Europäische Private-Capital-Firmen nutzen die KI-Dynamik der USA für 20 Mrd. $ an Rechenzentrums-Deals

- Europäische Unternehmen, darunter Oaktree, EQT und Partners Group, verkaufen Datenzentrum-Vermögenswerte im Wert von über 20 Milliarden US-Dollar, um von der KI-getriebenen Nachfrage zu profitieren.
- In diesem Jahr wurden weltweit mehr als 46 Milliarden US-Dollar an Deals für Rechenzentren abgeschlossen, weitere 35 Milliarden US-Dollar stehen aus.
- Der globale Wettlauf zur Erweiterung von Cloud- und KI-Kapazitäten zieht Investoren an und führt zu Rekordinvestitionen.
Europäische Firmen haben in nur wenigen Wochen Rechenzentrums-Deals im Wert von fast 17 Milliarden Euro (20 Milliarden US-Dollar) gestartet. Private-Equity- und Infrastrukturinvestoren in ganz Europa beschleunigen den Verkauf und Erwerb von Rechenzentren und reiten auf der Welle der globalen Nachfrage nach künstlicher Intelligenz.
Oaktree Capital Management, Partners Group und EQT haben jeweils den Verkauf ihrer Rechenzentrums-Assets im Milliardenhöhe eingeleitet, gefolgt von der Dynamik, die von US-basierten Transaktionen ausgegangen ist.
Oaktree hat begonnen, den Verkauf eines Teils seines Pure DC-Geschäfts zu erkunden, das insgesamt bis zu 5,85 Milliarden US-Dollar wert ist, mit Rechenzentren in ganz Europa und dem Nahen Osten.
Schweizs Partners Group sucht bis zu 4,7 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von atNorth, einem nordischen Rechenzentrumsbetreiber. Schwedens EQT, ein weiterer großer Akteur im Private Equity, hat ebenfalls den Verkauf von GlobalConnect, seinem Breitband- und Rechenzentrums-Geschäft, gestartet, das 9,4 Milliarden US-Dollar einbringen könnte.
Europa häuft Rechenzentrums-Deals an
Während die größten Technologieunternehmen der Welt damit wetteifern, ihre KI-Infrastruktur auszubauen, positionieren sich Private-Capital-Firmen in Europa nun, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren. Die Welle von Transaktionen unterstreicht, dass Investoren von den stabilen, vertraglich gesicherten Einnahmequellen der Rechenzentren und ihrer langfristigen Nachfrageaussichten angezogen werden.
In den USA befindet sich BlackRock’s Global Infrastructure Partners in fortgeschrittenen Verhandlungen, um Aligned Data Centers von Macquarie zu kaufen. Die Transaktion könnte fast 40 Milliarden US-Dollar wert sein und wäre eine der größten Deals der Branche.
Deutsche Bank’s DWS bereitet den Verkauf seines Rechenzentrums-Geschäfts NorthC vor und zielt auf rund 2,3 Milliarden US-Dollar ab, während Orange, Frankreichs größter Telekommunikationsanbieter, plant, einen Anteil an mehreren seiner französischen Rechenzentren zu verkaufen.
„Einige dieser Plattformen wachsen über ihre bestehenden Eigentümer hinaus, und neue Investoren mit tieferen Taschen treten ein, um ihre multibillionenschweren Cloud- und KI-Infrastrukturprojekte zu finanzieren“, sagte Burkhard Koep, Leiter für Medien und Telekommunikation für Europa, den Nahen Osten und Afrika bei JPMorgan, .
Rekordjahr für Dateninfrastruktur
Global hat der Markt für Fusionen und Übernahmen im Bereich Rechenzentren bereits beispiellose Höhen erreicht. Laut Synergy Research Group gab es in diesem Jahr bereits 162 abgeschlossene Deals im Wert von mehr als 46 Milliarden US-Dollar, wobei weitere 45 ausstehende Transaktionen im Wert von rund 35 Milliarden US-Dollar anstehen.
Letztes Jahr war bereits eine rekordverdächtige Periode, mit 287 Rechenzentrums-Deals, die sich auf einen Gesamtwert von über 77 Milliarden US-Dollar beliefen. Analysten sagen, dass 2025 diesen Meilenstein erreichen oder sogar übertreffen könnte.
John Dinsdale, Chief Analyst bei Synergy, sagte, dass der Anstieg durch einen „unstillbaren Appetit auf Rechenzentrums-Kapazität“ und den anhaltenden Kampf der Betreiber, die Expansion intern zu finanzieren, getrieben wird.
„Was treibt es an? Das Übliche – die Notwendigkeit, weiterhin neue Rechenzentren zu bauen, und die Unfähigkeit der aktuellen Betreiber, diese Investitionen intern zu finanzieren“, sagte Dinsdale. „Potenzielle Käufer betrachten Rechenzentren als eine sichere Wette für Investitionen, daher fließt Geld in den Markt.“
Das Training und der Betrieb von KI-Modellen erfordern immense Rechenleistung, was dazu geführt hat, dass Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft Azure ihre Kapazitäten aggressiv ausbauen.
Private-Capital-Firmen sehen den Wettlauf zur Finanzierung der Infrastruktur der nächsten Generation, wie hocheffiziente Kühlsysteme, die Integration erneuerbarer Energien und KI-optimierte Netzwerke.
Analysten sagen, dass diese Welle von Deals eine „neue Ära der digitalen Infrastrukturfinanzierung“ widerspiegelt, in der traditionelle Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen zunehmend globalen Investmentmanagern Platz machen, die in der Lage sind, die trillionenschweren Infrastrukturbedürfnisse von KI zu erfüllen.
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Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung im Bloggen und in der Berichterstattung über Events im Krypto-Bereich. Bei Cryptopolitan arbeitet sie an der News-Seite und berichtet sowie analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Krypto-Regulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat ihr Studium an der Arcadia University mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft abgeschlossen.
















