Teslas Elon Musk und andere Verbündete von Trump bestätigen, was Ökonomen schon lange über Donald Trumps Wirtschaftspläne sagen: Seine Zölle werden die Dinge für die Verbraucher verteuern.
Musk, ein tron Trump-Unterstützer, stimmte einem Beitrag auf X zu, der davor warnte, dass Trumps geplante Zölle zu einer „schweren Überreaktion in der Wirtschaft“ führen und einen „Markteinbruch“ verursachen könnten, bevor sich die Märkte möglicherweise stabilisieren würden. Seine Antwort darauf war ein schlichtes „Klingt plausibel“.
Trumps Team beharrt jedoch darauf, dass diese Auswirkungen nur vorübergehend wären. Ihrer Ansicht nach rechtfertigen die potenziellen Vorteile der Zölle die anfänglichen Kosten.
Zölle sollen die Verbraucherpreise für Importe erhöhen
Die vondent Kamala Harris geprägte Bezeichnung „Trump-Verkaufssteuer“ verdeutlicht, wie sich Zölle auf den Geldbeutel der Verbraucher auswirken würden. Harris betonte, dass Trumps Zölle für alle höhere Preise bedeuten würden.
Howard Lutnick, CEO von Cantor Fitzgerald und Co-Vorsitzender des Übergangsteams Trump-Vance für 2025, stimmt Musk vollkommen zu.
In einem Interview mit CNBC erklärte Lutnick, dass Zölle die Preise importierter Waren erhöhen würden. „Richtig: Wenn ich die Zölle nur auf dieses spezielle, besondere Produkt erhöhe, ja, dann wird es teurer.“
Er räumte jedoch einen entscheidenden Fehler dieser Strategie ein. Wenn ein Produkt nicht im Inland hergestellt wird, bleibt einem nichts anderes übrig, als mehr zu bezahlen.
Trumps Vizepräsidentschaftskandidat, Senator JD Vance, vertritt dieselbe Ansicht. Seiner Meinung nach könnten etwaige finanzielle Einbußen für Verbraucher an der Kasse durch potenzielle Lohnsteigerungen ausgeglichen werden, und er argumentiert sogar, dass man letztendlich „viel besser dastünde“. Er hat stets die Idee vertreten, dass diese kurzfristigen Einbußen zu langfristigen Vorteilen führen würden.
Trumps Zölle könnten wichtige US-Sektoren treffen
Nicht jeder teilt die Ansicht, dass es sich um einen „vorübergehenden Schmerz“ handelt. Harris hat diesen Punkt in wichtigen Swing States, insbesondere in Michigan, immer wieder betont, wo sie die Auswirkungen von Trumps Zollstrategie auf den Produktionssektor erörterte.
Bei einem Besuch bei Hemlock Semiconductor in Saginaw County warnte Harris die Wähler vor Trumps Wirtschaftspolitik. Sie verwies auf den Verkauf hochentwickelter Chips an China durch seine Regierung, ein Schritt, der ihrer Ansicht nach Chinas militärische Ambitionen nur befeuert und den Sicherheitsinteressen der USA zuwiderläuft.
Die Biden-Administration hingegen hat Milliarden in die Halbleiterproduktion in den USA investiert, unter anderem durch Initiativen wie den CHIPS and Science Act.
Die Anlage von Hemlock Semiconductor, die eine Förderung von 325 Millionen Dollar erhielt, war eine von mehreren Investitionen dieser Art, die darauf abzielten, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zu verringern. Harris betonte, dass inländisches Wachstum und Sicherheit Priorität hätten, und wies darauf hin, dass Trump diese Schritte kritisiert habe.
Umfragen deuten zudem darauf hin, dass Trumps Wirtschaftsvorschläge nicht überall auf Zustimmung stoßen. Zwar zeigt die gesamtamerikanische Wirtschaftsumfrage vom Oktober, dass Trump in Wirtschaftsfragen knapp vor Harris liegt (46 % für Trump, 38 % für Harris), doch ist dieser Vorsprung nicht groß.
Umfragen in den umkämpften Bundesstaaten zeigen einen ähnlichen Vorsprung von 8 Punkten für Trump, was die gemischten Reaktionen der Öffentlichkeit auf seine Politik widerspiegelt.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Stärke des Dollars
Ökonomen beobachten die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die parallel zu Trumps steigenden Erfolgsaussichten in den Prognosemärkten zugenommen hat. Höhere Chancen für einen Wahlsieg Trumps scheinen mit steigenden Renditen von US-Staatsanleihen zu korrelieren.
Der Zusammenhang? Die weitverbreitete Annahme, dass Trumps Präsidentschaft zu höheren defiführen und dadurch möglicherweise die Inflation anheizen würde, was wiederum die Zinsen in die Höhe treibt. Diese höheren defikönnten die US-Notenbank zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen, was im Allgemeinen den Dollar stärkt.
Ironischerweise sollen Trumps Zölle die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Industrie stärken, doch der dadurch tron Dollar würde US-Exporte verteuern. Trumps eigenes Wirtschaftsumfeld spiegelt diesen Widerspruch wider.
Robert Lighthizer, ein Berater von Trump, ist dafür bekannt, einen schwächeren Dollar zu befürworten, während andere, wie Scott Bessent, vermuten, dass Trumps Zolldrohungen in Wirklichkeit nur Verhandlungstaktiken sind, um genau das zu erreichen.
Mit einemtronDollar stehen amerikanische Exporte weltweit vor größeren Herausforderungen, da ausländische Käufer amerikanische Waren als teurer empfinden werden. Der Vorteil für Trumps Anhänger liegt im potenziellen Aufschwung amerikanischer Produkte auf dem heimischen Markt.
Der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Wang bezeichnete dies als eine sich selbst verstärkende Situation, die die globalen Finanzbedingungen so lange verschärfen könnte, bis andere Länder ihre Zinsen senken. Laut Wang könnte dieses Szenario den Dollar weiter stärken – ein Kreislauf, der erst dann durchbrochen werden kann, wenn globale Käufer die Finanzierung der US- defieinstellen.
Investoren betrachten den US-Dollar als sicheren Hafen, weil er durch einen offenen und liquiden Schuldenmarkt gedeckt ist, was ihn auch inmitten höherer defiwiderstandsfähig macht.

