Die Weltwirtschaft steht vor einer brandneuen Bedrohung

Die Welt steht am Rande eines finanziellen Abgrunds. Nicht nur die großen US-Konzerne scheffeln prall gefüllte Kassen – es handelt sich um ein weltweites Phänomen. Weltweit streichen große Unternehmen Gewinne ein, als gäbe es kein Morgen. Dank eines Insiders bei JPMorgan wissen wir exklusiv, dass die Gewinnmargen von Unternehmen in entwickelten Märkten auch jenseits der USA in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen sind.
Ein Balanceakt zwischen historischer Rentabilität
Schluss mit dem Finanzjargon. Fakt ist: Unternehmen von New York bis Tokio erzielen satte Gewinnmargen, die selbst Midas vor Neid erblassen ließen. Doch der Clou: All das geschieht vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Inflation. Man sollte meinen, höhere Kosten würden diese Margen schmälern, aber bisher haben die Unternehmen die Herausforderungen mit Bravour gemeistert.
JPMorgan hat uns mit seiner Analyse überrascht. Es stellt sich heraus, dass der Vergleich der USA mit anderen entwickelten Märkten aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden einem Vergleich von Äpfeln mit Birnen gleicht. Doch unterm Strich: Die Gewinne sind fast überall enorm.
Nun wird die Lage mit Blick auf die Zukunft noch brisanter. Ein Wettlauf um die Vorherrschaft zwischen Löhnen, Produktivität und Preisen entbrennt. Die Zentralbanken beobachten das Geschehen von der Seitenlinie und sind bereit, mit Zinssenkungen einzugreifen, sollte es gelingen, die Inflation einzudämmen, ohne das Wachstum zu gefährden. Doch es ist ein schmaler Grat. Ein Fehltritt könnte uns in eine Rezession stürzen oder uns in einem Würgegriff der Inflation gefangen halten.
JPMorgan will sich noch nicht festlegen, ob wir bis Mitte 2025 eine sanfte Landung erleben oder in eine Rezession stürzen werden. Aber sie haben zwei Szenarien im Blick, die den Ausschlag geben könnten.
Zwei Wege trennten sich: Rezession oder Inflation?
Zunächst das Szenario, das man erst einmal abwarten sollte. Stellen Sie sich vor, die Gewinnmargen sinken so stark, dass Unternehmen aufgeben müssen. Sie könnten anfangen, Stellen abzubauen und Investitionen zu kürzen. Dies könnte der Anstoß sein, der die Wirtschaft in eine Rezession stürzt. Die Geschichte hat uns dieses Szenario schon einmal gezeigt, und es endete meist mit einem Abschwung.
Dann gibt es noch das Szenario der „zu hohen Preise“. Hier nutzen Unternehmen ihre Preissetzungsmacht aus, anstatt Kosten zu senken. Gelingt es ihnen, die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, könnte die Inflation stark ansteigen. Doch es ist nicht alles so düster. EintronArbeitsmarkt könnte die Konsumfreude weiter ankurbeln und das Wachstum fördern. Der Haken? Die Zentralbanken könnten die Inflation durch Zinserhöhungen bekämpfen, was dennoch eine Rezession auslösen könnte.
Und jetzt kommt der Clou: In den USA gab es seit Ewigkeiten keinen so starken Inflationsanstieg, der allein auf die Preissetzungsmacht der Unternehmen zurückzuführen ist. Doch nach COVID-19 könnte sich die Lage geändert haben. Die Pandemie wirkte wie ein Startschuss für Unternehmen, die Preise gemeinsam anzuheben – ohne die übliche Angst vor Kundenverlusten. Ob diese neu gewonnene Dreistigkeit anhält, steht in den Sternen.
Aber Moment mal, da ist noch mehr. S&P Global Market Intelligence hat sich mit einem optimistischen Ausblick für 2024 ebenfalls in den Wettbewerb eingeschaltet und die globale Wachstumsprognose auf 2,6 % angehoben. Sie sehen Lebenszeichen in den Volkswirtschaften weltweit, von den USA bis Indien. Die Prognose für 2025 bleibt bei der gleichen Wachstumsrate, was auf einen anhaltenden, wenn auch vorsichtigen Optimismus hindeutet.
Die jüngsten Wirtschaftsdaten, der globale Einkaufsmanagerindex (PMI), deuten ebenfalls auf positive vibehin. Im Februar verzeichnete der PMI einen Anstieg, was darauf schließen lässt, dass sich die Unternehmen nach einer schwierigen Phase wieder erholen. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Dienstleistungssektor zeigen Anzeichen von Wachstum, was gute Nachrichten für Handel und Wirtschaft sind.
Doch nicht alles ist rosig. Zwar dürfte sich die Inflation etwas abschwächen, doch geschieht dies nur sehr langsam, insbesondere im Dienstleistungssektor. Und obwohl die Kerninflation bei Konsumgütern sinkt, herrscht insgesamt vorsichtiger Optimismus vor, gepaart mit der Bereitschaft, mögliche unerwartete Schwierigkeiten im Auge zu behalten.
Die US-Notenbank Federal Reserve gibt sich derweil bei Zinssenkungen zurückhaltend und wartet möglicherweise bis Mitte des Jahres mit einem Schritt. Dieses Zögern spiegelt eine Mischung aus robustem Wirtschaftswachstum und hartnäckiger Inflation wider. Die Prognosen für Zinssenkungen in Europa und Großbritannien bleiben derweil unverändert, was auf einen zwar vorsichtigen, aber synchronisierten Schritt zurück vom Abgrund hindeutet.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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