- Die malaysische Kommunikationsbehörde hat eine einstweilige Verfügung gegen Telegram erwirkt, weil das Unternehmen angeblich über zwei Kanäle schädliche Inhalte verbreitet hat.
- Diese Maßnahme folgt auf die Einführung eines neuen Social-Media-Gesetzes in Malaysia im Januar, das Plattformen mit mehr als 8 Millionen Nutzern dazu verpflichtet, eine Betriebslizenz zu erwerben.
- Der konkrete schädliche Inhalt wurde nicht gemeldet, und Telegram hat sich noch nicht dazu geäußert.
Telegram steht erneut vor Gericht, da die malaysische Kommunikations- und Multimedia-Kommission (MCMC) der Plattform vorwirft, die Verbreitung von Inhalten zu ermöglichen, die gegen die Gesetze des Landes verstoßen.
Nach Angaben der malaysischen Kommunikationsbehörde vom Donnerstag wurde eine einstweilige Verfügung gegen den Messengerdienst und zwei Kanäle erwirkt, die gegen die Bestimmungen der Plattform verstoßen haben.

Malaysia wirft Telegram Fahrlässigkeit vor
Die malaysische Kommunikations- und Multimedia-Kommission soll auf die gerichtliche Anordnung gegen Telegram gedrängt haben, weil die Plattform sich geweigert habe, auf Inhalte zu reagieren, die ihr wiederholt gemeldet worden seien.
Die beiden besorgniserregenden Kanäle „Edisi Siasat“ und „Edisi Khas“ bergen laut offiziellen Angaben das Potenzial, „das Vertrauen der Öffentlichkeit in nationale Institutionen zu untergraben und den gesellschaftlichen Frieden zu stören“.
Infolgedessen erließ ein malaysisches Oberstes Gericht eine einstweilige Verfügung, um die Verbreitung der schädlichen Inhalte zu stoppen und die erneute Veröffentlichung ähnlicher Inhalte zu verhindern. Es wurde jedoch nicht näher spezifiziert, um welche Art von schädlichen Inhalten es sich handelte.
„Telegram wird eine faire Gelegenheit erhalten, seine Verteidigung im Einklang mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Grundrechte vorzutragen“, erklärte die Kommission in einer Stellungnahme.
Malaysias Social-Media-Gesetz ist vor kurzem in Kraft getreten.
Die rechtlichen Schritte der malaysischen Kommunikationsbehörde, der Malaysian Communications and Multimedia Commission (MCMC), gegen Telegram sorgen für Aufsehen, da es sich um die erste zivilrechtliche Klage dieser Art gegen eine Social-Media-Plattform in Malaysia handelt.
Der rechtliche Schritt erfolgt, nachdem das malaysische Social-Media-Gesetz im Januar in Kraft getreten ist. Dieses verpflichtet Plattformen mit mehr als 8 Millionen Nutzern, eine Lizenz zu erwerben, andernfalls drohen ihnen rechtliche Konsequenzen.
Das Gesetz hat zum Hauptziel, die zunehmende Cyberkriminalität infolge eines starken Anstiegs schädlicher Inhalte in sozialen Medien zu bekämpfen, darunter Online-Glücksspiel, Betrug, Kinderpornografie und -anbahnung sowie Cybermobbing.
Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes Telegram nun vor der Herausforderung, seine globalen Datenschutzstandards mit den lokalen regulatorischen Anforderungen in Einklang zu bringen – eine Aufgabe, die sich als schwierig erweist.
Telegram hat noch nicht reagiert, aber angesichts seiner Geschichte und seines Funktionsprinzips ist es wahrscheinlich, dass die Plattform Widerstand leisten wird, da sie sich stets als datenschutzorientierte Plattform positioniert hat, die sich gegen staatliche Übergriffe wehrt.
Tatsächlich sagte Telegrams Sprecher Remi Vaughn im Jahr 2023, als Malaysia das Thema Betrug und illegale Inhalte ansprach, dass die Plattform sich an keiner Form von politischer Zensur beteiligen werde, während sie gleichzeitig betonte, dass sie schädliche Inhalte wie den Verkauf illegaler Substanzen und öffentliche Pornografie aktiv moderiere.
Da die malaysische Kommunikations- und Multimedia-Kommission (MCMC) Telegram eine „faire Gelegenheit zur Darlegung seiner Verteidigung“ zugesichert hat, ist es wahrscheinlich, dass die Plattform die einstweilige Verfügung vor Gericht anfechten wird.
Der von Durovgeführte Social-Messaging-Dienst könnte argumentieren, dass die Inhalte auf den Kanälen „Edisi Siasat“ und „Edisi Khas“ weder gegen seine Nutzungsbedingungen noch gegen malaysisches Recht verstoßen, oder dass die Forderungen der Regierung beinahe die freie Meinungsäußerung beeinträchtigen.
Es ist auch möglich, dass Telegram die gerichtliche Anordnung ignoriert oder nur minimal befolgt, insbesondere da das Unternehmen außerhalb Malaysias tätig ist. Dies könnte jedoch zu verschärften Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen führen.
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