Anleger sind trotz der Erwartungen an die PC-Verkäufe unzufrieden mit Intels schwacher Prognose für das zweite Quartal.

- Intel präsentierte Quartalsergebnisse, die besser ausfielen als von der Wall Street erwartet.
- Intel rechnet für das laufende Quartal mit höheren Umsätzen, die jedoch immer noch unter den Annahmen der Finanzanalysten liegen.
- Intel erwartet für das zweite Halbjahr 2024 ein gutes Ergebnis dank steigender PC-Verkäufe und neuer Prozessor-Neuerscheinungen in den kommenden Monaten.
Intel gab gestern Quartalszahlen bekannt, die die Erwartungen der Wall Street hinsichtlich des Gewinns je Aktie übertrafen, blieb aber beim Umsatz hinter den Prognosen zurück. Das Unternehmen meldete zwar ein zweistelliges Umsatzwachstum im Bereich Client Computing, gab jedoch eine verhaltene Prognose für das zweite Quartal (das laufende Quartal) ab. Intel kündigte jedoch für das zweite Halbjahr 2024 eintronWachstum an.

Intel übertraf die Erwartungen, bleibt aber weiterhin im Verlustbereich.
Intel meldete für das erste Quartal 2024 einen Nettoverlust von 400 Millionen US-Dollar, was 9 Cent pro Aktie entspricht. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem das Unternehmen einen Nettoverlust von 2,8 Milliarden US-Dollar bzw. 66 Cent pro Aktie verbuchte.
Die Erwartungen für das zweite Quartal lagen bei fast 13,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, doch Intels Finanzvorstand David Zinser sagte, die Umsatzprognosen lägen zwischen 12,7 Milliarden und 13,5 Milliarden US-Dollar, was weniger sei als von Finanzanalysten erwartet.
Nun, das Geschäft, dessen Prognosen für das zweite Quartal den Markt nicht gerade beeindrucken ließen, entwickelte sich besser als erwartet. Die Umsätze im ersten Quartal lagen bei 12,7 Milliarden US-Dollar und verzeichneten ein Wachstum von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Client-Computing, also Computerchips für PCs, war mit 75 Milliarden US-Dollar die wichtigste Umsatzquelle und stieg im ersten Quartal um 31 % gegenüber dem Vorjahr.
Rechenzentren und KI bleiben Schwachstellen

Da der Bereich Client Computing besser abschnitt und für Intels Umsatzgenerierung eine wichtige Stütze darstellt, verzeichneten die KI-Initiativen und das Rechenzentrum ein schwaches Wachstum von 5 % gegenüber dem Vorjahr bei einem Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar. Zu diesem Geschäftsbereich gehören die Herstellung von Serverprozessoren und Intels Softwareentwicklung.
Intel gab außerdem bekannt, dass die Chipfertigung als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Intel Foundry ausgegliedert wurde. Laut Unternehmensangaben erzielte die Foundry in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von 4,4 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im ersten Quartal verzeichnete die Foundry einen operativen Verlust von 2,5 Milliarden US-Dollar.
Intel hat kürzlich seinen neuen KI-Beschleuniger für Server namens Gaudi 3 vorgestellt, und die Veröffentlichung einiger Xeon-6-Beschleuniger wird noch im selben Jahr erwartet. Mit der Einführung dieser Prozessoren rechnet Intel damit, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Der Konkurrent Nvidia arbeitet seinerseits mit Hochdruck an KI-optimierten Prozessoren.
Pat Gelsinger, CEO von Intel, erklärte im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, dass sich die Anleger auf die langfristigen Ziele des Unternehmens konzentrieren sollten. Intel gehöre zu den zwei oder vielleicht drei Unternehmen, die in der Lage seien, neue Chiptechnologien zu ermöglichen und voranzutreiben. Er äußerte zudem die Hoffnung auf bessere Prozessorverkäufe und einen Anstieg der PC-Verkäufe im Jahr 2024.
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Aamir Sheikh
Aamir ist Technologiejournalist mit fast sechs Jahren Erfahrung in der Krypto- und Technologiebranche. Er absolvierte die MAJ University mit einem MBA in Finanzen und Marketing. Derzeit arbeitet er für Cryptopolitan, wo er über die neuesten Entwicklungen auf den Kryptowährungsmärkten und Preisprognosen berichtet.
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