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Frankreich leitet strafrechtliche Ermittlungen gegen Meta-Smartglasses wegen verdeckter Filmaufnahmen ein

VonOpeyemi OlanrewajuOpeyemi Olanrewaju 3 Minuten Lesezeit
Meta stellt tragbare KI mit 799 US-Dollar teurer Ray-Ban-Displaybrille vor
  • Die Pariser Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung im Zusammenhang mit der Ray-Ban Smart Glasses von Meta eingeleitet, nachdem in den sozialen Medien ein Trend aufgetaucht war, bei dem Männer Frauen in der Öffentlichkeit ohne deren Zustimmung filmten.
  • Meta hält rund 76 Prozent des schnell wachsenden Marktes für intelligente Brillen, und das geltende französische Recht deckt nur private Räume ab.
  • Die Regulierungsbehörden in Deutschland, Australien, Großbritannien und der EU prüfen derzeit ihre eigenen Beschränkungen wenige Tage vor der Markteinführung der nächsten Brille von Meta.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat laut Reuters mindestens ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung im Zusammenhang mit den mit Kameras ausgestatteten Smartglasses von Meta eingeleitet. Der Fall könnte darauf hindeuten, dass die französischen Behörden bereit sind, verdeckte Filmaufnahmen im öffentlichen Raum als Straftat zu behandeln und die Verantwortung nicht allein der Datenschutzbehörde zu überlassen.

Im Mittelpunkt des Falls steht ein Trend in den sozialen Medien, bei dem Männer mithilfe von Brillen Frauen in der Öffentlichkeit ohne deren Einverständnis filmen und die Aufnahmen online, häufig auf TikTok, veröffentlichen. Reuters berichtete am Freitag, dass die Staatsanwaltschaft weder die Anzahl der eingegangenen Anzeigen noch die Identifizierung von Täterndentgegeben hat.

Im Fokus der Untersuchung stehen die Ray-Ban Smart Glasses von Meta, die in Zusammenarbeit mit dem Brillenhersteller EssilorLuxottica entwickelt wurden. Die Brille verfügt über eine kleine, in den Rahmen integrierte Kamera und eine LED-Leuchte, die anzeigt, wann die Aufnahme läuft.

Die Menschenrechtsorganisation e-Enfance warnte davor, dass einige Nutzer die Kontrollleuchte abdecken oder deaktivieren, wodurch es für Umstehende schwieriger wird zu erkennen, dass sie gefilmt werden. Meta hat daraufhin zwei Software-Updates veröffentlicht, die die Aufnahme der Kamera stoppen, sobald die Kontrollleuchte verdeckt wird.

Ermittlungsgrenzen des französischen Rechts

Artikel 226-1 des französischen Strafgesetzbuches sieht für das Anfertigen von Aufnahmen ohne Einwilligung eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe von 45.000 Euro vor. Diese Bestimmung gilt jedoch nur für private, nicht für öffentliche Bereiche. Dieser Unterschied ist bei der Beurteilung der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ein Strafverfahren einzuleiten, von Bedeutung.

Die französische Datenschutzbehörde CNIL warnte im Juni im Rahmen einer Prüfung des Problems aus regulatorischer Sicht davor, dass in gewöhnlich aussehende Brillen integrierte Kameras und Mikrofone Personen unbemerkt aufzeichnen können. Nacera Bekhat, Leiterin der Wirtschaftsabteilung der CNIL, erklärte gegenüber Reuters, dass die Brillen „echte Herausforderungen“ darstellten, wenn es darum gehe, die Nutzer darüber zu informieren, dass sie aufgezeichnet werden, und ihre Einwilligung einzuholen.

Eine Aufnahmeleuchte ist keine Zustimmung

Aufsichtsbehörden und Sicherheitsexperten betonen, dass die Verantwortung für die Verhinderung von Missbrauch nicht bei den gefilmten Personen liegen sollte. Ines Legendre, Rechtsexpertin bei e-Enfance, erklärte gegenüber Reuters, dass eine Kontrollleuchte keine Einwilligung zur Filmaufnahme oder zur Verbreitung des eigenen Bildes an Tausende von Menschen darstellt.

Ines Girard, die am Center Hubertine Auclert technologiegestützte geschlechtsspezifische Gewalt erforscht, ergänzte diesen Punkt und argumentierte, dass die Last, wachsamer zu sein, nicht bei den gefilmten Personen liegen sollte.

Meta dominiert den Markt für intelligente Brillen. Reuters beziffert den globalen Marktanteil auf rund 76 %. Counterpoint Research hatte Metas Anteil in der zweiten Jahreshälfte 2025 auf 82 % geschätzt, bevor eine Welle von Wettbewerbern den Markt überschwemmte. EssilorLuxottica prognostiziert für 2025 einen Absatz von über 7 Millionen KI-Brillen und beschreibt das Wachstum dieser Produktkategorie als exponentiell.

Europa und darüber hinaus kämpfen gegen dasselbe Problem

Frankreich handelt nicht isoliert: Die deutsche Organisation HateAid ebenfalls Strafanzeige gegen Meta, Ray-Ban, Oakley und mehrere Einzelhändler. Australiens Finanzministerin Katy Gallagher bat am Donnerstag die Kommission für den öffentlichen Dienst um eine Stellungnahme dazu, ob die Brillen an Arbeitsplätzen im Commonwealth verboten werden sollten.

Das britische Information Commissioner's Office leitete im März eine Untersuchung zu Smartglasses ein, und einige Veranstaltungsorte haben deren Nutzung vollständig eingeschränkt. Der britische Kinoverband (UK Cinema Association) erklärte im August, ihm seien keine Fälle bekannt, in denen Mitglieder ein absolutes Verbot verhängt hätten. Der Europäische Datenschutzausschuss bereitet ebenfalls eine Überprüfung des Themas gemeinsam mit den nationalen Datenschutzbehörden vor.

Die Veranstaltung Meta Connect, auf der das Unternehmen voraussichtlich seine nächste Generation von Smart Glasses vorstellen wird, findet am 23. September statt.

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Opeyemi Olanrewaju

Opeyemi Olanrewaju

Opeyemi ist spezialisiert auf die Erstellung und Optimierung hochwertiger Inhalte mit Fokus auf Kryptowährungen, globale Finanzmärkte und Wirtschaft. Er absolvierte sein Medizinstudium (MBBS) an der Universität Ibadan. Er war Chefredakteur der Hochschulzeitung und zuvor bei CFA tätig. Seit über sechs Jahren trägt er als Nachrichtenredakteur bei Cryptopolitanmaßgeblich zur Einzigartigkeit des Magazins bei.

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