Die britischen Arbeitskräfte sind schlecht auf KI vorbereitet und verfügen nicht einmal über grundlegende digitale Kompetenzen

- Eine aktuelle Studie zeigt, dass die britischen Arbeitskräfte nicht bereit sind, KI einzuführen.
- Fast die Hälfte der Beschäftigten verfügt nicht über grundlegende digitale Kompetenzen, die für den Alltag als unerlässlich gelten.
- Es wird empfohlen, dass die Regierung durch Schulungen Arbeitskräfte ausbildet und Arbeitsplätze sichert.
Rund acht Millionen Menschen in Großbritannien sind durch KI in ihren Jobs gefährdet. Ein aktueller Bericht des IPPR zeigt, dass die Schätzungen eher konservativ ausfallen und das tatsächliche Risiko deutlich höher liegt, da die Bevölkerung nicht ausreichend auf KI vorbereitet ist. Laut der gemeinnützigen Organisation verfügen mehr als 50 % der britischen Arbeitskräfte nicht über die von Regierung und Wirtschaft geforderten digitalen Kernkompetenzen. Dieser Kompetenzmangel ist branchenübergreifend und auf allen Ebenen der Beschäftigung verbreitet.

Dem Vereinigten Königreich mangelt es an Bereitschaft für KI
Ein großer Teil der britischen Arbeitskräfte, nämlich 54 %, kann Aufgaben, die als besonders wichtig gelten, nicht ausführen. Dies verdeutlicht das Ausmaß der digitalen Kompetenzlücke.
Laut IPPR wurden in der ersten Welle der KI bereits 11 % der 22.000 Aufgaben im britischen Wirtschaftssystem, die alle Arten von Arbeitsplätzen umfassen, mit KI in Berührung gebracht. In der zweiten Welle wird ein Anstieg auf 59 % erwartet, was sich auch auf höher bezahlte Arbeitsplätze auswirken wird. Carsten Jung, leitender Wirtschaftswissenschaftler bei IPPR, erklärt:
„Die bereits existierende generative KI könnte entweder zu großen Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt führen oder das Wirtschaftswachstum enorm ankurbeln; in jedem Fall wird sie für Millionen von uns bahnbrechend sein. Viele Unternehmen investieren bereits darin, und sie hat das Potenzial, viele weitere Aufgaben zu beschleunigen, je mehr Unternehmen sie einsetzen.“
Quelle: IPPR.
Apropos der ersten Welle: Millionen von Arbeitnehmern werden voraussichtlich abgehängt, da sie Schwierigkeiten haben, sich die digitalen Grundlagen anzueignen – angesichts der tiefgreifenden Veränderungen, die KI am Arbeitsplatz mit sich bringen wird. Hierbei geht es nicht um fortgeschrittene Qualifikationslücken, sondern um ganz grundlegende Fähigkeiten, die Hunderttausenden von Arbeitnehmern in Großbritannien fehlen, wie die Online-Koordination, die Aktualisierung von Online-Einstellungen und der Zugriff auf digitale Gehaltsabrechnungen.
Wer wird stärker betroffen sein?
Der Bericht besagt, dass Teilzeitjobs, insbesondere Einstiegsjobs, als besonders gefährdet eingestuft werden, da sie zur ersten Welle der Krise gehören. Dazu zählen administrative Tätigkeiten und Kundendienstpositionen. Diese Jobs werden häufig von Frauen besetzt, was sie zusätzlich benachteiligt. Auch Gering- und Mittelverdiener sowie jüngere Menschen werden betroffen sein, da Unternehmen voraussichtlich eher auf die Einführung neuer Technologien setzen werden, anstatt neue Mitarbeiter für Einstiegspositionen einzustellen. Bhargav Srinivasa, leitender Wissenschaftler am IPPR, erklärte:
„Wir könnten erleben, dass Berufe wie Texter, Grafikdesigner und persönliche Assistenten stark von KI beeinflusst werden. Die Frage ist, wie wir den technologischen Wandel so gestalten können, dass er neue Beschäftigungsmöglichkeiten, höhere Produktivität und wirtschaftliche Vorteile für alle ermöglicht.“
Quelle: IPPR.

Srinivasa schlägt außerdem vor, dass alle Arbeitnehmer von den neuesten Technologien profitieren sollten und dies nicht auf Großkonzerne beschränkt bleiben sollte. Jung betonte ebenfalls, dass KI in den nächsten fünf Jahren auch die Wissensarbeit grundlegend verändern könnte. Er warf die entscheidende Frage auf, ob KI nützlich sei oder nicht, und zwar nicht, wie und in welchem Tempo Arbeitgeber sie einsetzen würden.
Es ist außerdem zu erwarten, dass der Einsatz von KI Arbeitskräfte freisetzen könnte, die in anderen, bisher ungedeckten Sektoren eingesetzt werden, beispielsweise in sozialen Bereichen wie der psychischen Gesundheitsversorgung und der Sozialfürsorge.
Der Bericht legt nahe, dass die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt keinem festgelegten Muster folgen werden. Er betont, dass die wirtschaftlichen Vorteile nicht nur wenigen vorbehalten sein, sondern breite Bevölkerungsschichten erreichen müssen. Sollten Unternehmen ihre KI-Systeme ohne staatliche Eingriffe einsetzen, könnte dies im schlimmsten Fall zum Verlust aller Arbeitsplätze ohne BIP-Wachstum führen
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Aamir Sheikh
Aamir ist Technologiejournalist mit fast sechs Jahren Erfahrung in der Krypto- und Technologiebranche. Er absolvierte die MAJ University mit einem MBA in Finanzen und Marketing. Derzeit arbeitet er für Cryptopolitan, wo er über die neuesten Entwicklungen auf den Kryptowährungsmärkten und Preisprognosen berichtet.
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