Wird Myanmar das nächste Land sein, das den BRICS beitritt? – Was wir wissen

- Myanmar möchte 2024 der BRICS-Gruppe beitreten und deren Währung einführen.
- Kan Zaw, Myanmars Minister für Investitionen und Außenwirtschaftsbeziehungen, bestätigte ihr Interesse.
- Die BRICS-Staaten expandieren: Im vergangenen Jahr wurden sechs Länder eingeladen, und für den Gipfel 2024 sind weitere Einladungen geplant.
- Der Block will mit Initiativen wie der Neuen Entwicklungsbank die globalen Finanznormen in Frage stellen.
Myanmar hat den BRICS-Beitritt fest im Blick und ist nach wie vor bestrebt, sich dem Trend anzuschließen und ab 2024 mit der BRICS-Währung zu handeln. Das Land steht voll und ganz hinter den Währungsplänen der BRICS-Gruppe.
Kan Zaw, der für Investitionen und Außenwirtschaftsbeziehungen in Myanmar zuständige Chef, plauderte diese Woche aus dem Nähkästchen. Er sagte, man pflege schon seit einiger Zeit gute Beziehungen zur SCO (Shanghai Cooperation Organisation). Und was die BRICS-Staaten und die ganze Sache mit der gemeinsamen Währung angehe, sei Myanmar laut Zaw voll dabei.
Die BRICS-Staaten haben in letzter Zeit ein rasantes Wachstum erlebt und im vergangenen Jahr sechs neue Mitglieder aufgenommen. Sie alle wollen sich vom Dollar lösen und ihre eigene Währung stärken. Angesichts des bevorstehenden Gipfels 2024 drängen die Länder auf einen Platz in der Hierarchie, und Myanmar gehört, wie Zaw unmissverständlich klarstellte, ganz vorne mit dabei.
Sollte die BRICS-Gruppe zustimmen, würde Myanmar sich Ländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Iran, Ägypten und Äthiopien anschließen, die sich Anfang 2024 dem Bündnis angeschlossen haben. Argentinien hingegen zog sich nach einem Führungswechsel im vergangenen Oktober zurück. Die BRICS-Staaten sehen das jedoch gelassen; sie planen, beim nächsten Gipfeltreffen sechs weitere Länder einzuladen, wobei Indien bereits angedeutet hat, wer auf der Gästeliste stehen könnte.
Die BRICS-Staaten haben sich zu einer Bewegung entwickelt, die tiefgreifende Veränderungen in der globalen Geschäftswelt anstrebt. Den Anfang machte die Neue Entwicklungsbank (NDB) im Jahr 2013 mit einem Startkapital von 50 Milliarden US-Dollar. Die in Shanghai ansässige NDB investiert seitdem massiv in diverse Projekte und versucht, die Weltwirtschaft grundlegend zu verändern.
Wenn man den Fokus auf Handel und Investitionen der BRICS-Staaten richtet, wird es interessant, insbesondere zwischen Indien und China. Sie erzielten 2022 einen Rekordhandelswert von 135,98 Milliarden US-Dollar, wobei Indien mehr Waren aus China importierte als je zuvor. China ist das Schwergewicht innerhalb der Gruppe und nutzt die BRICS-Staaten als Plattform, um die US-Dominanz herauszufordern und sich für eine Welt einzusetzen, in der mehr Stimmen gehört werden.
Doch es läuft nicht alles reibungslos. Je größer die Gruppe wird, desto schwieriger wird es, alle an einem Strang ziehen zu lassen. Indiens boomende Wirtschaft bringt viel Potenzial mit sich, und gemeinsam bilden die BRICS-Staaten eine bedeutende globale Macht, die einen großen Teil der Welt und ihrer Bevölkerung umfasst. Sie treiben mehr Handel miteinander als je zuvor – eine großartige Nachricht für alle Beteiligten.
Die BRICS-Staaten haben intensiv daran gearbeitet, den Handel anzukurbeln und mehr Investitionen aus Entwicklungsländerntrac. Sie haben Abkommen geschlossen, Zölle gesenkt und den Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen ihren Ländern erleichtert. Diese Strategie hat sich ausgezahlt: Handel und Investitionen innerhalb der Gruppe sind sprunghaft angestiegen.
Laut UNCTAD haben die ausländischen Direktinvestitionen der BRICS-Staaten einen sprunghaften Anstieg von 27 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 167 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 verzeichnet. China ist dabei führend, aber auch Brasilien und Indien profitieren von hohen Investitionen ihrer BRICS-Partner. Russland und Südafrika spielen ebenfalls eine Rolle, verzeichnen aber nicht ganz dasselbe Investitionsvolumen.
Die BRICS-Staaten wissen, dass sie ihre Handels- und Investitionsaktivitäten verstärken müssen, um die positive Entwicklung fortzusetzen. Sie wollen unter anderem ihre Produktions- und Transportsektoren ausbauen. Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie setzen sie sich für eine Politik ein, die Investitionen und Geschäftstätigkeiten erleichtert.
Doch innerhalb der Gruppe besteht Raum für weitere Investitionen, insbesondere angesichts des hohen Handelsvolumens. Eine verstärkte Zusammenarbeit bei Investitionen könnte die Entwicklung deutlich beschleunigen, Wachstum fördern, neue Technologien einführen und Arbeitsplätze schaffen. Zudem arbeiten sie an Möglichkeiten, die Stabilität ihrer Cybernetzwerke zu gewährleisten, was die Zusammenarbeit weiter intensivieren wird.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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