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Trumps Krypto-Unternehmen WLFI ist nicht so dubios, wie es scheint. Oder etwa doch?

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Grafik mit den Logos von World Liberty Financial (WLFI) und TRON , Foto von Donald Trump und einem Hinweisschild zu Interessenkonflikten im Hintergrund
  • Trumps neues Krypto-Unternehmen WLFI arbeitet mit TRONzusammen, einer Blockchain, die für ihre Nutzung für illegale Transaktionen durch Gruppen wie Hamas und Hisbollah berüchtigt ist.
  • Trump und sein Partner Steve Witkoff könnten mit WLFI viel Geld verdienen, und es gibt Befürchtungen, dass dadurch ernsthafte Interessenkonflikte entstehen.
  • Der Gründer von TRON, Justin Sun, wird von der SEC wegen Betrugs untersucht, und TRX wird mit Millionen von Dollar an eingefrorenen kriminellen Geldern in Verbindung gebracht.

Das Krypto-Unternehmen vondent Donald Trump, World Liberty Financial Inc. (WLFI), wurde nur zwei Monate vor der Wahl gegründet und war von Anfang an ein Quell der Kontroverse.

In Zusammenarbeit mit Steve Witkoff, einem milliardenschweren Immobilienentwickler, der nun als Nahost-Gesandter tätig ist, erregt das Projekt aus den falschen Gründen Aufmerksamkeit.

Die Zusammenarbeit des Duos mit TRON– einem Blockchain-Unternehmen, dem vorgeworfen wird, Finanztransaktionen für militante Gruppen wie Hamas und Hisbollah zu ermöglichen – hat Fragen hinsichtlich Ethik, Interessenkonflikten und Trumps finanzieller Beteiligung aufgeworfen.

Kritiker halten den Zeitpunkt und die Partnerschaften von WLFI für opportunistisch. Ethikexperten, Regierungsbeamte und sogar einige innerhalb der Kryptoindustrie sind beunruhigt.

TRON: Billig, schnell und höchst umstritten

TRON ist zwar nicht so bekannt wie Bitcoin, aber in bestimmten Kreisen hat sein Name einen deutlicheren Beigeschmack – allerdings nicht aus guten Gründen. Bekannt für niedrige Transaktionsgebühren und schnelle Abwicklung, hat sich TRON den Ruf einer bevorzugten Plattform für Krypto-Transfers mit Verbindungen zu als terroristisch eingestuften Organisationen erworben.

Laut israelischen Behörden wurden seit Juli 2021 186 TRON Wallets wegen Verbindungen zur Terrorismusfinanzierung eingefroren. Davon standen 84 in Verbindung mit der Hamas, 39 mit der Hisbollah und 63 mit anderen, nicht näher genannten militanten Gruppen oder Geldwechslern.

Im März dieses Jahres beschlagnahmte Israel eine weitere TRON Wallet, die nach israelischen Angaben mit Spendenaktionen der Hamas nach dem tödlichen Anschlag der Gruppe auf Israel im Jahr 2023 in Verbindung stand.

Trotz dieser VorwürfetracTRON weiterhin Nutzer an, da es Anonymität, niedrige Kosten und einfache cash bietet – Eigenschaften, die sowohl legale Nutzer als auch Kriminelle ansprechen. 

Justin Sun, der Gründer von TRON, wies die Anschuldigungen zurück und behauptete, die Plattform arbeite aktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen und habe 70 Millionen Dollar an illegalen Geldern eingefroren.

Dennoch ist das US-Finanzministerium nicht überzeugt. Es verhängte dieses Jahr Sanktionen gegen einen im Libanon ansässigen Geldwechsler, der angeblich über eine TRON Wallet Gelder vom Iran an die Hisbollah überwiesen hatte. Diese Sanktionen schaden dem Ruf von TRONweiter, doch die Plattform scheint unbeeindruckt.

Justin selbst ist kein Unbekannter im Umgang mit dem Gesetz. Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihn wegen Betrugs angeklagt und ihm vorgeworfen, Handelsvolumina aufgebläht und die Unterstützung von Prominenten für seine Projekte verschwiegen zu haben. Obwohl er die Vorwürfe bestreitet, ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen.

Trumps finanzielle Beteiligung wirft Fragen auf

Die Struktur von WLFI ist ebenso komplex wie die Kontroversen um das Unternehmen. Trump wird als „Chef-Krypto-Befürworter“ geführt, was ihm – neben anderen, nicht namentlich genannten Partnern – 75 % bestimmter Einnahmequellen sichert. WLFI verkauft außerdem firmeneigene Token, die nicht auf Sekundärmärkten wie Bitcoingehandelt werden können.

Kritiker befürchten, dass diese Konstellation Käufer dazu verleiten könnte, WLFI-Token zu nutzen, um sich Trumps Gunst zu sichern. Ethikexperten weisen zudem auf Steve Witkoffs Doppelfunktion als Mitbegründer von WLFI und Trumps Nahost-Gesandter hin. 

Selbst wenn Witkoff, wie er behauptet, plant, einen Blind Trust einzurichten, stellt seine finanzielle Beteiligung an WLFI einen potenziellen Interessenkonflikt dar.

Die Besorgnis ist vollkommen berechtigt. Sollten ausländische Regierungen oder Staatsfonds in WLFI investieren, könnten Trump und Witkoff gegen die Vergütungsklausel der US-Verfassung verstoßen, die es Bundesbeamten verbietet, ohne Zustimmung des Kongresses Geschenke oder finanzielle Vorteile von ausländischen Stellen anzunehmen.

Die Grenzen zwischen den Geschäftsaktivitäten von WLFI und den politischen Ambitionen Trumps sind bereits verschwommen, was viel Raum für rechtliche und ethische Fragen lässt.

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