Meta sichert sich 29 Milliarden Dollar Finanzierung für Rechenzentrum in Louisiana durch Pimco und Blue Owl

- Meta Platforms wählt Pacific Investment Management Co. und Blue Owl Capital Inc. als führende Finanzierungspartner.
- Pimco übernimmt den Schuldenanteil in Höhe von 26 Milliarden Dollar, während Blue Owl Eigenkapital in Höhe von 3 Milliarden Dollar beisteuert.
- Meta hat seine Investitionen in KI in diesem Jahr erhöht.
Meta Platforms Inc. hat Pacific Investment Management Co. (PIMCO) und Blue Owl Capital ausgewählt, um ein Finanzierungspaket in Höhe von rund 29 Milliarden US-Dollar für den Aufbau seines geplanten KI-orientierten Rechenzentrumscampus im ländlichen Louisiana zu leiten, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Bloomberg und Reuters erklärten.
Der Deal ist das jüngste Zeichen dafür, dass die großen Technologiekonzerne sich an private Kreditmärkte und strategische Partner wenden, um die explodierenden Kosten für den Aufbau der massiven Recheninfrastruktur zu tragen, die für generative KI-Workloads benötigt wird.
Pimco wird Fremdkapital im Wert von 26 Milliarden Dollar anbieten, und Blue Owl wird Eigenkapital im Wert von 3 Milliarden Dollar bereitstellen
Meta verhandelt seit Wochen mit mehreren privaten Kreditgebern, um potenzielle Partner für die Finanzierung des groß angelegten Ausbaus seiner KI-Rechenzentren in den USA mit bis zu 29 Milliarden US-Dollardent. Ende Juni befand sich Meta noch in Gesprächen mit Apollo Global Management, KKR, Brookfield, Carlyle und Pimco. Parallel dazu arbeitete das Unternehmen mit Morgan Stanley zusammen, um die Marktgängigkeit der Anleihen zu verbessern.
Berichten zufolge hoffte Meta, rund 3 Milliarden US-Dollar Eigenkapital und 26 Milliarden US-Dollar Fremdkapital aufzunehmen. Nach den jüngsten Entscheidungen wird Pimco die Fremdkapitalfinanzierung in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar übernehmen, während Blue Owl die 3 Milliarden US-Dollar Eigenkapital bereitstellt. Die Fremdkapitalfinanzierung soll voraussichtlich in Form von Anleihen erfolgen.
Sie stellten außerdem fest, dass Apollo Global Management Inc. und KKR & Co. bis zur letzten Verhandlungsrunde weiterhin als mögliche Bieter für die Leitung des Deals im Gespräch waren.
In letzter Zeit haben private Kreditgeber ihr Engagement im Bereich der KI-Infrastruktur verstärkt. So hat beispielsweise Blue Owl kürzlich 15 Milliarden US-Dollar für ein Rechenzentrums-Joint-Venture mit OpenAI zugesagt, das weiterhin mit SoftBank und Oracle an einem 500 Milliarden US-Dollar schweren KI-Infrastrukturprojekt zusammenarbeitet.
Meta investiert verstärkt in KI-Projekte
Meta hat seine Investitionen in KI deutlich erhöht. Im Juni gab das Unternehmen Pläne bekannt, 14,3 Milliarden US-Dollar in Scale AIund damit einen Anteil von 49 % ohne Stimmrechte zu erwerben.
Im Zuge der Übernahme rekrutierte das Unternehmen auch Alexandr Wang, den Gründer von Scale AI, sowie einige weitere Mitarbeiter. Das Startup versicherte, dass dies keine Auswirkungen auf die Nutzer haben würde, da Meta keinen Zugriff auf geschäftsbezogene Daten erhalten würde. Ungefähr zur gleichen Zeit wie die Scale-AI-Übernahme behauptete OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, Meta locke seine Mitarbeiter mit Antrittsprämien von bis zu 100 Millionen US-Dollar und noch höheren Jahresgehältern.
Meta hat kürzlich sein Llama-4-Modell vorgestellt. Die Reaktion der KI-Community auf das Modell fiel jedoch alles andere als enthusiastisch aus. Entwickler bemängelten die schwache Programmierung und Softwareentwicklung und fügten hinzu, dass Llama 4 hinter innovativen Konkurrenten wie DeepSeek zurückbleibt. So verarbeitete die Scout-Architektur des Modells beispielsweise ein umfangreiches Dokument mit 20.000 Token, erzeugte aber laut KI-Forscher Simon Willison „völligen Datenmüll“ mit zahlreichen Schleifen.
Der Technologiekonzern bewarb sein Llama 4 als „Open Source“, doch die Lizenzbestimmungen schränken den wirklich offenen Zugang ein. Nutzer müssen sich anmelden und den Lizenzbedingungen zustimmen, bevor sie die Modelle herunterladen können. Zudem sorgte die Veröffentlichung des Modells am Wochenende für Empörung in der Community. Auf die Frage nach dem ungewöhnlichen Zeitpunkt antwortete Meta-CEO Mark Zuckerberg: „Es war einfach da fertig.“
Dennoch hat Meta seine Investitionsprognose für das Gesamtjahr auf bis zu 72 Milliarden US-Dollar angehoben und verweist dabei auf den Ausbau von Rechenzentren und steigende Infrastrukturkosten. Erstmals in der Unternehmensgeschichte hat Meta zudem einen Vertrag zur Beschaffung von Atomstrom für seine KI-Aktivitäten abgeschlossen.
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