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Der deutsche Energiekonzern RWE erzielt nach dem Verkauf eines britischen Rechenzentrumsprojekts einen überraschenden Gewinnanstieg von über 200 Millionen Pfund

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Der deutsche Energiekonzern RWE erzielt nach dem Verkauf eines britischen Rechenzentrumsprojekts einen überraschenden Gewinnanstieg von über 200 Millionen Pfund.
  • RWE erzielte einen überraschenden Gewinnanstieg von über 200 Millionen Pfund, nachdem das Unternehmen sein britisches Rechenzentrumsprojekt an einen nicht genannten Cloud-Giganten verkauft hatte.

  • Der Verkauf steigerte den Gewinn in den ersten neun Monaten auf 3,48 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen trotz eines Rückgangs von 13 % im Vergleich zum Vorjahr.

  • Die Aktien legten um 4,6 % zu und erreichten damit den höchsten Stand seit 2011, da die Anleger auf den unerwarteten Kursgewinn reagierten.

RWE, Deutschlands größter Energiekonzern, hat gerade einen cleveren Schachzug gemacht: Er verkaufte ein britisches Rechenzentrumsprojekt mit einem satten Gewinn von 225 Millionen Euro (262 Millionen US-Dollar).

Diese Entscheidung bescherte dem Unternehmen in den ersten neun Monaten des Jahres einen überraschenden Gewinnanstieg.

Laut Bloomberg handelt es sich bei dem Käufer um einen der großen Cloud-Anbieter, die KI-Tools, Krypto-Cloud-Rigs und alles andere betreiben, was extrem viel Rechenleistung benötigt. RWE gibt jedoch nicht bekannt, um wen es sich handelt.

Dieser unerwartete Verkauf trieb das bereinigte EBITDA von RWE in den ersten neun Monaten auf 3,48 Milliarden Euro (4,06 Milliarden US-Dollar). Das entspricht einem Rückgang von 13 % gegenüber dem Vorjahr, liegt aber immer noch deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose von 3,14 Milliarden Euro in einer unternehmensinternen Umfrage.

Das Interessante daran ist, dass das cash aus dem Deal erst im Oktober auf dem Konto ankam, RWE es aber trotzdem in die Zahlen für Januar bis September einkalkulierte.

Unterdessen ist die Aktie von RWE laut Daten von Yahoo Finance bis Redaktionsschluss um bis zu 4,6 % gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit April 2011 erreicht.

RWE profitiert von diesem Rechenzentrumsdeal, als ob er von Blackwell -GPUs und einem Eimer Red Bull angetrieben würde.

KI-Boom löst Stromwettlauf und Landnahme in Rechenzentren aus

Laut Analysten von Jefferies ist die Verkaufsentscheidung von RWE absolut nachvollziehbar. Die Nachfrage nach energieintensiver KI-Rechenleistung macht Rechenzentren zu wahren Goldgruben.

Diese Hyperscaler (wie Google, Microsoft, Meta und Amazon) investieren Milliarden in neue Standorte, die allesamt Energie verbrauchen wie Krypto-Mining-Anlagen in einem Bullenmarkt. Der von RWE verkaufte Standort ist ein ehemaliges Kohlekraftwerk in Großbritannien.

Michael Müller, Finanzchef von RWE, sagte: „Der Boom der künstlichen Intelligenz treibt die weltweite Nachfrage nach Strom und damit auch die Nachfrage nach erneuerbaren Energien an.“

Und er hat Recht. Laut Barclays werden die fünf größten Hyperscaler trac. in Rechenzentren bis 2027 voraussichtlich verdoppeln und 500 Milliarden Dollar pro Jahr

Anfang dieses Jahres kürzte RWE seine Investitionspläne für grüne Technologien um 10 Milliarden Euro und begründete dies mit steigenden Projektkosten, insbesondere in (Sie ahnen es schon) den Vereinigten Staaten.

Währenddessen sollten wir uns mal ansehen, wer bei RWE eigentlich die Fäden in der Hand hält. Denn überraschenderweise kontrollieren Privatanleger laut Bloomberg-Daten 52 % des Unternehmens, während institutionelle Anleger 39 % halten – ein typisches Zeichen für einen großen Energiekonzern. Von Hedgefonds ist allerdings keine Spur, und der größte Einzelaktionär ist Qatar Holding LLC mit 9,2 % der Aktien. Die beiden nächstplatzierten Aktionäre besitzen 5,3 % bzw. 4,9 %.

Sogar die amerikanische Vermögensverwaltungsgesellschaft Capital Group hat gerade eine 3%ige Beteiligung an RWE erworben.

Da jedoch die Projektrisiken stiegen und die Renditen immer schwerer vorherzusagen waren, blieb dem Unternehmen keine andere Wahl, als die unnötigen Ausgaben in seinem Budget, das sich auf rund 10 Milliarden Euro belief, zu kürzen.

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