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Das Fitnessunternehmen Peloton sieht sich einer Klage wegen der Verarbeitung von Nutzerdaten gegenüber

VonBrenda KananaBrenda Kanana
Lesezeit: 2 Minuten,
Das Fitnessunternehmen Peloton sieht sich wegen der Verarbeitung von Nutzerdaten einer Klage gegenüber
  • Peloton wurde in Kalifornien verklagt, weil Drift ohne Zustimmung der Nutzer deren Chatdaten verarbeiten durfte.
  • Sowohl Peloton als auch Drift sollen gegen den California Invasion of Privacy Act verstoßen haben.
  • In der Beschwerde wird behauptet, dass die Nutzer nicht wussten, dass Drift ihre Chatinhalte aufzeichnete und analysierte.

Peloton muss sich in Kalifornien wegen des Vorwurfs der unbefugten Verarbeitung von Nutzerchatdaten vor Gericht verantworten. Dem Fitnessunternehmen, das bereits zweimal versucht hat, die Klage abweisen zu lassen, wird vorgeworfen, dem Drittunternehmen Drift ohne Zustimmung Zugriff auf Nutzerdaten gewährt zu haben.

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Im Juni 2023 reichte die Anwaltskanzlei Consumer Advocates eine Sammelklage gegen Peloton ein. Darin wird behauptet, dass die Kommunikation zwischen App-Nutzern und dem Support-Team des Unternehmens über das System von Drift, einem KI-Marketingunternehmen, geführt wurde – und zwar ohne die Zustimmung der Nutzer. Sowohl Peloton als auch Drift sollen gegen den California Invasion of Privacy Act (CIPA) verstoßen haben, die Klage richtet sich jedoch nur gegen Peloton. 

Die KI-Marketingpraktiken von Drift werden kritisch hinterfragt.

Peloton bietet auf seiner Website eine Live-Chat-Funktion für Kundenanfragen an. Laut der Beschwerde wussten die Nutzer nicht, dass Drift ihre Chatverläufe aufzeichnete und analysierte. Neben den Chatprotokollen erfasste das System von Drift auch die IP-Adressen, Gerätetypen und weitere Informationen der Website-Besucher. Diese Daten wurden angeblich für das Training der KI-Systeme von Drift, darunter KI-Chatbots, verwendet. 

Trotz Pelotons Bemühungen, die Klage abweisen zu lassen, hat das Gericht die Fortsetzung des Verfahrens – wenn auch unter Auflagen – zugelassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Peloton die betroffenen Nutzer um Erlaubnis gefragt hat, bevor deren Daten an Drift weitergegeben wurden. Zwar ist es Peloton gestattet, die Chatverläufe einzusehen, da diese Teil der Konversation sind, das eigentliche Problem liegt jedoch in der Weitergabe dieser Informationen an Drift. 

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Drift, das im Februar von Salesloft übernommen wurde, konzentriert sich auf dialogbasierte KI für Kundenservice und Marketing. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Konsumenten personalisierte Inhalte in Echtzeit bereitzustellen. Der Fall gegen Peloton wirft jedoch ein Schlaglicht auf die Frage nach dem verbleibenden Vertrauen und der Transparenz bei der KI-Datenerfassung. 

In ihrem Bericht von 2022dentDrift Vertrauen und Wahrnehmung als zwei Schlüsselfaktoren für die Zukunft der KI. Das Unternehmen empfahl seinen Kunden, eine zu starke Abhängigkeit von Drittanbieter-Cookies zu vermeiden und sich stattdessen auf den Aufbau von Strategien für eigene Daten zu konzentrieren. 

Rechtsstreit verschärft die jüngsten Herausforderungen für Peloton.

Das Gericht wird nun prüfen, ob die Peloton-Kunden ausreichend über den Umgang mit ihren Daten informiert waren und ob sie diesbezüglich selbst entscheiden konnten. Obwohl Drift in der Klage nicht direkt genannt wird, hat der Fall Auswirkungen auf Datenschutz und KI-Ethik. 

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Der Rechtsstreit kommt für Peloton zu einem schwierigen Zeitpunkt. Das Unternehmen hat zuletzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, nachdem es während der Pandemie-Lockdowns einen Umsatzanstieg verzeichnen konnte. Der Aktienkurs von Peloton ist von 160 US-Dollar Ende 2020 auf aktuell 3,50 US-Dollar gefallen. 

Das Unternehmen wurde letztes Jahr außerdem wegen Sicherheitsmängeln an seinen Laufbändern, die zu Verletzungen und dem Tod eines Kindes führten, mit einer Geldstrafe von 19 Millionen Dollar belegt. Im Mai trat Barry McCarthy nach weiteren Entlassungen als CEO zurück, was einen schweren Schlag für das Unternehmen bedeutete.


Cryptopolitan Berichterstattung von Brenda Kanana

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Brenda Kanana

Brenda Kanana

Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.

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