Trumps Deregulierungsbestrebungen veranlassen britische Digitalbanken zur Jagd nach US-Übernahmen

- Trumps Deregulierungsbemühungen haben britische Fintech-Unternehmen in den US-Bankenmarkt gedrängt.
- Revolut und Starling peilen Akquisitionen an, um landesweite Lizenzen zu erhalten.
- Revolut sammelt 1 Milliarde Dollar bei einer Bewertung von 65 Milliarden Dollar ein, um seine globalen Ambitionen zu finanzieren.
Britische Fintech-Unternehmen beschleunigen ihren Vorstoß in die Vereinigten Staaten und sehen Trumps Deregulierungsagenda als kurzfristige Chance, schnell aktiv zu werden.
Revolut und Starling, zwei der führenden britischen Digitalbanken, erwägen die Übernahme US-amerikanischer Kreditinstitute. Durch den Kauf einer landesweit zugelassenen Bank könnten sie sich umgehend eine amerikanische Banklizenz sichern und somit ohne jahrelange regulatorische Verzögerungen Kredite vergeben und in allen 50 Bundesstaaten tätig sein.
Revolut, Europas wertvollstes Fintech-Unternehmen, hat bereits Berater, darunter die Bank of America, mit der Prüfung potenzieller Übernahmen beauftragt. Quellen zufolge will das Unternehmen seine Präsenz in den USA, wo es bereits Millionen von Kunden betreut, stärken.
Starling erwägt derweil sowohl die Beantragung einer Lizenz als auch eine Übernahme, wobei letztere einen schnelleren Weg darstellt.
Das Unternehmen sieht die USA als wichtigen Wachstumsmarkt für Fintechs. Da sich das Kundenwachstum in Großbritannien verlangsamt, suchen viele Unternehmen nach Expansionsmöglichkeiten im Ausland. Die USA verfügen über eine große Bevölkerung und eine größere Einlagenbasis. Das macht sie attraktiv für Kreditgeber, die schnell wachsen wollen.
US-Regulierungsbehörden ebnen Weg für Fintech-Expansion
Das regulatorische Umfeld in Washington hat sich unter Trump verändert. Die Federal Reserve, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) haben allesamt Vorschriften gelockert , die Fusionen erschweren sollten.
Michelle Bowman, die kürzlich zur stellvertretenden Vorsitzenden der Aufsichtsbehörde der US-Notenbank (Fed) ernannt wurde, hat einen unternehmensfreundlicheren Kurs angekündigt. Sie signalisierte, dass Fusionsgenehmigungen künftig schneller und weniger restriktiv erfolgen würden. Die Aufsichtsbehörde für Wertpapier- und Börsenaufsicht (OCC) und die Einlagensicherung (FDIC) haben zudem Richtlinien zurückgenommen, die Transaktionen zuvor verlangsamt hatten.
Branchenanwälte betonten, dass für Fintechs die Zeit von entscheidender Bedeutung ist. David Portilla, Mitglied des Managementkomitees bei Davis Polk, merkte an, dass das Zeitfenster zwar geöffnet sei, aber möglicherweise nicht lange bestehen bleibe, weshalb schnelles Handeln ratsam sei.
Dieser Trend zeigtdent in den jüngsten Entwicklungen der Branche. Im März erwarb der britische Online-Kreditgeber OakNorth die Community Unity Bank in Michigan. Das Unternehmen erklärte, der Deal verschaffe ihm einen „Fuß in die USA“ und eine Basis für weiteres Wachstum. Anstatt mehrere Jahre auf die Genehmigung warten zu müssen, konnte die neue Entwicklungsbank die bestehende Lizenz, das Personal und die Infrastruktur der Bank nutzen, um sofort ihre Tätigkeit aufzunehmen.
Das schwedische „Jetzt kaufen, später zahlen“-Unternehmen Klarna erwägt ebenfalls die Beantragung einer US-Lizenz. Es wird jedoch voraussichtlich bis nach dem geplanten Börsengang in New York warten, bevor es eine Entscheidung trifft.
Warum Übernahmen sinnvoll sind
Für britische Fintech-Unternehmen erscheinen Übernahmen zunehmend als der schnellste Weg in den US-Markt. Durch den Kauf einer Bank können sie die lange Wartezeit auf eine Lizenz umgehen, die mehrere Jahre dauern kann. Eine US-Lizenz ermöglicht es Unternehmen, die Bürokratie beim Zugang zu neuen Kunden und Einlagen deutlich zu reduzieren – ein attraktiver Vorteil angesichts destracWachstums Großbritannien in
Das Konzept hat sich bereits in der Praxis bewährt. Die Übernahme einer Bank in Michigan durch OakNorth Anfang des Jahres hat gezeigt, wie schnell ein digitaler Kreditgeber auf eine bestehende Marktpräsenz zugreifen kann, indem er ein bestehendes Unternehmen kauft, anstatt es von Grund auf neu aufzubauen.
Geschwindigkeit ist für Revolut besonders wichtig, da das Unternehmen auch Übernahmen im Nahen Osten prüft und kürzlich Cetelem Argentina von BNP Paribas erworben hat. Revolut sammelt derzeit 1 Milliarde US-Dollar an neuem Kapital ein, um seine Bewertung auf rund 65 Milliarden US-Dollar zu steigern und seine globalen Expansionspläne zu realisieren.
Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen. Die Aufsichtsbehörden werden jede Übernahme genau prüfen und sicherstellen, dass der neue Eigentümer über die notwendigen Systeme, Ressourcen und ein angemessenes Risikomanagement für einen sicheren Betrieb verfügt. Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat sich insbesondere in Fragen des Datenschutzes und des Verbraucherschutzes als sehr streng erwiesen.
Hinzu kommt das Problem der Filialen. Dies unterscheidet sich deutlich von Großbritannien, wo sich selbst traditionelle Banken aus den Innenstädten zurückgezogen haben. Gleichzeitig ist das US-amerikanische Privatkundenbankwesen weiterhin stark von der physischen Präsenz vor Ortdent . Dies könnte für digital ausgerichtete Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell auf dem Verzicht auf Filialen aufgebaut haben, unerwartete Kosten verursachen.
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