Der britische IPO-Markt erreichte zu Beginn des dritten Quartals einen neuen Tiefststand

- Der Londoner IPO-Markt ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gefallen; im ersten Halbjahr 2025 wurden durch fünf Börsengänge lediglich 160 Millionen Pfund eingenommen.
- Sheins Versuch, in Hongkong einen Börsengang zu beantragen, verdeutlicht die regulatorischen Hürden in Großbritannien sowie Londons Schwierigkeiten, Kandidaten für Megafloat-Projektetrac.
- Unterdessen erlebte die Hongkonger Börse einen Boom mit 208 Börsengängen, die im gleichen Zeitraum 13,9 Milliarden US-Dollar einbrachten und damit die westlichen Börsen übertrafen.
Londons einst mächtiger Aktienkapitalmarkt ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren eingebrochen, was neue Besorgnis über die Stellung Großbritanniens auf der globalen Finanzwelt auslöst.
Im ersten Halbjahr 2025 gingen lediglich fünf Unternehmen an die britischen Börsen und sicherten sich insgesamt 160 Millionen Pfund an IPO-Mitteln. Dies ist der niedrigste Wert innerhalb eines Halbjahres seit 1995 und ein deutlicher Rückgang gegenüber den Tiefständen nach 2009 und Anfang 2021.
Vom Marktführer zum Nachzügler
Der Einbruch der Börsengänge markiert eine dramatische Kehrtwende für London, das im ersten Halbjahr 2009 mit zwei Börsengängen kaum 200 Millionen Pfund einnahm. Die derzeitigen 160 Millionen Pfund liegen nicht nur 28 % unter diesem Tiefstand nach der Krise, sondern bedeuten auch einen drastischen Rückgang von 98 % gegenüber dem Boom Anfang 2021 während der Pandemie.
Ein leitender Aktienanalyst bei Goldman Sachs beschreibt den Niedergang Londons mit den Worten: „Es gibt weniger Unternehmen, sie sind weniger liquide, und die besten Wachstumsunternehmen gehen woanders an die Börse. Daher zögern alle neu entstehenden Unternehmen, sich in Großbritannien listen zu lassen.“
Generell hat sich das IPO-Klima unter dem Druck makroökonomischer Unsicherheiten verschlechtert. Handelsspannungen, insbesondere die Befürchtungen im Zusammenhang mit Zöllen, haben das Vertrauen der Anleger untergraben und zu einem starken Rückgang bei Kapitalerhöhungen sowie Fusionen und Übernahmen (M&A) geführt, wobei letztere auf ein 20-Jahres-Tief gefallen sind.
Shein ist eine weitere verpasste Gelegenheit
Hier kommt Shein ins Spiel, der in China gegründete und in Singapur ansässige Fast-Fashion-Riese. Das Unternehmen strebt schon lange einen Börsengang in London an, doch regulatorische Einwände, insbesondere hinsichtlich der Offenlegung seiner Lieferkette mit Verbindungen nach Xinjiang, haben den Prozess verzögert.
Obwohl die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) eine Version des Prospekts genehmigte, verweigerten die chinesischen Aufsichtsbehörden, insbesondere die China Securities Regulatory Commission (CSRC), diese Zustimmung.
Shein hat Berichten zufolge einendentEntwurf des Börsenprospekts für einen separaten Börsengang in Hongkong eingereicht. Hongkong bleibt zwar vorerst das Hauptziel, Branchenkenner vermuten jedoch, dass dieser Schritt auch als Druckmittel dient, um die britische Aufsichtsbehörde dazu zu bewegen, die von der CSRC genehmigte Version zu akzeptieren und den geplanten Börsengang in London, der der größte seit Jahren gewesen wäre, wiederzubeleben.
Sollte London Shein übernehmen, wäre dies ein Zeichen für eine Stimmungsaufhellung, doch das Scheitern verschärft die Probleme. Analysten merken an, es wäre „einer der größten britischen Börsengänge des letzten Jahrzehnts“ gewesen, was Londons Schwierigkeiten unterstreicht, namhafte globale Technologieunternehmentrac.
Während London schwächelt, boomt die Börse in Hongkong. Im ersten Halbjahr 2025 gingen rund 208 Börsenzulassungsanträge ein, die 13,9 Milliarden US-Dollar einbrachten und damit die großen westlichen Börsen deutlich übertrafen, obwohl Unternehmen zunehmend Hongkong oder New York bevorzugen.
Das Umfeld in Hongkong bietet insbesondere für Unternehmen mit Verbindungen zu China mehr Rechtssicherheit und kürzere Markteinführungszeiten. Zudem profitiert es von der Vertrautheit der Investoren mit Offenlegungspflichten in der Lieferkette, einschließlich der Bedenken hinsichtlich Xinjiang.
London sucht fieberhaft nach einer Lösung
Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2025 steht London an einem entscheidenden Wendepunkt. Das nächste Quartal wird aufschlussreich sein: Ein erfolgreicher Börsengang von Shein (oder eines vergleichbaren Blockbusters), Klarheit seitens der FCA und CSRC bezüglich der Prospektbedingungen, eine verbesserte Stimmung an den globalen Märkten oder eine Abschwächung der US-Zölle könnten die Dynamik wiederherstellen.
Umgekehrt könnten weitere Rückzüge bei Börsengängen, die Abwanderung prominenter Unternehmen nach New York oder Hongkong (Wise hat kürzlich seinen Hauptnotierungsplatz in die USA verlegt) oder anhaltende regulatorische Spannungen Londons Status als Randerscheinung auf den globalen Kapitalmärkten nur noch festigen.
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