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Japan reduziert die Emission von extrem langfristigen Anleihen angesichts steigender Renditen und zunehmender Haushaltsängste

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Japan reduziert die Emission von extrem langfristigen Anleihen angesichts steigender Renditen und zunehmender fiskalischer Befürchtungen.
  • Japan plant, die Emission von extrem langlaufenden Anleihen zu reduzieren, nachdem die Renditen stark gestiegen und die Nachfrage gesunken ist.

  • Das Finanzministerium wird nach einem Treffen mit Marktteilnehmern im Juni eine Entscheidung treffen.

  • Das Gesamtvolumen der Anleiheemissionen wird bei 172,3 Billionen Yen bleiben, sich aber hin zu kürzeren Laufzeiten verlagern.

Japan plant, die Anzahl der in diesem Jahr emittierten extrem langlaufenden Staatsanleihen zu reduzieren, da der Druck durch steigende Renditen und wachsende Besorgnis über die Staatsverschuldung zunimmt.

Finanzministerium geprüft laut vom Reutersund dürfte voraussichtlich im Juni nach Gesprächen mit Marktteilnehmern endgültig getroffen werden.

Diese mögliche Zinssenkung betrifft Anleihen mit den längsten Laufzeiten – insbesondere japanische Staatsanleihen (JGBs) mit 20, 30 und 40 Jahren Laufzeit –, nachdem die Nachfrage stark zurückgegangen und die Renditen auf mehrjährige Höchststände gestiegen sind.

Traditionelle Käufer wie Lebensversicherer haben begonnen, sich zurückzuziehen, während globale Investoren vorsichtiger geworden sind, da Japans massive Staatsverschuldung Fragen hinsichtlich der langfristigen Tragfähigkeit aufwirft.

Die Anleiherenditen sinken, da der Markt auf mögliche Zinssenkungen reagiert

Der Markt reagierte prompt. Die Rendite 30-jähriger japanischer Staatsanleihen fiel um 12,5 Basispunkte auf 2,91 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 14. Mai. Gleichzeitig sank die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Anleihe um 5 Basispunkte auf 1,455 %.

Die Nachricht belastete den Yen, der gegenüber dem Dollar um 0,3 % auf 143,275 nachgab. Auch US-Staatsanleihen reagierten: Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen fiel im frühen Londoner Handel um 7 Basispunkte auf 4,963 %.

Die heftigen Kursbewegungen begannen, nachdem das Finanzministerium einen Fragebogen an Finanzinstitute verschickt hatte, in dem es um die Frage ging, wie viele hochverzinsliche Anleihen für den Rest des Fiskaljahres emittiert werden sollten. Händler interpretierten dies als deutlichen Hinweis darauf, dass die Behörden das langfristige Ende der Zinskurve reduzieren wollen, um die Volatilität zu dämpfen und der schwachen Nachfrage gerecht zu werden.

Anschließend sank die Rendite 20-jähriger japanischer Staatsanleihen um 19,5 Basispunkte auf 2,31 %, und die Rendite 40-jähriger Anleihen fiel um 25 Basispunkte, was die gestiegene Sensibilität des Marktes weiter bestätigte.

Die Auswirkungen waren auch auf den US-Anleihemarkt spürbar, wo der Rückgang der japanischen Renditen eine weltweite Kaufwelle auslöste, insbesondere bei längerfristigen Wertpapieren.

Japans gesamtes Anleihevolumen wird bei 172,3 Billionen Yen bleiben

Trotz möglicher Kürzungen bei längerfristigen Anleihen bleibt das Gesamtvolumen der von Japan in diesem Fiskaljahr geplanten Schuldenaufnahme unverändert bei 172,3 Billionen Yen bzw. 1,21 Billionen US-Dollar bis März 2026. Was sich ändern könnte, ist die Zusammensetzung.

Wenn das Ministerium die Laufzeiten extrem langer Anleihen verkürzt, wird es voraussichtlich stattdessen vermehrt kurzfristige Schuldtitel begeben. Dies könnten 2-, 5- oder 10-jährige Anleihen sein, je nachdem, wo die Nachfrage amtronist.

Analysten wie Shier Lee Lim, leitende Devisen- und Makrostrategin bei Convera Singapore, glauben, dass der Wandel durch den Druck von sogenannten „Bond Vigilantes“ – Investoren, die Anleihen verkaufen, um gegen unverantwortliches fiskalisches Verhalten zu protestieren – vorangetrieben wird.

„Die veränderte Emissionsstrategie wird als Reaktion auf den zunehmenden Druck von Anleihen-Aktivisten gesehen – Investoren, die sich gegen nicht tragfähige Fiskalpolitik wehren“, sagte Shier. „Zwar hat sich die kurzfristige Stimmung verbessert, doch die verstärkte Fokussierung auf kurzfristige Emissionen könnte im Laufe der Zeit zu höheren Refinanzierungsrisiken führen.“

Dieses Risiko ist real. Der Tausch langfristiger Schulden gegen kurzfristige Anleihen könnte zwar die aktuellen Renditen senken und die Händler beruhigen, bedeutet aber auch, dass Japan seine Schulden häufiger – und möglicherweise unter schlechteren Bedingungen – refinanzieren muss.

Das Finanzministerium hat bisher noch nicht bekannt gegeben, wie viele Anleihen der einzelnen Laufzeiten verkauft werden sollen. Diese Entscheidung hängt vom Ergebnis der Markttagungen im Juni ab.

Klar ist, dass das Vertrauen in den japanischen Anleihenmarkt erschüttert ist. Letzte Woche stiegen die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen auf ein Niveau, das seit 2007 nicht mehr erreicht wurde, da Schuldensorgen die entwickelten Märkte schwer trafen.

Die japanische Zentralbank hat ebenfalls signalisiert, dass sie ihre massiven Bestände an japanischen Staatsanleihen reduzieren könnte, was die Unsicherheit weiter verstärkt. Obwohl die Bank von Japan noch nicht gehandelt hat, reichen allein die Andeutungen aus, um Anleger zu beunruhigen.

Es besteht die Befürchtung, dass nach dem Rückzug der Bank nicht mehr genügend Nachfrage für längere Laufzeiten bestehen wird – insbesondere da sich die Versicherer nun zurückziehen. Das Finanzministerium hat daher nur begrenzte Möglichkeiten: Entweder es nimmt steigende Kreditkosten in Kauf oder es passt das Angebot an, bevor sich die Lage weiter verschärft.

Bislang hat die Regierung gehandelt. Die Frage ist, ob diese Anpassung ausreicht oder nur eine vorübergehende Lösung darstellt, die später zu größeren Problemen führt. Investoren werden die Entscheidung im Juni genau beobachten, um zu sehen, ob Japan die Balance zwischen Marktstabilität und fiskalischem Überleben findet.

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