Zusammenfassung (TL;DR)
- Die SEC ist bereit, mit anderen Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um den Kryptomarkt effektiv zu überwachen.
- Herausforderungen für die SEC bei der Kryptoregulierung.
Gary Gensler, der neu ernannte Vorsitzende der Securities and Exchange Commission, erklärte, die Aufsichtsbehörde sei bereit, mit anderen Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten, um die Aufsichtsfunktionen gegenüber Kryptobörsen effektiv wahrzunehmen.
Er sagte, er freue sich auf diese Partnerschaft, um Lücken im Anlegerschutz auf den Kryptomärkten zu schließen. Der SEC-Vorsitzende erklärte, Krypto-Investoren bräuchten denselben Schutz wie Anleger, die an der New Yorker Börse oder der Nasdaq handeln.
Gensler äußerte sich am Mittwoch in der Anhörung vor dem Unterausschuss für Finanzdienstleistungen und allgemeine Regierungsangelegenheiten des Repräsentantenhauses.
Herausforderungen für die SEC im Hinblick auf die Regulierung
Gensler hob den wachsenden Kryptomarkt als bedeutende Herausforderung hervor. Er betonte, dass neben Bitcoinüber 80 weitere Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Dollar existieren. Neue Datenanalysen würden ihnen zwar bei der Überwachung helfen, ihre Ressourcen würden jedoch stark beansprucht.
Er merkte an, dass der Kryptomarkt reguliert werden . Laut Gensler läge das Handelsvolumen auf dem Markt zwischen 130 und 330 Milliarden US-Dollar pro Tag, doch seien diese Zahlen unzuverlässig, da sie ungeprüft seien und den Handel an nicht registrierten Kryptobörsen widerspiegelten.
Der SEC-Vorsitzende hob zudem einige Herausforderungen hervor, mit denen die Regulierungsbehörden bei der Wahrnehmung ihrer Aufsichtsfunktionen im Kryptobereich konfrontiert sind. Er merkte an, dass die Behörde im Vergleich zu großen, aktiven Akteuren im Kryptobereich unterfinanziert sei.
Gensler erklärte, sie gäben jährlich nur 325 Millionen Dollar für Technologie aus, weniger als die großen Branchenakteure in zwei Wochen. Er schlug vor, dass die SEC und der Kongress bei einer Anhörung des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses zum Thema Marktvolatilität Anfang Mai zusammenarbeiten sollten, um die Regulierung von Kryptobörsen zu klären.
Michael Hsu, der Leiter des Office of the Comptroller of the Currency, gab jedoch bekannt, dass Gespräche mit der US-Notenbank Federal Reserve und der Federal Deposit Insurance Corporation geführt werden, um ein behördenübergreifendes Policy-Sprintteam zur Bewältigung kryptobezogener Probleme zu bilden.

