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Softbank-Gründer Masayoshi Son setzt die Zukunft des japanischen Unternehmens auf KI

VonEnacy MapakameEnacy Mapakame
3 Minuten Lesezeit
Softbank-Gründer Masayoshi Son setzt die Zukunft des japanischen Unternehmens auf KI
  • Der Chef von SoftBank rechnet damit, dass innerhalb eines Jahrzehnts Maschinen entstehen werden, die intelligenter sind als Menschen.
  • Die Investitionen des japanischen Unternehmens reichen von Chipdesign über Cloud-Plattformen bis hin zu KI-gestützten Tools.
  • Die Rückschläge der Vergangenheit beim Vision Fund beeinflussen weiterhin Sons Anlagestrategie.

 

SoftBank-Gründer Masayoshi Son hat massiv auf KI gesetzt und besteht nun darauf, dass die Zukunft des japanischen Giganten in nur 10 Jahren auch von künstlicher Superintelligenz abhängen wird.

Für Son sind seine Wetten auf künstliche Superintelligenz – KI, die in der Lage ist, menschliches Denken zu übertreffen – angesichts seiner enormen Risikofreude, die ihm auch enorme Gewinne eingebracht hat, nicht überraschend.

SoftBank verlagert den Fokus von Gehirn-Computer-Schnittstellen hin zu globalen KI-Investitionen

Im Jahr 2000 investierte er 20 Millionen Dollar in das damals noch wenig bekannte chinesische Start-up Alibaba. Diese Beteiligung entwickelte sich zu einer der lukrativsten Technologieinvestitionen aller Zeiten und brachte SoftBank. Nun will Son diesen Erfolg wiederholen, doch diesmal hat er es auf künstliche Intelligenz abgesehen.

Laut ehemaligen Kollegen ist diese Faszination keine Laune der Neuzeit. Alok Sama, der als Finanzchef bei SoftBank tätig war, erinnert sich an ein Abendessen, bei dem Son leise, aber eindringlich über die „Singularität“ sprach – den Moment, in dem Maschinen ihre Schöpfer überlisten. „Er hat darüber schon lange nachgedacht, bevor die meisten anderen das taten“, erinnert sich Sama.

SoftBanks Vorstoß in den KI-Sektor war unaufhaltsam. 2016 kaufte das Unternehmen den britischen Chipdesigner Arm für 32 Milliarden US-Dollar – ein Schritt, der damals von einigen als riskant eingestuft wurde. Heute ist Arm mehr als viermal so viel wert, und seine Technologie steckt in Smartphones weltweit. Zunehmend treibt sie auch KI-Rechenzentren von Unternehmen wie Nvidia an.

Son gibt sich damit nicht zufrieden. In diesem Jahr vereinbarte SoftBank die Übernahme des US-Chipherstellers Ampere Computing für 6,5 Milliarden US-Dollar und bestätigte Pläne, bis zu 32,7 Milliarden US-Dollar in OpenAI, den Entwickler von ChatGPT, zu investieren.

Analysten beschreiben die Strategie als umfassend und die gesamte Wertschöpfungskette abdeckend – von grundlegenden Chips über Cloud-Plattformen und Robotik bis hin zu KI-gestützten Anwendungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Unternehmen.

Seine Begeisterung reicht mehr als ein Jahrzehnt zurück. Im Jahr 2010 präsentierte er SoftBanks „Vision für die nächsten 30 Jahre“, inklusive der Rede von „Gehirncomputern“, die ohne menschliche Programmierung lernen und sich anpassen könnten.

Roboter folgten bald darauf. Der humanoide Roboter Pepper, der 2014 auf den Markt kam, konnte Berichten zufolge Emotionen lesen, das Projekt wurde jedoch nach begrenztem kommerziellen Erfolg später eingestellt.

Für Son bestand die Lektion nicht darin, das Konzept aufzugeben, sondern weiter in die Zukunft zu blicken.

Das Unternehmen nimmt an einem ungewissen Rennen teil

Vor etwa acht Jahren gründete Son den Vision Fund und sammelte 100 Milliarden Dollar ein, um seine ambitionierten Technologieinvestitionen zu finanzieren.

Zu den ersten Investitionen zählten Uber, Didi und WeWork– Unternehmen, die zwar Wachstum versprachen, aber mit der Rentabilität zu kämpfen hatten. Verluste, insbesondere bei chinesischen Technologieunternehmen, erschütterten das Vertrauen der Anleger.

Insidern zufolge hingen einige dieser Deals mit Sons früher Überzeugung zusammen, dass autonome Fahrzeuge die erste KI-Welle anführen würden. Die Technologie reifte jedoch langsamer als erwartet. Uber verkaufte seine Sparte für fahrerlose Fahrzeuge und konzentrierte sich auf andere Bereiche.

Nach Rekordverlusten des Vision Fund zog sich SoftBank bis 2022 zurück. Diese defensive Haltung führte dazu, dass man frühzeitig Chancen bei aufstrebenden KI-Unternehmen verpasste.

Dennoch verfügt der Vision Fund heute über ein Portfolio mit vielen KI-getriebenen Unternehmen, und Son ist überzeugt, dass die langfristige Strategie weiterhin intakt bleibt.

Der Gesamtmarkt war turbulent; Pandemie, Inflation und steigende Zinsen belasteten die Bewertungen. SoftBank sieht KI jedoch noch in einer frühen Phase – ein Zyklus, der Jahrzehnte andauern könnte.

berichtete Cryptopolitan , hat SoftBank außerdem das Foxconn-Werk in Ohio für 375 Millionen Dollar erworben, um das Stargate-KI-Rechenzentrum voranzutreiben.

Der Wettlauf um immer leistungsfähigere KI ist intensiv, und US-amerikanische wie chinesische Unternehmen konkurrieren um die Marktführerschaft. Überraschungen sind nach wie vor möglich – das chinesische Unternehmen DeepSeek sorgte dieses Jahr für Aufsehen, indem es ein logisches Denkmodell kostengünstiger als seine US-Konkurrenten entwickelte und damit die bisherigen Annahmen über die Marktführerschaft infrage stellte.

Analysten warnen davor, dass die noch junge Branche das heißt, die heutigen Marktführer könnten morgen schon nicht mehr dominieren. „Andere Herausforderer könnten jederzeit aus dem Nichts auftauchen“, sagt Dan Baker von Morningstar.

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Enacy Mapakame

Enacy Mapakame

Enacy Mapakame ist Journalistin mit über zehn Jahren Erfahrung im Bereich Wirtschafts- und Finanznachrichten. Sie berichtet über Kapitalmärkte und Zukunftstechnologien – Metaverse, KI und Kryptowährungen. Enacy besitzt einen Bachelor of Science (BSc) mit Auszeichnung in Medien- und Gesellschaftswissenschaften.

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