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Taiwan leitet Strafverfolgung von Nvidia- und SuperMicro-Mitarbeitern wegen Chip-Exporten nach China ein

VonHannah CollymoreHannah Collymore 2 Minuten Lesezeit
Taiwan leitet Strafverfolgung von Nvidia- und SuperMicro-Mitarbeitern wegen Chip-Exporten nach China ein
  • Taiwan plant, Mitarbeiter von Nvidia und Super Micro strafrechtlich zu verfolgen, die beschuldigt werden, KI-Server im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar nach China geschmuggelt zu haben.
  • Super Micro hat mehrere Mitarbeiter entlassen und erklärt, dass die Führungsebene nichts von dem Komplott gewusst habe.
  • Die US-Staatsanwaltschaft erhob im März erstmals Anklage, da Washington und Taipeh den Export von Chips nun aggressiv überwachen.

Mitarbeiter von Nvidia (NASDAQ: NVDA) und Super Micro (NASDAQ: SMCI) gehörten zu den neun Personen, gegen die in Taiwan Anklage erhoben wurde, nachdem die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Gruppe erhoben hatte, die beschuldigt wird, eine Schattenroute betrieben zu haben, über die KI-Server irgendwie in China landeten, obwohl diese spezifischen Lieferungen derzeit verboten sind. 

Der Nvidia-Mitarbeiter, der mit dem illegalen Export von KI-Servern nach China in Verbindung gebracht wird, befindet sich seit Juli in Haft. Super Micro hat die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter beendet, die in dieselbe Schmuggelermittlung im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar verwickelt sind.

Wie haben Mitarbeiter von Nvidia und Super Micro KI-Server illegal nach China umgeleitet?

Nach Angaben der taiwanesischen Staatsanwaltschaftfälschte die Gruppe, gegen die sie Anklage erhebt, Exportdokumente und Versandaufzeichnungen, um die Spur der Chips zu verwischen, die sie illegal nach China umleiteten.

Die Hardware im Inneren des Gehäuses stammt von Super Micro Computer und basiert auf Nvidia-Prozessoren. Allerdings haben die USA bereits 2022 Lizenzbestimmungen für alle eingeführt, die diese spezielle Hardwareklasse in China, Hongkong und Macau einsetzen möchten. 

Wo der Fall um 2,5 Milliarden Dollar begann

In Taipeh liefen bereits Verfahren gegen drei Personen, die aufgrund dieser Anschuldigungen von den Behörden festgehalten wurden, noch bevor die Inhaftierung des Nvidia-Mitarbeiters im Juli bekannt wurde

Die juristischen Ermittlungen reichen jedoch bis in den März zurück. Die US-Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York benannte den Super-Micro-Mitbegründer und Vorstandsmitglied Yih-Shyan „Wally“ Liaw, den in Taiwan ansässigen Vertriebsleiter Ruei-Tsan „Steven“ Chang und dentracTing-Wei „Willy“ Sun als Drahtzieher eines 2,5 Milliarden Dollar schweren Schmuggelrings von Nvidia-Servern nach China. 

Yih-Shyan „Wally“ Liaw besitzt Anteile im Wert von 464 Millionen Dollar an Super Micro.  

Zu den weiteren Beteiligten an dem Chipschmuggelring gehört eine südostasiatische Firma, die als Mittelsmann gefälschte Unterlagen lieferte, wie Cryptopolitan berichtete

Super Micro und Nvidia haben sich vom Chipschmuggel distanziert

Super Micro hat umgehend alle Verbindungen zu Personen abgebrochen, die ernsthaft an der Serverumleitung beteiligt waren, Mitarbeiter mit entsprechender Beteiligung entlassen und gegen die oberste Führungsebene wegen möglicher Kompromittierung ermittelt

Das Unternehmen hat betont, dass es in dem US-Verfahren nicht Beklagter ist. 

Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte Reportern am Flughafen Songshan während eines Besuchs in Taipeh, dass das Unternehmen von seinen Partnern die Einhaltung der Gesetze erwarte. „Wir bestehen darauf, dass unsere Partner die Vorschriften einhalten“, sagte Huang und fügte hinzu, er hoffe, dass sie ihre Compliance-Maßnahmen verstärken würden, um künftige Verstöße zu verhindern. 

Super Micro teilte Reportern dasselbe über seine eigenen Compliance-Regeln mit und erklärte, dass die beschuldigten Mitarbeiter gegen seine Exportkontrollrichtlinien verstoßen hätten, falls sich die gegen sie erhobenen Vorwürfe als wahr erweisen sollten.

Huang hat die Hoffnung auf einen legalen Markteintritt in China unterdessen noch nicht aufgegeben und schlägt Nvidias lizenzierten H200-Chip als Alternative vor. Peking hat diesem Plan jedoch noch keine Zustimmung erteilt.

Die taiwanesischen Behörden verfolgen eine strengere Politik hinsichtlich des Abflusses sensibler Technologien. Im Juli erhoben Staatsanwälte Anklage gegen einen ehemaligen TSMC-Mitarbeiter zielte der Fall nach Angaben der Ermittler auf China ab Cryptopolitan .

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Häufig gestellte Fragen

Wen hat Taiwan im Rahmen der Ermittlungen zum Schmuggel von Nvidia-Chips festgenommen?

Die taiwanesische Staatsanwaltschaft nahm Ende Juli einen Mitarbeiter von Nvidia fest und hatte zuvor bereits drei Personen inhaftiert, die beschuldigt wurden, Versanddokumente für Super Micro-Server, die für China bestimmt waren, gefälscht zu haben.

Wie hoch war der Wert der mutmaßlichen Schmuggelware?

Laut US-Staatsanwälten wurden durch das System Nvidia-Server im Wert von etwa 2,5 Milliarden Dollar nach China umgeleitet, darunter etwa 510 Millionen Dollar, die zwischen Ende April und Mitte Mai 2025 über einen südostasiatischen Mittelsmann flossen.

Warum sind diese KI-Server-Exporte nach China illegal?

Die 2022 in Kraft getretenen US-Regeln verbieten den Verkauf von Nvidias fortschrittlicher KI-Hardware an China, Hongkong und Macau ohne Sonderlizenz und begründen dies mit Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

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Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.

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