Fords 3 Milliarden Dollar teures Werk zur Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge gerät durch Trumps Angriff auf die Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge ins Visier der Kürzungen

- Ford hat davor gewarnt, dass Arbeitsplätze in seinem 3 Milliarden Dollar teuren Werk für Batterien für Elektrofahrzeuge in Michigan gefährdet sein könnten, falls der Kongress die Steuervergünstigungen im Wirtschaftspaket desdentkürzt.
- Das Werk geriet aufgrund der Lizenzierung von Batterietechnologie durch Ford von Contemporary Amperex Technology Co. Ltd, einem führenden chinesischen Batteriehersteller, unter erhebliche politische Beobachtung.
- Ein weiteres Unternehmen, AESC, hat als Reaktion auf Trumps Importzölle ebenfalls Pläne zum Bau von Werken in den USA gestoppt, gibt aber an, dass es Pläne zur Fertigstellung gebe.
Die Pläne von Ford, in Michigan ein gemeinsames Batteriewerk mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL zu errichten, sind gefährdet. Das Unternehmen warnte davor, dass die rund 2.000 Arbeitsplätze, die dadurch entstehen sollten, möglicherweise nie entstehen werden, wenn die Republikaner im Kongress im Rahmen des vondent Donald Trump vorgeschlagenen Wirtschaftspakets die Steuervergünstigungen kürzen.
Die 3 Milliarden Dollar teure Anlage, die 20 Gigawattstunden Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) produzieren und ab 2026 1.700 Mitarbeiter beschäftigen soll, befindet sich im Bau und steht seit 2023 unter politischer Beobachtung, da Ford die Batterietechnologie von Chinas Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL), dem weltweit größten Batteriehersteller, lizenziert hat.

Drohungen bezüglich Subventionen lassen Fords Pläne für ein gemeinsames Batteriewerk auf wackeligen Beinen stehen
Bei kostengünstigen Elektrofahrzeugensind Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) sehr gefragt, da sie keine teuren Materialien wie Nickel und Kobalt benötigen, eine angemessene Energiedichte und eine bessere thermische Stabilität bieten und eine viel längere Lebensdauer haben.
Leider wachsen die Verkäufe von Elektrofahrzeugen langsamer als ursprünglich angenommen, was Ford dazu zwang, die Größe des BlueOval Battery Park in Marshall, Michigan, zu reduzieren. Dadurch verringerte sich die Investition auf rund 2,2 Milliarden US-Dollar und die Zahl der Arbeitsplätze von 2.500 auf 1.700.
Ursprünglich wurden dem Werk auch Anreize in Höhe von rund einer Milliarde Dollar versprochen, dieser Betrag wurde später jedoch halbiert.
Aufgrund der Verbindung des Werks zu CATL, dem Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas nachgesagt werden, gerät es natürlich weiterhin unter politische Beobachtung.
Und nun könnte Trumps „großes, schönes Gesetz“ die Fördergelder für die Fertigungsindustrie drastisch kürzen, die Ford beim Bau des Werks geholfen hätten.
Der Vorstandsvorsitzende des Automobilherstellers, Bill Ford, warnte vor dem möglichen Ende der Produktionsförderung.
„Wir haben die Geschäftsstrategie für Marshall genau darauf aufgebaut“, erklärte der Vorsitzende Reportern nach einer Podiumsdiskussion auf der Mackinac Policy Conference. „Ich meine, Politiker können darüber streiten, ob solche Dinge wünschenswert sind oder nicht, und das ist auch in Ordnung. Aber man sollte die Regeln nicht ändern, nachdem die Investition bereits getätigt wurde, denn das ist meiner Meinung nach eine Frage der Fairness, und das ist unfair.“
Bill Ford ist sich nicht sicher, ob die Steuervergünstigungen für das Werk in Marshall letztendlich erhalten bleiben, aber er weiß, dass, wenn sie wegfallen, das Werk und die Arbeitsplätze in Michigan gefährdet sind.
Abgesehen von den gefährdeten Arbeitsplätzen sind die in dem Werk herzustellenden LFP-Batterien von entscheidender Bedeutung, um den Preis von Elektrofahrzeugen auf das Niveau von Benzinautos zu senken, da der hohe Anschaffungspreis nach wie vor das größte Hindernis für die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen darstellt.
Sollte Fords Batteriewerk in Michigan zusammenbrechen, würde dies die Herstellung von LFPs in Amerika erschweren, was letztendlich das Ziel der Gesetzgeber ist.
Ein weiterer Batteriehersteller hat die Arbeiten an seinen US-Werken vorerst gestoppt
Der chinesische Batteriehersteller Automotive Energy Supply Corp. (AESC) hatte ebenfalls große Pläne zur Batterieproduktion in den Vereinigten Staaten und baute mehrere Werke zur Lieferung von EV-Batterien.
Nachdem die Arbeiten an einem Werk im vergangenen Jahr eingestellt wurden, hat das Unternehmen nun auch den Bau an einem zweiten Standort vorerst gestoppt. AESC wollte Berichten zufolge 3,6 Milliarden US-Dollar in den Bau der beiden Werke in Kentucky und South Carolina investieren. von Importzöllen im vergangenen Jahr verteuerte sich der Import der für die Werke benötigten Maschinen jedoch erheblich – auf Maschinen aus China wird ein Zoll von 145 % erhoben.
Berichten zufolge überstürzte das Unternehmen den Bau und musste anschließend teure Änderungen vornehmen, was den Baufortschritt noch weiter verzögerte.
Das Unternehmen betreibt derzeit ein US-amerikanisches Batteriewerk in Tennessee. Anstatt jedoch Batteriepacks für Elektrofahrzeuge herzustellen, wurde es umgerüstet, um industrielle Energielösungen zu fertigen.
Manche vermuten, dies sei eine direkte Reaktion auf die sinkende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den USA und auf politische Änderungen, die gezielt auf Elektrofahrzeuge abzielten. Die geplante Rücknahme einiger Emissionsnormen und -ziele wird die Schaffung neuer Produktionsstätten für die Lieferkette von Elektrofahrzeugen weiter erschweren.
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