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Der Einkaufsmanagerindex ist hoch, aber das Verbrauchervertrauen in die US-Wirtschaft ist gering. Interpretieren wir diese widersprüchlichen Signale richtig?

In diesem Beitrag:

  • Das Wachstum im April ist auf Panikkäufe und Hamsterkäufe zurückzuführen, nicht auf eine reale Nachfrage.
  • Die Preise steigen rasant, und 70 % der Amerikaner sagen, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert.
  • Die US-Notenbank steckt in einer Zwickmühle zwischen einer sich abschwächenden Wirtschaft und steigender Inflation, was Zinssenkungen unwahrscheinlich macht.

Die Wirtschaftstätigkeit hat im April wieder angezogen, aber die Amerikaner zahlen für fast alles mehr, und die meisten sagen, dass sich die Lage nur noch verschlimmert.

Der US-PMI-Gesamtindex liegt diesen Monat bei 52,0, dem höchsten Wert seit drei Monaten, was laut neuen Daten von S&P Global auf eine leichte Erholung nach einem schwachen März hindeutet.

Allerdings stiegen die Durchschnittspreise für Waren und Dienstleistungen so schnell wie seit Juli 2022 nicht mehr – ein Signal, das sowohl Verbraucher als auch Gesetzgeber beunruhigen sollte.

Auf dem Papier machte der Produktionsbereich des Berichts einen soliden Eindruck. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe erreichte mit 54,0 den höchsten Stand seit 47 Monaten.

Ökonomen raten jedoch zur Vorsicht. Ein Großteil dieses Wachstums resultierte nicht aus tatsächlich gestiegenen Konsumausgaben, sondern aus dem überstürzten Vorräten der Unternehmen, die sich vor weiter steigenden Preisen oder dem Zusammenbruch der Lieferketten schnellstmöglich eindeckten.

Die Umfragen waren voll von Phrasen wie „Panikkäufe“ und „Notkäufe“, eine Sprache, die eher auf Angst als auf Zuversicht hindeutet.

Der Dienstleistungssektor präsentierte sich unauffälliger. Der PMI für den Dienstleistungssektor stieg zwar leicht auf 51,3, doch das ist immer noch der zweitniedrigste Wert des vergangenen Jahres. Die Neuaufträge legten kaum zu.

Unternehmen und Haushalte im Tourismussektor, im Finanzdienstleistungssektor und anderen Branchen halten sich mit Ausgaben zurück. Die Menschen warten ab, was als Nächstes passiert, belastet von geopolitischen Spannungen und angespannten Budgets.

Lieferketten unter Druck

Die Lieferketten stehen unter enormem Druck. Die Lieferverzögerungen der Fabriklieferanten im April waren die schlimmsten seit August 2022.

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Ein Teil davon ist auf Schwierigkeiten im Schiffsverkehr aufgrund der andauernden Kampfhandlungen in Übersee zurückzuführen.

Ein Teil davon rührt daher, dass Unternehmen vorsichtshalber überschüssige Lagerbestände kaufen, was das Angebot weiter verknappt und die Kosten in die Höhe treibt.

Die Preisinformationen im Bericht sind beunruhigend. Die Inflation bei Industrieprodukten erreichte den höchsten Stand seit zehn Monaten. Im Dienstleistungssektor stiegen die Preise so stark wie seit 45 Monaten nicht mehr.

Die Inputkosten stiegen so schnell wie seit elf Monaten nicht mehr. Insgesamt lässt sich die Inflation immer schwerer ignorieren.

Auch die Amerikaner spüren die Auswirkungen. Laut einer neuen Umfrage von Fox News glauben 70 % der dent , dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 55 % vor einem Jahr.

Lediglich 26 % gaben an, die Lage habe sich verbessert. Dieser Pessimismus ist parteiübergreifend. Selbst unter Republikanern bezeichneten 56 % die wirtschaftliche Situation als schlecht.

Die Zustimmungswerte sinken mit steigenden Energiekosten

dent Präsident Trumps Wirtschaftspolitik haben einen Dämpfer erhalten. Sie fielen im April auf 30 Prozent, nach 38 Prozent im März.

Der Verbraucherpreisindex stieg im März um 3,3 Prozent und lag damit leicht über dem Niveau zu Beginn seiner Amtszeit.

Etwa jeder vierte Amerikaner ist mit seinem Umgang mit den Lebenshaltungskosten zufrieden. Ein Hauptgrund für diese Unzufriedenheit sind die Energiekosten, die durch den andauernden Konflikt mit dem Iran in die Höhe getrieben wurden.

Dieser Konflikt prägt auch die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft.

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Die USA haben eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, während die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran die Ölpreise auf fast 90 Dollar pro Barrel getrieben hat.

Die Aussicht, dass der Benzinpreis auf 5 Dollar pro Gallone steigen könnte, bereitet sowohl dem Weißen Haus als auch der US-Notenbank (Federal Reserve) große Sorgen.

Für die Fed wird die Situation immer schwieriger zu bewältigen.

Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global, sagte, wenn sich die Inflation weiterhin in die Richtung entwickelt, die die PMI-Daten nahelegen, werde es für die Zentralbank viel schwieriger, eine Senkung der Zinssätze zu rechtfertigen.

Die Diskrepanz zwischen den Zahlen und dem Empfinden der Menschen ist kaum zu übersehen. Ein PMI-Wert von 54,0 im verarbeitenden Gewerbe signalisiert normalerweise ein solides Wachstum.

Diese Entwicklung wird jedoch nicht durch die tatsächliche Kundennachfrage motiviert, sondern durch defensive Maßnahmen der Unternehmen, die darauf abzielen, sich gegen Unsicherheiten abzusichern.

Möglicherweise reicht die tatsächliche Nachfrage nicht aus, um diesen Trend aufrechtzuerhalten, wenn die Lagerhaltung schließlich nachlässt.

Im Moment befindet sich die Fed in einem Dilemma: Einerseits scheint es der Wirtschaft gut zu gehen, andererseits wird die Inflation eher durch Angst als durch Wachstum angeheizt.

Jegliche Diskussion über Zinssenkungen bleibt bis zu einer Änderung dieser Tatsache strikt ausgesetzt.

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