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„Januar-Effekt“ soll Aktien- und Kryptomärkte nach gescheiterter „Weihnachtsrallye“ retten

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten,
„Januar-Effekt“ soll Aktien- und Kryptomärkte nach gescheiterter „Weihnachtsrallye“ retten
  • Die Weihnachtsrallye blieb dieses Jahr aus, sodass die Märkte trotz einer leichten Erholung im Minus lagen.
  • Bitcoin hat 99.000 Dollar zurückerobert.
  • Der Januar-Effekt, der für seine positive Wirkung auf Aktien kleinerer Unternehmen bekannt ist, gilt nun als große Hoffnung sowohl für Aktien als auch für Kryptowährungen.

Die Weihnachtsrallye ist vorbei. Anleger, die auf einen Kursanstieg zum Jahresende gehofft hatten, wurden dieses Mal enttäuscht. Die US-Märkte erholten sich am Freitag leicht: Der S&P 500 stieg um 1,26 %, der Dow Jones Industrial Average um 0,8 % und der Nasdaq Composite um 1,77 %.

Nicht schlecht, oder? Doch letztendlich spielte es keine Rolle. Diese Gewinne dentdie Verluste der vorangegangenen Kursverluste kaum ausgleichen. Der &P 500 fiel in der Woche um 0,48 %, der Dow Jones um 0,60 % und der Nasdaq um 0,51 %.

Die sogenannte „Santa Rally“ bezeichnet Kursanstiege an den letzten fünf Handelstagen des Jahres und den ersten beiden des neuen Jahres. Es ist eine Art jährliche Tradition – nur letztes Jahr ließ der Weihnachtsmann die Wall Street aus, trotz eines historischen Börsenerfolgs.

Bitcoin erholt sich leicht dank Großinvestoren

Doch Bitcoin Bullen scheinen zurück zu sein. Die führende Kryptowährung notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 99.285 US-Dollar, nach wochenlangen extremen Kursschwankungen. Nachdem Bitcoin am 17. Dezember ein Allzeithoch von 108.850 US-Dollar erreicht hatte, drückten mehrere von der US-Notenbank ausgelöste Verkäufe den Kurs wieder nach unten.

Die Zentralbank senkte die Zinsen drastisch und heizte die Stimmung weiter an, indem sie erklärte, keinerlei Interesse an einer Verbindung zu Bitcoin zu haben. Doch mit dem Jahreswechsel 2025 kehrte der Optimismus der Händler zurück. Privatanleger investieren wieder massiv und treiben die Kurse in die Höhe.

Analysten haben zahlreiche gewagte Prognosen abgegeben. Einige sagen voraus, dass Bitcoin bis Ende des zweiten Quartals 2025 die 150.000-Dollar-Marke deutlich überschreiten wird. Andere erwarten sogar, dass sich der Preis noch vor Jahresende auf mindestens 200.000 Dollar verdoppeln wird.

Januar-Effekt: Die zweite Chance der Märkte

Nach dem Weihnachtstrubel scheint der Januar-Effekt nun voll im Gange zu sein. Der Investmentbanker Sidney Wachtel entdeckte diese Anomalie erstmals 1942. Er stellte fest, dass Aktien kleinerer Unternehmen im Januar tendenziell besser abschneiden. Warum? Kleinere Aktien werden normalerweise weniger gehandelt, doch wenn Anleger mit frischem Elan ins neue Jahr starten, erhalten diese Aktien einen Schub.

Studien belegen dies. Eine Untersuchung aus dem Jahr 1976 ergab, dass die Renditen im Januar von 1904 bis 1976 durchschnittlich 3,5 % betrugen, verglichen mit nur 0,5 % in den übrigen Monaten. Von Mitte der 1980er bis in die 2000er Jahre erzielte der Russell 2000 Index – der wichtigste Indikator für die Performance von Small-Cap-Unternehmen – im Januar durchschnittlich einen Zuwachs von 1,7 %. Damit liegt er nur hinter dem Dezember. Doch Vorsicht: Seit 2014 sind die Januar-Renditen auf magere 0,1 % zurückgegangen.

Was steckt hinter dem Januar-Effekt? Eine Theorie besagt, dass Verluste steuerlich verrechnet werden können. Anleger verkaufen im Dezember verlustbringende Aktien, um Gewinne auszugleichen, und investieren dann im Januar wieder. Eine andere Theorie? Neujahrsvorsätze. Viele Menschen beschließen, ihre Finanzen zu ordnen und ihre Portfolios umzuschichten. Hinzu kommt der cash . Jahresendboni bedeuten mehr Geld zum Investieren, und ein Großteil davon fließt in Aktien kleinerer Unternehmen.

Aktien und Kryptowährungen bewegen sich mittlerweile fast parallel, insbesondere nach dem letzten Jahr. Steigen die Aktienkurse, folgen die Kryptowährungen in der Regel. Daher ist der Januar-Effekt für Bitcoinvon großer Bedeutung.

Doch es gibt einen weiteren Unsicherheitsfaktor: Donald Trump. Seine Amtseinführung steht bevor, und obwohl er bereits signalisiert hat, dass er Kryptowährungen positiv gegenübersteht, zählen Taten mehr als Worte. Sollte er in seinen ersten 100 Tagen kryptofreundliche Maßnahmentrac, könnte dies alles verändern. Die Märkte könnten explodieren. Zögert er hingegen, ist mit einer deutlichen Kurskorrektur zu rechnen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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