Starlink bringt erstmals einen direkten Satelliten-Telefondienst nach Großbritannien

- Virgin Media O2 ist der erste britische Telekommunikationsanbieter, der eine Partnerschaft mit Starlink für einen direkten Satellitentelefondienst eingeht.
- Das neue Zusatzmodul „O2 Satellite“ wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres eingeführt und bietet grundlegende Messaging-Dienste in abgelegenen Gebieten.
- Durch den Deal wird die Netzabdeckung in Großbritannien von 88 % auf 95 % erhöht und tritt damit in Konkurrenz zur AST SpaceMobile-Partnerschaft von Vodafone.
Virgin Media O2 hat eine Partnerschaft mit Elon Musks Starlink unterzeichnet. Dies ist die erste Vereinbarung des Satellitenunternehmens mit einem britischen Mobilfunkanbieter, um Konnektivität direkt auf Mobiltelefone zu bringen.
Der Mobilfunk- und Internetanbieter wird seinen Abonnenten im ersten Halbjahr des nächsten Jahres eine neue Zusatzoption anbieten. Die Preise sind noch nicht bekannt. Die Option mit dem Namen „O2 Satellite“ soll Nutzern grundlegende SMS-Funktionen in abgelegenen Gebieten Großbritanniens ermöglichen, wo kein regulärer Mobilfunkempfang besteht.
Zukünftig könnte die Technologie auch Telefongespräche ermöglichen und Nutzern die Nutzung datenintensiver Apps wie TikTok erlauben, selbst wenn sie in der Natur wandern oder auf einem Boot auf See sind. Das sagt Lutz Schüler, CEO des Unternehmens.
Die Partnerschaft ist eine der ersten Gelegenheiten, bei denen Starlink seine Technologie zur Satellit-Telefonie europäischen Verbrauchern. Virgin Media O2 gibt an, dass die Vereinbarung die Netzabdeckung in Großbritannien von 88 % auf 95 % erhöhen wird.
Es wird keine spezielle Ausrüstung benötigt, ein normales Telefon genügt
Der Direktanschluss an Endgeräte funktioniert anders als der bekannte Starlink-Dienst. Für den bisherigen Internetanschluss des Unternehmens benötigen Kunden spezielle Geräte, die mit Musks Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn kommunizieren, um WLAN zu Hause zu ermöglichen. Der Telefondienst macht diese zusätzliche Hardware überflüssig. Die Satelliten kommunizieren direkt mit herkömmlichen Mobiltelefonen – ganz ohne zusätzliche Geräte.
Für Virgin Media O2 erfüllt die Partnerschaft mit Starlink zwei Zwecke. Sie schließt Netzlücken und stärkt das Image der Marke O2, die in letzter Zeit als innovatives Mobilfunkunternehmen etwas an Glanz eingebüßt hat. Das Unternehmen investiert zudem verstärkt in seine Systeme, indem es Funkfrequenzen von anderen Anbietern und aus einem Regierungsauftrag erwirbt und die sogenannte 5G-Standalone-Technologie landesweit verfügbar macht.
„Wir versuchen, Innovationen für unsere Kunden zu entwickeln“, sagte Schüler laut einem Bericht von Bloomberg. Er bezeichnete den Satellitendienst als „logische Weiterentwicklung“ der jüngsten Bemühungen des Unternehmens, Netzwerke zu verbessern und gemeinsam mit Partnern bessere Verbindungen herzustellen.
Diese Nachricht bringt Virgin Media O2 in direkten Wettbewerb mit der Vodafone Group Plc, die bereits seit mehreren Jahren mit dem amerikanischen Unternehmen AST SpaceMobile Inc. an einer ähnlichen Technologie arbeitet. Der Vodafone-Chef hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass ihr Dienst im nächsten Jahr europaweit starten werde.
Die Marktposition von Starlink erweist sich als entscheidend
Schüler erklärte, sie hätten sich für Starlink entschieden, weil das Unternehmen bereits über 600 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn betreibe und damit Marktführer sei. Der amerikanische Mobilfunkanbieter T-Mobile US Inc. hatte Anfang des Jahres einen ähnlichen Vertrag mit Starlink abgeschlossen und damit Millionen von Kunden in den Vereinigten Staaten Satellitenverbindungen ermöglicht.
Der Wettlauf um Satellitenverbindungen spitzt sich weltweit zu, wobei zahlreiche Unternehmen um die Versorgung von Gebieten konkurrieren, die bisher von Mobilfunkmasten nicht erreicht wurden. Europäische Telekommunikationsunternehmen sind besonders daran interessiert, Alternativen zur Marktführerschaft von Starlink im Satelliteninternet zu entwickeln.
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