher- und Großhandelspreisen, die allesamt die düsteren Erwartungen übertrafen. Importpreise, die in Wirtschaftsanalysen üblicherweise nur eine Randnotiz darstellen, sorgten mit deutlichen Sprüngen für Schlagzeilen und verzeichneten den größten Anstieg innerhalb von drei Monaten seit fast zwei Jahren.
Die US-Notenbank Federal Reserve beobachtet diese Entwicklungen, schlägt aber noch keinen Alarm. Sie hofft weiterhin auf eine ausgeglichene Wirtschaft und die Erreichung ihres Inflationsziels von 2 %, doch die Vereinbarkeit ihrer beiden Mandatsziele erscheint noch in weiter Ferne.
Anhaltende Herausforderungen und Marktreaktionen
Trotz des Fokus auf Verbraucher- und Erzeugerpreisindizes behält die Fed in der Regel auch den Preisindex für die privaten Konsumausgaben im Auge, der eine etwas andere Perspektive bietet, indem er Veränderungen im Verbraucherverhalten berücksichtigt und den Wohnkosten ein geringeres Gewicht beimisst.
Die PCE-Werte vom Februar wiesen auf eine Kerninflationsrate hin, die leicht über der Komfortzone der Fed lag, und wir erwarten mit Spannung die Zahlen für März.
Unterdessen deuten Wirtschaftsindikatoren wie der Verbraucherpreisindex (VPI) mit trägen Preisen und der bereinigte durchschnittliche PCE der Federal Reserve Bank von Dallas darauf hin, dass die Inflation hartnäckig bleibt. Der VPI mit trägen Preisen, der langfristige Güter wie Wohnraum und medizinische Dienstleistungen umfasst, stieg auf 4,5 %. Gleichzeitig verzeichnete der flexible VPI, der volatilere Preise wie Lebensmittel und Energie abbildet, einen deutlichen Anstieg.

Interessant ist die Dichotomie im wirtschaftlichen Umfeld.
Einerseits ist die Wirtschafttrongenug, um hohe Zinsen zu verkraften, und zeigt kaum Anzeichen von Problemen bei der Beschäftigung oder dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Andererseits beginnen sich auf dem Arbeitsmarkt erste Anzeichen von Spannungen zu zeigen, und die Probleme könnten sich bei anhaltender anhaltender Lage noch verschärfen.
Für Amerikaner, cashhorten, ist der jüngste Inflationsbericht ein zweischneidiges Schwert. Zwar steigen die Verbraucherpreise schneller als erwartet, doch das bedeutet auch, dass die Fed Zinssenkungen möglicherweise hinauszögert und die Renditen von Geldmarktfonds und Staatsanleihen weiterhintrachoch hält. Die Renditen von Geldmarktfonds sind nachtronhoch, und der Zufluss von cash in diese Fonds spricht Bände über das derzeitige Vertrauen der Anleger.
Alles in allem ist klar, dass die Fed und wir alle weiterhin versuchen, die hartnäckige Inflation in den Griff zu bekommen. Mit jedem neuen Datenpunkt schwinden die Hoffnungen auf schnelle Lösungen, sodass wir uns Sorgen um die US-Wirtschaft machen oder gar auf ihren Niedergang hoffen.
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