Tesla-Neuzulassungen in Europa sinken im Oktober um 48 %

- Die Tesla-Neuzulassungen in Europa sanken im Oktober um 48,5 % auf 6.964 Einheiten.
- Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in der Region stiegen um 32,9 %, während der Marktanteil von Tesla auf 1,6 % sank.
- BYD und SAIC verzeichneten ein starkes Umsatzwachstum in ganz Europa.
Tesla hat in Europa erneut einen seiner schlechtesten Monate hinter sich. Laut dem europäischen Automobilherstellerverband (ACEA) sanken die Verkäufe im Oktober auf 6.964 Einheiten, ein Rückgang von 48,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Das ist der zehnte monatliche Rückgang in Folge für das Unternehmen in der Region. Und während Tesla ins Straucheln geriet, legte der Rest des Marktes für Elektrofahrzeuge einen rasanten Aufschwung hin.
Die Gesamtzahl der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in ganz Europa (einschließlich Großbritannien und der Europäischen Freihandelsassoziation) stieg um 32,9 %. Auch die Gesamtzahl der Neuzulassungen von Pkw aller Fahrzeugtypen legte um 4,9 % zu.
Elektrofahrzeuge haben mittlerweile einen Marktanteil von 16,4 % am europäischen Automobilmarkt. Tesla? Nur 1,6 %, ein Rückgang von 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch das neuere Model Y konnte den Trend nicht umkehren. Der Hype um Tesla blieb ebenfalls aus.
Ob es nun an der wachsenden chinesischen Konkurrenz oder an Elon Musks schwindendem Ansehen auf dem europäischen Markt liegt – Tesla hat hier keine Chance mehr.
Chinesische Konkurrenten übernehmen das Steuer, während Tesla einbricht
Die bisherigen Jahreszahlen verschärfen die Lage. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 verkaufte Tesla 180.688 Fahrzeuge, ein Rückgang von 29,6 % gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet, dass viele Teslas auf Europas Straßen fehlen werden.
Unterdessen feierte der chinesische Hersteller BYD einen fulminanten Start mit einem Absatzplus von 207 % und verkaufte in Europa 17.470 Einheiten.
Eine weitere chinesische Marke, SAIC, lag nicht weit dahinter und verzeichnete fast 24.000 verkaufte Fahrzeuge, ein Plus von 46 % gegenüber dem Vorjahr. Teslas Dominanz schwindet rapide, und die Konkurrenz gibt nicht nach.
Trotz alledem blieb die Aktie unbeeindruckt. Am Montag stiegen die Tesla-Aktien um fast 7 %. Warum? Weil die Wall Street nicht wegen der Autos kauft. Es geht um die Software, die KI und den Traum vom autonomen Fahren.
Melius Research bezeichnete Tesla als „unbedingt zu besitzen“, nicht aufgrund von Verkaufszahlen, sondern weil das Unternehmen davon ausgeht, dass autonomes Fahren bald Realität wird. Analyst Rob Wertheimer schrieb:
„Einer der Gründe, warum wir Tesla bei unserer jüngsten Produkteinführung trotz aller offensichtlichen Risiken als ‚Must-Have‘ bezeichnet haben, ist, dass sich die Weltmaticverändern wird. Autonomes Fahren kommt sehr bald und wird das gesamte Ökosystem des Autofahrens verändern.“
Die neueste Version von Teslas Software für autonomes Fahren (FSD) ist in den USA und einigen anderen Regionen verfügbar. In Europa ist sie jedoch noch nicht erhältlich. Das könnte sich im Februar ändern.
Die niederländische Straßenverkehrsbehörde RDW bestätigte, dass Tesla im nächsten Jahr einen Termin für die Demonstration von FSD erhalten hat. Die Genehmigung steht noch aus. Sollte sie erteilt werden, könnte dies einen entscheidenden Wendepunkt für Teslas Europastrategie bedeuten. Dieses eine grüne Licht könnte den weiteren Abwärtstrend stoppen.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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