Coinbase befindet sich in einem eskalierenden Konflikt mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) im Streit um die Regulierung von Kryptowährungen. Die SEC bestätigte diese Position kürzlich mit der Ablehnung von Coinbases Antrag auf Erlass einer neuen Regelung, und die Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien verschärft sich dent .
Coinbase drängt die SEC zu Änderungen der Krypto-Regulierung
Coinbase argumentiert, dass die derzeitige Regulierung angepasst werden müsse, um eine Plattform zu schaffen, die besser für die Ausgabe digitaler Vermögenswerte geeignet sei. Mit der Begründung, die bestehenden Regeln seien zu umständlich, sah sich Coinbase dem anhaltenden Widerstand der SEC ausgesetzt. Die SEC bekräftigte ihrerseits ihre Position, dass das aktuelle Regulierungssystem ein gutes Gleichgewicht zwischen Anlegerschutz und Marktintegrität darstelle und der Kapitalbildung diene. Diese Entscheidung fiel nur wenige Wochen, nachdem die SEC den Zwischenantrag von Coinbase zurückgewiesen hatte, was die seit Langem bestehende Auseinandersetzung weiter verschärfte.
Coinbase unternahm zwar alles, um eine regulatorische Neuausrichtung zu erreichen, doch die jüngsten Stellungnahmen der SEC bekräftigen, dass Krypto-Assets und die bestehenden Wertpapiergesetze, die sich über Jahre bewährt haben, weiterhin vollkommen angemessen sind. Die Behörde hob unter anderem die Rechtsprechung hervor, die Gesetze auf Krypto-Wertpapiere nach denselben einheitlichen regulatorischen Grundsätzen anwendet. Die SEC verwies zudem darauf, dass ihre angekündigten regulatorischen Initiativen und andere Prioritäten Gründe für die Ablehnung des Vorschlags von Coinbase im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens darstellten.
Coinbase klagt gegen die SEC wegen Krypto-Regulierungen
Coinbase argumentiert, dass das Unternehmen im Rahmen der geltenden regulatorischen Bestimmungen derzeit keine angemessene Benachrichtigung erhält. Die Durchsetzungsmaßnahmen der SEC spiegeln einen neuen Kurs der Aufsichtsbehörde in Bezug auf Kryptowertpapiere wider. Coinbase betont, dass diese Kursänderung der Grund dafür ist, warum klarere Regulierungen für die Stabilität notwendig sind.
Die SEC weist dieses Argument zurück und argumentiert, dass es sich bei den Regelungs- und Durchsetzungsverfahren um unterschiedliche Vorgänge handle und ihre Zuständigkeit für Letztere unverändert sei. Die Begründung der SEC und ihre Entscheidung, den Antrag von Coinbase auf Änderung ihres Regulierungsansatzes abzulehnen, stützten sich auf das Verwaltungsverfahrensgesetz; das heißt, der derzeitige Ansatz der Behörde sei ausreichend und eine Änderung vorerst nicht erforderlich.
Paul Grewal
Chief Legal Officer von Coinbase, widerspricht dieser Argumentation und hält die Vorgehensweise der SEC für unfair und widersprüchlich. Insbesondere lehnt die SEC Coinbases Antrag auf Anfechtung der Klage ab. Die Berufung stützt sich auf die Feststellung des Berufungsgerichts, dass sich das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA aus dem Jahr 1946 üblicherweise auf die SEC stützt. Grewal hob die widersprüchlichen Entscheidungen der SEC in anderen ähnlichen Rechtsstreitigkeiten hervor, wie beispielsweise im langwierigen trac gegen Ripple Labs.

