Der südkoreanische Chip-Riese SK Group gab am Sonntag bekannt, bis 2026 80 Billionen Won (58 Milliarden US-Dollar) für Investitionen aufzubringen. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf Halbleitern und künstlicher Intelligenz.
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SK Hynix, eine Tochtergesellschaft der SK Group, ist der weltweit zweitgrößte Auftragschip trac Bericht der koreanischen Nachrichtenagentur Yonhap erörterten sie Investitionspläne und zukünftiges Wachstum.
Die SK Group möchte die Produktion von Speicherchips steigern
SK Hynix ist einer der Hauptlieferanten von Halbleiterchips für Nvidia und damit eine der wichtigsten Einnahmequellen der SK Group. Nach den ersten Investitionen im Jahr 2026 plant die Gruppe laut einem Bericht von Reuters, die Investitionen bis 2028 auf 103 Billionen Won (umgerechnet 74,6 Milliarden US-Dollar) zu erhöhen.
Der Vorsitzende der SK Group, Chey-won, erklärte während des Treffens: „Angesichts der neuen Transformationsära muss der Konzern vorausschauend drastische Veränderungen vornehmen.“ Die Gruppe konzentriert sich auf den Ausbau ihrer Produktion von HBM-Chips (High-Bandwidth Memory), die für KI-Anwendungen benötigt werden. Chey-won nahm virtuell an dem Treffen teil. Er war nicht persönlich anwesend, da er sich auf einer Reise zu Treffen mit führenden Vertretern der Technologiebranche in den USA befand.
Da der US-amerikanische KI-Sektor boomt, müsse die SK Group auch an einer „Führungsposition entlang der KI-Wertschöpfungskette“ arbeiten, sagte der Vorstandsvorsitzende. Er bezog sich dabei auf KI-Dienstleistungsunternehmen und Investitionen in die KI-Infrastruktur.
Am Montag wird ein neues Halbleiterkomitee eingerichtet, um die Investitionspläne weiterzuverfolgen. Das Komitee wird dem SK Supex Council, dem obersten Leitungsgremium des Konzerns, unterstellt sein.
SK Hynix ist der alleinige Lieferant von HMB3-Chips
SK Hynix hält derzeit einen bedeutenden Marktanteil bei HBM-Chips, da das Unternehmen der einzigetracund Lieferant der neuesten Version HBM3 für Nvidia ist. Nvidia besitzt aktuell einen Marktanteil von 80 % im Bereich der High-End-KI-Beschleuniger. Chey-won erklärte, der Konzern solle „qualitatives Wachstum“ anstreben, indem er sich auf Geschäftsfelder mit neuen Technologien und starker Marktposition konzentriere.
Die SK Group umfasst 219 Tochtergesellschaften und strebt eine Optimierung ihrer Geschäftsabläufe an. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap möchte die Gruppe unnötige Investitionen innerhalb der verschiedenen Geschäftsbereiche minimieren und die Zusammenarbeit zwischen den Wachstumsunternehmen stärken.
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Aufgrund der hohen Nachfrage nach Chips erwartet die SK Group für 2024 einen Vorsteuergewinn von 2,2 Billionen Won. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Konzern einen Verlust von 10 Billionen Won. Für 2026 peilt die Gruppe einen Vorsteuergewinn von 40 Billionen Won an.
Während des Treffens stimmten SK-Vertreter einer Reduzierung der Anzahl der Tochtergesellschaften auf ein „überschaubares Maß“ zu, das genaue Ausmaß der Reduzierung steht jedoch noch nicht fest, berichtete Reuters. Südkorea ist im Bereich Chipdesign und -fertigung gegenüber Wettbewerbern wie Taiwan ins Hintertreffen geraten. Dennoch beheimatet das Land Chiphersteller wie SK Hynix und Samsungtron.
Anfang 2024 kündigte die koreanische Regierung ein Hilfspaket in Höhe von 26 Billionen Won (19 Milliarden US-Dollar) zur Unterstützung der koreanischen Chipindustrie an. Die Regierung erklärte, sie wolle im globalen Wettbewerb um Chipdesign und -fertigung mithalten können.
Cryptopolitan Berichterstattung von Aamir Sheikh.

