Kolumbiensdent Petro plant Bitcoin -Mining-Offensive und verweist auf ungenutzte erneuerbare Energien in der Karibik

- dent Petro verweist auf Paraguay und Venezuela als Vorbilder für dietracBitcoin -Mining-Kapital durch überschüssige saubere Energie und nennt die kolumbianische Karibikküste als nächste Chance.
- Paraguay belegt mit einer Hashrate von 43 EH/s weltweit den vierten Platz, fast ausschließlich erzeugt durch Wasserkraft des Itaipú-Staudamms zu Preisen ab 0,037 US-Dollar/kWh.
- Kolumbiens Wasserkraftanteil von 75 % und das unerschlossene Windpotenzial der Karibik liefern die idealen Voraussetzungen.
Der kolumbianischedent Gustavo Petro zeigte sich sehr daran interessiert, am Bitcoin -Mining-Boom in Lateinamerika teilzuhaben. In einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag auf Twitter hob Petro hervor, dass Venezuela und Paraguay Beispiele für Länder seien, die bereits durch überschüssige saubere Energie Investitionen in den Bergbau anziehen, und argumentierte, dass Kolumbiens Karibikküste ein ähnliches, ungenutztes Potenzial biete. In seinem Beitrag nannte er insbesondere Städte wie Santa Marta, Barranquilla und Riohacha als mögliche Zentren und schlug Modelle vor, in denen indigene Wayú-Gemeinschaften als Miteigentümer an Energie- und Bergbauprojekten beteiligt werden könnten.
Was die Energieversorgung angeht, bezogdent Petro klar Stellung. Er betonte, wie schädlich der Abbau fossiler Brennstoffe für das Klima sei, hob aber gleichzeitig hervor, wie die Branche zu einem starken Wirtschaftsmotor werden könne, wenn sie auf erneuerbaren Energien basiere. In seinem Beitrag bezog er sich auf eine Analyse von Alessandro Cecere (bekannt als Sultan Bitcoin) von Luxor, der aufgezeigt hat, wie der Wasserkraftüberschuss in Paraguay das Land mit seinen sieben Millionen Einwohnern zum viertgrößten Bitcoin -Mining-Standort der Welt gemacht hat.
Paraguay hat es bereits geschafft. Die Frage ist, ob Kolumbien diesem Beispiel folgen kann.
Die Zahlen hinter Paraguays Aufstieg sind unübersehbar. Laut dem State of Bitcoin Mining in Latin America (2026)“ verfügt Paraguay im zweiten Quartal 2026 über rund 43 EH/s, was 4,3 % der globalen Hashrate entspricht. Damit liegt das Land hinter den USA, Russland und China. Der Grund dafür ist ein struktureller Vorteil: Der Itaipú-Staudamm erzeugt deutlich mehr Strom, als das Land verbraucht, wodurch der Industriestrom zwischen 0,037 und 0,050 US-Dollar pro Kilowattstunde kostet. Institutionelle Betreiber wie HIVE Digital Technologies und Alps Blockchain haben dort erhebliche Kapazitäten aufgebaut und betrachten das Land als langfristige Basis und nicht als kurzfristiges Geschäft.
Derselbe Bericht hebt hervor, dass der Rest Lateinamerikas, Brasilien ausgenommen, trotz massiver Reserven an erneuerbaren Energien lediglich 1–2 % der globalen Hashrate ausmacht. Brasiliens Hashrate stieg im Jahresvergleich um 133 % auf 3,5 EH/s, nachdem die Deregulierung des Strommarktes es Minern ermöglichte, direkt mit den Stromerzeugern zu verhandeln. Venezuela befindet sich weiterhin in der Potenzialphase. Seine Wasserkraftinfrastruktur und die ungenutzten Gasreserven sehen auf dem Papier vielversprechend aus, doch regulatorische Schwankungen und anhaltende Maßnahmen gegen Miner halten institutionelle Investoren fern.
Petro hat das schon einmal angesprochen. Neu ist die Art der Darstellung.
Petro brachte die Idee des Bitcoin -Minings mit erneuerbaren Energien aus Kolumbien erstmals im Oktober 2021 ins Gespräch, als er noch Senator war. Damals schlug er vor, Wasserfälle an der Pazifikküste und Windkraft aus der Region La Guajira für den Betrieb des Minings zu nutzen und so die Kokainwirtschaft zu ersetzen. Er wiederholte diesen Vorschlag während seinesdent2022. Doch beide früheren Äußerungen waren eher ambitioniert, auf ein kolumbianisches Publikum ausgerichtet und orientierten sich an El Salvadors Experimenten zum vulkanischen Mining.
Diesmal ist es anders. Petro verweist nicht mehr auf El Salvador, sondern auf Paraguay und Venezuela – zwei Länder, in denen der Bergbau entweder bereits weit verbreitet ist oder von institutionellen Betreibern, die nach Standorten in Lateinamerika suchen, aktiv umworben wird. Der Wandel von Inspiration zu Wettbewerb ist bedeutend. Kolumbiens Energiemix basiert bereits zu rund 75 % auf Wasserkraft, und die Karibikküste birgt ein beträchtliches, weitgehend ungenutztes Windpotenzial. Allein La Guajiradentseit Langem als einer der vielversprechendsten Windkorridore der Region. Die Voraussetzungen sind gegeben.
Ob daraus etwas Konkretes wird, hängt von den üblichen Hürden ab: regulatorische Klarheit, Netzinfrastruktur und Investorenvertrauen. Experten wiesen darauf hin, dass der Ausbau dieser Branche Rechtssicherheit und die Fähigkeit zurtracvon privatem Kapital erfordert – beides fehlt Kolumbien im Bergbausektor. Argentiniens warnendes Beispiel aus demselben Hashrate-Index-Bericht spricht Bände. Obwohl Argentinien über einige der besten Energieressourcen der westlichen Hemisphäre verfügt, sank die Hashrate aufgrund makroökonomischer Instabilität im Jahresvergleich um 42 %. Gute Energie allein reicht nicht aus, um eine Bergbauindustrie aufzubauen. Das politische Umfeld muss dazu passen.
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