Die Kryptoindustrie befindet sich nach fast sechzehn Monaten geringer Aktivität auf einem historischen Tiefstand, was sich überall negativ auswirkt. Von der globalen Börse Huobai über ConsenSys bis hin zu ShapeShift sind viele Unternehmen gezwungen, große Teile ihrer Belegschaft zu entlassen.
ShapeShift musste in der laufenden Woche rund 30 % seiner Belegschaft entlassen, während Huobi ebenfalls Mitarbeiter in verschiedenen Niederlassungen in Hongkong, Singapur und anderen Ländern freigestellt hat. Huobi stellte jedoch gleichzeitig Mitarbeiter für die japanische Niederlassung ein, mit der Begründung, man entlasse lediglich die „leistungsschwachen“ Mitarbeiter, um einen effizienteren Betrieb zu ermöglichen.
Für Unternehmen wie ShapeShift geht es nicht darum, die operative Leistungsfähigkeit zu steigern, sondern vielmehr darum, kleinere Nebengeschäfte abzuschaffen, die das Gesamtwachstum eher hemmen als fördern. Das Problem liegt in den zusätzlichen Bereichen, die diese Unternehmen nach dem Markthoch 2017 erschlossen haben. Nach monatelangem Marktrückgang belasten diese Nebengeschäfte die Unternehmen nun und liegen außerhalb ihres Kerngeschäfts.
ShapeShift-CEO Erik Voorhees bestätigte dies in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen verzeichnete 2017 eindentWachstum von fast 3.000 Prozent, dem jedoch ein ähnlich starker Rückgang folgte, da sich der Markt in einem anhaltenden Bärenmarkt befindet. Dies zwang das Unternehmen schließlich, rund 37 Mitarbeiter ohne alternative Maßnahmen zu entlassen. Dies entsprach fast einem Drittel der Belegschaft.
Dies betrifft nicht nur ShapeShift; zuvor waren es unter anderem Binance, Bitmain, ConsenSys und Huobi, die aufgrund ähnlicher Probleme gezwungen waren, bis zu 50 % ihrer Belegschaft abzubauen. Sollte der Bärenmarkt anhalten, dürfte sich die Situation weiter verschärfen.
Warum Krypto-Unternehmen Personal abbauen