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Porsche verzeichnet im dritten Quartal einen Rekordverlust von 1,1 Milliarden US-Dollar aufgrund des Rückgangs bei Elektrofahrzeugen

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten,
Porsche verzeichnet im dritten Quartal einen Rekordverlust von 1,1 Milliarden US-Dollar aufgrund des Rückgangs bei Elektrofahrzeugen
  • Porsche meldete für die ersten neun Monate einen Einbruch des operativen Gewinns um 99 Prozent, die Umsatzrendite sank auf 0,2 Prozent.
  • Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Kosten in Höhe von 3,2 Milliarden Euro, die mit Änderungen im Produktportfolio und Anpassungen der Elektrofahrzeugplattform zusammenhängen.
  • Die Zollkosten haben bereits 500 Millionen Euro erreicht und könnten bis zum Jahresende auf 700 Millionen Euro steigen.

Porsche hat gerade seine schlechtesten Quartalszahlen aller Zeiten veröffentlicht und einen massiven operativen Verlust von 1,1 Milliarden Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) für das dritte Quartal bestätigt, nachdem das Unternehmen Teile seiner Elektrofahrzeugpläne gestoppt und seine Strategie in China und den Vereinigten Staaten neu geschrieben hat.

Dieser Verlust zeigte sich nicht in einer einzigen Kennzahl, sondern setzte sich aus verschiedenen Posten zusammen, darunter Plattformänderungen, Umstrukturierungen und steigende Zölle. Die Zahlen waren in den Neunmonatsergebnissen versteckt, wo sich der Schaden breit gefächert auswirkte.

Der Umsatz der ersten drei Quartale belief sich auf 26,86 Milliarden Euro (31,22 Milliarden US-Dollar), was einem Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der operative Gewinn brach auf lediglich 40 Millionen Euro (46,5 Millionen US-Dollar) ein, ein Einbruch von 99 % gegenüber dem Vorjahr.

Das bedeutete, dass die Umsatzrendite (ROS), ein wichtiger Indikator für die Rentabilität, von 14,1 % auf nahezu null Prozent (0,2 %) sank. „Dieses Ergebnis blieb deutlich hinter unseren Erwartungen zurück“, sagte Finanzvorstand Dr. Jochen Breckner bei der Präsentation der Geschäftszahlen.

Porsche senkt Jahresprognose und Gewinnmargen

Porsche senkte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr und erwartet nun 37 bis 38 Milliarden Euro, nach zuvor 40,1 Milliarden Euro. Breckner erklärte, das Unternehmen strebe nun eine Umsatzrendite zwischen 0 % und 2 % an, zuvor waren es 5 % gewesen.

Die Prognose für die EBITDA-Marge im Automobilsektor wurde ebenfalls gesenkt und liegt nun voraussichtlich zwischen 10,5 % und 12,5 %, gegenüber der vorherigen Prognose von 14,5 % bis 16,5 %.

Die größten Auswirkungen ergaben sich aus der geänderten Fahrzeugstrategie des Unternehmens. Porsche bestätigte letzten Monat, die Produktion von Verbrennungsmotoren für die Modelle Panamera und Cayenne bis weit in die 2030er-Jahre zu verlängern. Auch die Antriebspläne für ein kommendes dreireihiges SUV werden angepasst. Diese Entscheidungen haben ihren Preis. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Gesamtkosten von 3,2 Milliarden Euro (3,72 Milliarden US-Dollar) aufgrund der Modellplanänderungen und anderer Ausgaben.

Davon entfallen 1,8 Milliarden Euro (2,09 Milliarden US-Dollar) auf die Überarbeitung der neuen Elektrofahrzeugplattform.

Die Zölle verschärften die Situation zusätzlich. Porsche gab bekannt, im dritten Quartal bereits 500 Millionen Euro (581,3 Millionen US-Dollar) an zollbedingten Kosten getragen zu haben. Laut Breckner könnten diese Kosten bis zum Jahresende auf 700 Millionen Euro (813,67 Millionen US-Dollar) ansteigen.

Dies folgt auf ein Abkommen über einen 15-prozentigen Zollsatz, das die EU Anfang des Sommers unterzeichnet hat. Der neue Zollsatz gilt seit dem 1. August für Exporte und hat die Gewinnmargen von Porsche stark beeinträchtigt.

Nordamerikas Konjunktur stagniert, Chinas Sparmaßnahmen verschärfen sich, Führungswechsel zeichnen sich ab

Auch in Nordamerika gingen die Umsätze zurück, was das Unternehmen jedoch auf geringere Importe nach der Sommerpause und hohe Lagerbestände aus dem späten zweiten Quartal zurückführte. In China sieht die Lage derweil noch schlechter aus.

Porsche bezeichnete die Marktbedingungen dort als „herausfordernd“ und verwies auf die geringere Nachfrage im Luxussegment und den stärkeren Preisdruck. Das Unternehmen reagiert darauf mit dem Abbau von Händlerbetrieben, Personal und Kosten für Stakeholder, um die Verluste einzudämmen.

Auch Führungswechsel stehen bevor. CEO Oliver Blume, der derzeit sowohl bei Volkswagen als auch bei Porsche an der Spitze steht, wird als Porsche-CEO zurücktreten.

Der ehemalige McLaren-Chef Michael Leiters wird ab dem 1. Januar 2026 das Amt übernehmen. Aktuell ist die Porsche-Aktie seit Jahresbeginn um fast 20 % gefallen.

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