Tesla stimmt Vergleichsgesprächen in Bezug auf Vorwürfe rassistischer Belästigung im kalifornischen Werk zu

- Tesla stimmt einer Mediation mit der EEOC im Zusammenhang mit einer Klage wegen rassistischer Belästigung aus dem Jahr 2023 im Werk Fremont zu.
- Eine Bundesbehörde behauptet, schwarze Arbeiter seien seit 2015 anhaltenden Belästigungen ausgesetzt gewesen, darunter rassistischen Beleidigungen und rassistischen Graffiti.
- Die obligatorische Mediation im Juni 2023 scheiterte; neue Gespräche sind für März oder April geplant, mit einer Frist bis Juni 2026.
Tesla hat zugestimmt, Vergleichsverhandlungen mit einer Bundesbehörde aufzunehmen, die den Elektroautohersteller wegen angeblicher rassistischer Belästigung in seinem Werk in Kalifornien verklagt hatte.
Aus am Dienstag eingereichten Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Tesla an einem privaten Mediationsverfahren mit der US-amerikanischen Kommission für Chancengleichheit im Arbeitsleben (EEOC) teilnehmen wird. Die beiden Parteien gehen davon aus, in Kürze einen Mediator auszuwählen; die Gespräche sind für März oder April geplant.
Sollte die Mediation zu keiner Einigung führen, werden die Anwälte bis zum 17. Juni 2026 einen Vorschlag beim Gericht einreichen, in dem dargelegt wird, wie mit der Klage weiter verfahren werden soll.
Die US-Bundesbehörde reichte 2023 Klage gegen Tesla ein und behauptete, schwarze Arbeiter im Werk in Fremont seien fortwährend rassistischen Belästigungen ausgesetzt gewesen. In der Klage wird dem Unternehmen außerdem vorgeworfen, Mitarbeiter, die Bedenken hinsichtlich der Behandlung geäußert hatten, benachteiligt zu haben.
Dies ist nicht der erste Lösungsversuch
Tesla und die Kommission hatten bereits im Juni 2023 ein obligatorisches Mediationsverfahren durchlaufen, das jedoch ergebnislos verlief. Weder Tesla noch die Kommission gaben auf Anfrage eine Stellungnahme ab.
Die Fallnummer lautet US Equal Employment Opportunity Commission v. Tesla, 3:23-cv-04984, eingereicht beim Bundesgericht in Nordkalifornien.
Als die Kommission die Klage einreichte, warf sie dem in Austin ansässigen Automobilhersteller vor, in seinem kalifornischen Werk ein feindseliges Arbeitsumfeld für ethnische Minderheiten geschaffen zu haben. Laut der Klageschrift waren schwarze Arbeiter schwerer und anhaltender rassistischer Belästigung ausgesetzt. Unternehmensvertreter bestraften daraufhin Arbeiter, die sich über die Missstände beschwerten.
Tesla gab im April 2022 in einer Meldung an die Aufsichtsbehörden bekannt, dass gegen das Unternehmen wegen Bundeskriminalität ermittelt werde. Diese Untersuchung fand statt, bevor die kalifornische Bürgerrechtsbehörde eine separate Klage einreichte, in der sie Tesla vorwarf, den grassierenden Rassismus gegen schwarze Arbeiter in Fremont und anderen Werken im ganzen Bundesstaat ignoriert zu haben.
Anschuldigungen, die bis ins Jahr 2015 zurückreichen
Laut der Bundesklage reichen die Probleme im Werk in Fremont mindestens bis ins Jahr 2015 zurück. Nicht-schwarze Arbeiter hätten regelmäßig rassistische Beleidigungen verwendet und Affengeräusche nachgeahmt, so die Kommission. Vorgesetzte hätten schwarze Angestellte – sowohl einzeln als auch in der Gruppe – mitunter mit dem N-Wort angesprochen. Arbeiter hätten rassistische Graffiti am Arbeitsplatz gefunden, darunter Galgen und Hakenkreuze auf Schreibtischen, in Aufzügen und sogar auf Fahrzeugen entlang des Produktionsbandes.
Die Kommission fordert das Gericht auf, Tesla zu untersagen, schwarze Angestellte Rassismus und Vergeltungsmaßnahmen auszusetzen oder ein feindseliges Arbeitsumfeld zu schaffen. Sie verlangt eine finanzielle Entschädigung für die seelischen Belastungen und Lohnausfälle der Angestellten, entweder durch Nachzahlung des Gehalts oder durch Wiedereinstellung.
Die Bundesklage wurde in Oakland, Kalifornien, eingereicht.
Die kalifornische Bürgerrechtsbehörde erhob ähnliche Vorwürfe und erklärte, Tesla habe jahrelang Beschwerden von Mitarbeitern über rassistische Beleidigungen im Werk, in dem die Modelle S, X, 3 und Y gefertigt werden, ignoriert .Teslas Verteidigung argumentiert vor Gericht, der Staat habe seine Befugnisse überschritten und nutze „Klagen als Einschüchterungstaktik und um seinen Kompetenzstreit“ mit der Bundeskommission voranzutreiben. Das im vergangenen Jahr eingereichte Verfahren vor dem Bundesstaat ist noch anhängig.
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Noor Bazmi
Noor Bazmi ist Mitglied des Cryptopolitan -Nachrichtenteams und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften. Sie berichtet über Blockchain, Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Big Tech, den Markt für Elektrofahrzeuge, die Weltwirtschaft und politische Kurswechsel. Um ein internationales Publikum zu erreichen, absolviert sie derzeit ein Marketingstudium.
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