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Samsung wurde wegen Patentverletzung zu einer Geldstrafe von 445,5 Millionen US-Dollar verurteilt

VonNellius IreneNellius Irene
Lesezeit: 2 Minuten
Samsung wurde wegen Patentverletzung mit einer Geldstrafe von 445,5 Millionen Dollar belegt.
  • Eine Jury in Texas verurteilte Samsung zur Zahlung von 445,5 Millionen Dollar, weil das Unternehmen die 4G-, 5G- und Wi-Fi-Technologie von Collision Communications ohne deren Erlaubnis verwendet hatte.
  • Die Beweislage zeigte, dass Samsung die Patente bereits Jahre zuvor kannte, die Technologie aber trotzdem weiterhin nutzte.
  • Das Urteil stellt einen bedeutenden Sieg für das kleine US-Unternehmen nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit dar.

Ein Bundesgericht in Marshall, Texas, hat Samsungtronzur Zahlung von fast 445,5 Millionen US-Dollar an Collision Communications wegen Patentverletzungen im Bereich der 4G-, 5G- und WLAN-Netzwerktechnologie verurteilt. Das Urteil zählt zu den höchsten Patentstrafen gegen den südkoreanischen Technologiekonzern in den letzten Jahren.

Die Jury urteilte, dass Samsungs Galaxy-Smartphones, Laptops und andere drahtlose Produkte Technologien nutzten, die vier Patente von Collision Communications verletzten. Das Urteil erging nach einem viereinhalbtägigen Prozess und zweistündiger Beratung der Jury. Den Vorsitz führte der US-Bezirksrichter Rodney Gilstrap am Eastern District of Texas, einem Gericht, das für seine Erfahrung mit bedeutenden Patentstreitigkeiten bekannt ist.

Jury urteilt, dass Samsung die Netzwerktechnologie von Collision kopiert hat

Collision warf Samsung vor, Technologie auf seinen Geräten ohne Genehmigung und ohne Zahlung der Nutzungsrechte zu verwenden. Das Unternehmen erklärte, Samsung habe seine Popularität durch die Nutzung fremder Technologie erlangt. Gleichzeitig habe Collision jahrelang darum gekämpft, dieselbe Technologie unabhängig auf den Markt zudent.

Die Jury prüfte Beweise aus Samsungs eigenen E-Mails und technischen Dokumenten, die belegten, dass Samsung bereits lange vor der Klage von Collisions Patenten wusste. Beide Unternehmen erörterten zwischen 2011 und 2014 mögliche Geschäftspartnerschaften und Lizenzvereinbarungen für die patentierte Technologie. 

Zeugen sagten aus, dass die Ingenieure und Manager des Technologiekonzerns den Wert der Technologie klar erkannten und deren Fähigkeit, Störungen zu reduzieren und die Datenübertragungsraten zu verbessern, sogar lobten. Diese Eigenschaften hätten Samsungs Produkte wettbewerbsfähiger machen können, doch das Unternehmen beendete die Verhandlungen, ohne eine Vereinbarung zu unterzeichnen oder für die Technologie zu bezahlen. Samsung brachte weiterhin Geräte auf den Markt, die dieselben patentierten Systeme nutzten.

Die Jury sprach Collision Communications 445.484.160 US-Dollar Schadensersatz zu. Sie verhängte zudem eine laufende Lizenzgebühr, was bedeutet, dass Samsung zukünftig weitere Zahlungen leisten muss, wenn das Unternehmen weiterhin Telefone, Laptops oder andere Geräte verkauft, die dieselbe Technologie nutzen. 

Kleine US-Kanzlei gewinnt nach jahrelangem Rechtsstreit wichtigen Prozess

Collision Communications kämpfte über zehn Jahre lang gegen Samsungtron, um seine Erfindungen zu schützen. Der leitende Anwalt Brad Caldwell von der Kanzlei Caldwell Cassady & Curry in Dallas erklärte, der Sieg sei eine Anerkennung und ein Zeichen des Respekts für ehrliche und harte Arbeit. Die Gründer von Collision hätten nicht nur ihre Zeit, sondern auch einen erheblichen Teil ihrer Ersparnisse und Energie in die Entwicklung ihrer Technologie investiert und diese über Jahre hinweg gegen alle Widerstände verteidigt.

Caldwell beschrieb den Prozess als einen der anspruchsvollsten, an denen sein Team je gearbeitet hatte. Ein Großteil der Arbeit bestand darin, komplexe Konzepte zur drahtloser Signale zwischen Mobiltelefonen, Mobilfunkmasten und Routern so zu vereinfachen, dass sie für die Geschworenen verständlich waren. Sein Team arbeitete monatelang an klaren Erklärungen, die die wissenschaftlichen Zusammenhänge verständlich machten.

Die Anwälte von Samsung, Victoria F. Maroulis und Sean Pak von der Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, wiesen die Vorwürfe zurück und argumentierten, die Patente seien ungültig. Sie erklärten, die Ingenieure des Smartphone-Herstellers hätten ihre eigenen Versionen der Technologiedententwickelt und die Arbeit von Collision nicht kopiert.

Die Jury befand, dass das Technologieunternehmen vorsätzlich Patentverletzung begangen habe, da es die Erfindungen kannte, sie aber dennoch nutzte. Samsung und seine Anwälte haben sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert, könnten aber noch Berufung einlegen.

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Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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