Jeff Bezos cashvor der Veröffentlichung der Quartalszahlen Amazon-Aktien im Wert von 5,7 Milliarden Dollar

- Jeff Bezos verkaufte zwischen Ende Juni und Ende Juli 25 Millionen Amazon-Aktien im Wert von 5,7 Milliarden Dollar.
- Die Verkäufe wurden im Rahmen eines vorab geplanten Handelsprogramms gemäß Regel 10b5-1 durchgeführt.
- Der Ergebnisbericht für das zweite Quartal wird am 31. Juli erwartet; der Druck, KI-getriebenes Wachstum nachzuweisen, ist groß.
Jeff Bezos hat gerade Amazon-Aktien im Wert von 5,7 Milliarden Dollar abgestoßen und sich kurz vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts des Unternehmens nächste Woche ordentlich cash.
Der Aktienverkauf begann Ende Juni um seine Hochzeit in Venedig und endete am Donnerstag mit dem Verkauf von 4,2 Millionen Aktien für 954 Millionen US-Dollar. Der gesamte Vorgang erfolgte im Rahmen eines 10b5-1-Plans, den er Anfang des Jahres eingereicht hatte.
Laut Bloomberg erlaubte ihm der vollständige Plan, bis zu 25 Millionen Aktien zu verkaufen, und er verkaufte jede einzelne. Die Amazon-Aktie ist seit ihrem Tiefststand im April um 38 % gestiegen, was Jeff das perfekte Zeitfenster bot, seinen Plan umzusetzen.
Der unerwartete Gewinn von 5,7 Milliarden Dollar ergänzt seine lange Geschichte des Verkaufs von Amazon-Aktien und erhöht seine cashseit 2002 auf über 50 Milliarden Dollar. Für Jeff ist das nichts Neues. Letztes Jahr verkaufte er 75 Millionen Aktien und nahm 13,6 Milliarden Dollar ein. Seinen einzigen nachweislichen Aktienkauf tätigte er vor zwei Jahren – damals eine Aktie zu 114,77 Dollar.
Steigende Gewinne rücken in greifbare Nähe, da die Ausgaben für KI zunehmen
Amazon veröffentlicht seine Geschäftszahlen am 31. Juli. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,32 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 162 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 4 % bzw. 9 % gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres entspricht. Damit liegt Amazon jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt der sogenannten „Magnificent Seven“, die ein Gewinnwachstum von 15 % und ein Umsatzwachstum von 12 % verzeichnen. Meta, Microsoft und Nvidia führen den S&P 500 im Jahr 2025 an, während Apple – vor allem aufgrund von Zweifeln an seiner KI-Strategie – zurückfällt.
Amazon steht unter großem Druck, den Nutzen seiner hohen KI-Investitionen zu beweisen. Brian Recht, Portfoliomanager bei Janus Henderson, sagte: „Die Aktie wird im Zusammenhang mit KI nicht ausreichend gewürdigt. Anleger wollen sehen, ob Amazon die Vorteile von KI tatsächlich in Form höherer Profitabilität umsetzen kann. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die positiven Auswirkungen von KI im Laufe des Quartals deutlicher zeigen werden.“
Amazon plant in diesem Jahr Investitionen in Höhe von 104 Milliarden US-Dollar – die höchste Summe aller Unternehmen im S&P 500. Mit diesem Geld werden Projekte von neuen Rechenzentren bis hin zu Lagerhallen finanziert. Allein im letzten Monat investierte Amazon 30 Milliarden US-Dollar in den Bau von Rechenzentren in Pennsylvania und North Carolina.
Das Unternehmen kündigte außerdem Entlassungen in seiner Cloud-Computing-Sparte an und begründete dies mit der Notwendigkeit, „Ressourcen zu optimieren“. CEO Andy Jassy geht davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Kürzungen folgen werden, da KI immer mehr Aufgaben übernimmt.
Einzelhandel, Robotik und mehr im Rahmen des KI-Spiels
Der Großteil des KI-Hypes konzentriert sich auf Amazon Web Services, das von der stark steigenden Nachfrage profitieren dürfte. Doch Jeffs Unternehmen konzentriert sich nicht nur auf KI in der Cloud. Es versucht auch, damit den Einzelhandel und die Logistik zu stärken. Amazons E-Commerce-Geschäft generiert zwar nach wie vor den größten cash, gerät aber durch steigende Zölle zunehmend unter Druck.
Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um Werbung zu personalisieren, Produkte zu empfehlen und Lager- und Lieferprozesse zu beschleunigen. Amazon forciert sogar seinen neuen Chatbot Rufus, der Kunden bei der Suche nach Produkten und Bewertungen unterstützt.
Wie The Information berichtet, trainiert das Unternehmen in seinem Lager humanoide Roboter für die Logistik mithilfe eines Indoor-Hindernisparcours. Ziel ist es, große Teile des Lieferprozesses langfristig zu automatisieren.
Wenn es funktioniert, könnte es ein Riesenerfolg werden. Die Bank of America schätzt, dass dadurch bis 2032 jährlich mehr als 7 Milliarden Dollar eingespart werden könnten. Analysten von Morgan Stanley sagen, Amazons Einzelhandelssparte könnte sich zum „am meisten unterschätzten Nutznießer von KI im Technologiesektor“ entwickeln
Irene Tunkel, Chefstrategin für US-Aktien bei BCA Research, fügte hinzu: „Die Gewinnmargen im Einzelhandel sind gering, daher benötigt Amazon jede Produktivitätssteigerung, die es bekommen kann, und es gibt enorme Anwendungsfälle für KI und Robotik in Lagerhallen. Dies wird sich über fünf bis zehn Jahre hinweg entwickeln, aber Amazon ist führend auf diesem Gebiet, und das verschafft ihnen defieinen Vorteil.“
Jeff besitzt weiterhin rund 884 Millionen Amazon-Aktien, mehr als 8 % des Unternehmens. Dieser Anteil macht den Großteil seines Vermögens von 252,3 Milliarden US-Dollar aus und sichert ihm den dritten Platz der reichsten Menschen der Welt. Zudem spendete er in diesem Jahr Aktien im Wert von rund 190 Millionen US-Dollar an gemeinnützige Organisationen.
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