Die Nervosität an den Märkten steigt im Vorfeld des britischen Haushaltsplans.

- Devisenhändler zahlen Rekordkosten, um sich vor den Kursschwankungen des Pfunds im Vorfeld des britischen Herbstbudgets am 26. November abzusichern.
- Britische Staatsanleihen erlebten am Freitag aufgrund widersprüchlicher Berichte über die Steuerpolitik starke Kursschwankungen.
- Fiskalische Unsicherheit ist für Devisenhändler mittlerweile wichtiger als die Zinsentscheidungen der Bank von England.
Devisenhändler geben mehr Geld als üblich aus, um sich gegen plötzliche Kursschwankungen des britischen Pfunds abzusichern, da Großbritannien sich auf seinen Herbsthaushalt am 26. November vorbereitet. Die Kosten für kurzfristige Absicherungen gegen diese Schwankungen sind auf ein Niveau gestiegen, das seit Monaten nicht mehr erreicht wurde.
tracmit einer Laufzeit von einer Woche deuten nun darauf hin, dass Händler mit zunehmenden Turbulenzen rechnen. Das Währungspaar Euro/Pfund verzeichnete den größten Anstieg, wobei die Volatilitätskennzahlen für eine Woche einen Sechsmonatshöchststand erreichten. Die Absicherungskosten für Pfund/Schweizer Franken-Geschäfte stiegen auf ein fast viermonatiges Hoch, während die Absicherung des Pfund-Dollar-Paares ein Niveau erreichte, das zuletzt Anfang September verzeichnet wurde.
Die Diskrepanz zwischen erwarteter Volatilität und tatsächlichen Kursbewegungen des Euro-Pfund-Paares ist aktuell so groß wie seit April nicht mehr. Dies deutet darauf hin, dass Händler bereit sind, für kurzfristige Absicherung einen höheren Preis zu zahlen.
Die pessimistischen Wetten gegen das Pfund Sterling nehmen zu.
Die Handelsmuster des vergangenen Monats deuten auf düstere Aussichten für das Pfund hin. Aufzeichnungen der Depository Trust & Clearing Corporation zeigen, dass in Transaktionen mit Euro und Dollar mehr Wetten gegen als für die Währung abgeschlossen wurden.
Der Eurohandel hat in den letzten Tagen an Fahrt aufgenommen. Viele Händler sehen in diesem Währungspaar eine einfachere Möglichkeit, auf Probleme in Großbritannien zu spekulieren, da Dollar-Transaktionen stark von amerikanischen Wirtschaftsnachrichten und -berichten beeinflusst werden.
Am Mittwoch wurden Daten , die der Inflation in Großbritannien im Oktober belegten – den ersten Rückgang seit sieben Monaten. Trotzdem erhöhten die Geldmärkte ihre Erwartungen auf Zinssenkungen der Bank of England. Für Devisenhändler signalisiert dies, dass Haushaltssorgen nun wichtiger sind als die Geldpolitik der Zentralbank.
Die britischen Märkte gerieten am Freitag in erneutes Chaos, da Gerüchte über den Haushalt Besorgnis über die finanzielle Lage des Landes auslösten. Widersprüchliche Signale zur Steuerpolitik führten zu starken Kursschwankungen bei Staatsanleihen und dem Pfund.
Es mehrten sich die Fragen, ob die Regierung die steigende Staatsverschuldung bewältigen und gleichzeitig ihre Wahlversprechen gegenüber den Wählern einhalten und die Unterstützung ihrer eigenen Abgeordneten behalten kann.
Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg um 14 Basispunkte auf 4,58 %, die Rendite dreißigjähriger Anleihen legte um 16 Basispunkte zu. Das Pfund Sterling gab um 0,5 % auf 1,3131 US-Dollar nach, erholte sich aber leicht von einem zwischenzeitlichen Rückgang um 0,6 %.
Widersprüchliche Schlagzeilen schüren Unsicherheit
Das Chaos am vergangenen Freitag begann mit widersprüchlichen Meldungen. Die staatlichen Kreditkosten stiegen so stark wie seit Juli nicht mehr, das Pfund stürzte ab und der FTSE 100-Aktienindex steuerte auf seinen schwächsten Handelstag seit April zu. Über Nacht hieß es in Berichten, Schatzkanzlerin Rachel Reeves plane, Einkommensteuererhöhungen aus dem Haushalt zu streichen.
Die Märkte beruhigten sich etwas, nachdem Bloomberg News berichtet hatte, dass bessere Wirtschaftsprognosen für Großbritannien die Entscheidung beeinflusst hätten.
Die Renditen stiegen jedoch erneut, als sich die Nachricht verbreitete, dass Reeves die Einfrierung der Einkommensteuergrenzen möglicherweise verlängern, anstatt sie zu senken. Dieser Ansatz würde den Staatshaushalt entlasten und Befürchtungen hinsichtlich der Finanzstabilität schüren.
„Ich befürchte, dass der Haushalt auf übermäßig optimistischen Wachstumsprognosen beruhen könnte“, sagte Mohit Kumar, Chefökonom und Europa-Stratege bei Jefferies. „Wir müssen abwarten, welche Maßnahmen der Kanzler vorschlägt.“
Nicht alle Anleger sehen den Kurssturz mit Sorge. Ales Koutny, Leiter des Bereichs Internationale Zinsen bei Vanguard Asset Management Ltd., bezeichnete ihn als „tronÜberreaktion“ und erwartet, dass der Haushalt die Märkte beruhigen wird. Fidelity-Fondsmanager Mike Riddell plant, seine Long-Position in britischen Staatsanleihen beizubehalten.
Die Schwankungen am Anleihemarkt spiegelten eine Kehrtwende im Juli bei der Sozialreform wider, die Spekulationen über einen möglichen Rücktritt von Reeves auslöste und die Anleger hinsichtlich der britischen Finanzen.
Die jüngsten Turbulenzen stehen in scharfem Kontrast zur vorherigen Ruhe. Britische Staatsanleihen verzeichneten im Oktober ihren besten Monat seit fast zwei Jahren, begünstigt durch die Erwartung weiterer Zinssenkungen der Bank of England.
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