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Nvidia bereitet gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein 1,2 Milliarden Dollar teures Rechenzentrum in Deutschland vor

VonHannah CollymoreHannah Collymore
Lesezeit: 2 Minuten
Nvidia bereitet gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein 1,2 Milliarden Dollar teures Rechenzentrum in Deutschland vor
  • Nvidia und die Deutsche Telekom arbeiten zusammen, um in München ein 1 Milliarde Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) teures, auf künstliche Intelligenz ausgerichtetes Rechenzentrum zu errichten.
  • Europa versucht, seine KI-Infrastruktur zu stärken und die Abhängigkeit von US-amerikanischer und chinesischer Technologie zu verringern.
  • Die American Depositary Receipts der Deutschen Telekom erreichten nach Bekanntwerden der Partnerschaft einen Höchststand im Laufe des Tages und stiegen um bis zu 2,2 %.

Nvidia und die Deutsche Telekom arbeiten gemeinsam am Bau eines 1,2 Milliarden Dollar teuren KI-Rechenzentrums, da Europa massiv in seinen KI-Sektor investiert, um die Abhängigkeit von US-amerikanischer und chinesischer Technologie zu verringern.

Obwohl der geplante Bau des Rechenzentrums kleiner ist als vergleichbare Projekte in den USA, stellt er dennoch einen wichtigen Schritt hin zur KI-Unabhängigkeit Europas dar und birgt das Potenzial, weitere Investitionen in der gesamten Region nach sich zu ziehen.

Nvidia engagiert sich, während Europa versucht, eine KI-Infrastruktur aufzubauen

Nvidia und die Deutsche Telekom wollen ihre Pläne für ein 1 Milliarde Euro (ca. 1,2 Milliarden US-Dollar) teures Rechenzentrum in München vorstellen. SAP, Europas größtes Softwareunternehmen, wurde bereits als einer der ersten Großkunden genannt.

Die Ankündigung wird voraussichtlich im Laufe des nächsten Monats in Berlin durch den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Tim Höttges, den CEO von Nvidia, Jensen Huang, den CEO von SAP, Christian Klein, und den deutschen Digitalminister Karsten Wildberger erfolgen.

Das neue Rechenzentrum wird Europas Rechenleistung , da die Region versucht, der Sorge entgegenzuwirken, gegenüber amerikanischen und chinesischen Technologieunternehmen ins Hintertreffen zu geraten, die bereits jetzt enorme Ressourcen in die KI-Infrastruktur investieren.

In den USA haben Microsoft und Googles Mutterkonzern Alphabet Hunderte von Milliarden Dollar in den Bau von KI-gestützten Rechenzentren investiert. Diese Großprojekte sind darauf ausgelegt, den hohen Energiebedarf für das Training und den Betrieb generativer KI-Modelle zu decken.

Auch wenn das Rechenzentrum von Nvidia und der Deutschen Telekom nicht so groß ist wie einige in den USA, zeigt es doch, dass Europa eigene KI-Systeme entwickeln und eigene Daten speichern will, anstatt von ausländischen Technologieunternehmen abhängig zu sein. Es trägt außerdem dazu bei, dass europäische Daten sicher bleiben und den strengen Datenschutzgesetzen der Region entsprechen.

Europas Aufholstrategie

Das Münchner Projekt soll voraussichtlich rund 10.000 der leistungsstärksten Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia nutzen, die das Rückgrat moderner KI-Systeme bilden. Diese Zahl ist gering im Vergleich zu Projekten wie dem Rechenzentrum , das derzeit von SoftBank Group Corp., OpenAI und Oracle Corp. in Texas gebaut wird und Berichten zufolge etwa 500.000 GPUs beherbergen soll. Das ist 50-mal so viel wie am geplanten deutschen Standort.

Dennoch stellt die Zusammenarbeit einen wichtigen Meilenstein für Europas KI-Ambitionen dar. Nvidia-CEO Jensen Huang hatte Europa kürzlich dazu aufgerufen, mehr in eigene Computertechnologie zu investieren. Er warnte davor, dass europäische Unternehmen ohne höhere Investitionen zu stark von US-amerikanischen Technologiekonzernen abhängig werden und die Kontrolle über ihre Daten und Innovationen verlieren könnten.

Im Februar kündigte die Europäische Union einen 233 Milliarden Dollar schweren Plan zur Förderung der KI-Entwicklung im gesamten Block an. Die Initiative zielt darauf ab, Europas Rechenkapazität in den nächsten fünf bis sieben Jahren zu verdreifachen und die Schaffung sogenannter KI-„Gigafabriken“ zu fördern. Dabei handelt es sich um große, energieeffiziente Anlagen, die der Verarbeitung und dem Training von KI-Modellen dienen.

Obwohl mehrere Unternehmen, darunter die Deutsche Telekom, Gespräche über eine Teilnahme am EU-Förderprogramm für Künstliche Intelligenz geführt haben, ist die EU noch nicht abschließend darüber informiert, wie sie Anträge bewerten und Fördermittel verteilen wird. Diese Unsicherheit hat Unternehmen veranlasst, Investitionen zu verzögern und wichtige Projekte zu verlangsamen.

Die American Depositary Receipts der Deutschen Telekom stiegen nach Bekanntwerden der Partnerschaft um bis zu 2,2 % und erreichten damit einen Höchststand im Laufe des Tages.

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