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Die US-Notenbank Federal Reserve belässt die Zinssätze bei Kevin Warshs erster Sitzung unverändert


- Die US-Notenbank Fed beließ die Leitzinsen in einer einstimmigen Abstimmung (12:0) bei 3,5 % bis 3,75 %.
- Neun Entscheidungsträger rechnen nun mit Zinserhöhungen in diesem Jahr, acht befürworten keine Änderung und einer plädiert für eine Senkung.
- Offizielle Stellen erklärten, die Inflation sei weiterhin zu hoch, wobei der Nahostkonflikt und die steigenden Energiekosten zusätzlichen Druck ausübten.
- Der Einfluss von Kevin Warsh ist bereits in der kürzeren Stellungnahme erkennbar, in der auf Hinweise zu künftigen Zinsschritten verzichtet und stattdessen dietronProduktivität und die Investitionen hervorgehoben wurden.
Live-Berichterstattung
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beließ ihren Leitzins bei 3,5 % bis 3,75 % in der ersten Sitzung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh. Alle zwölf stimmberechtigten Mitglieder stimmten dieser Entscheidung zu. Die Zentralbank bekräftigte zudem ihren Plan, ausreichend Reserven im gesamten Bankensystem bereitzuhalten, um maximale Beschäftigung und Preisstabilität zu erreichen.
Offizielle Stellen erklärten, die US-Wirtschaft wachse weiterhin solide, obwohl die Unsicherheit – unter anderem aufgrund des Konflikts im Nahen Osten – anhält. In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass Unternehmensinvestitionen und Produktivitättronseien und die Neueinstellungen mit dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung Schritt gehalten hätten. Auch die Arbeitslosenquote habe sich kaum verändert.
Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielwert der US-Notenbank von 2 %. Vertreter der Fed führen dies auf Lieferengpässe zurück, die die Preise unter anderem im Energiesektor in die Höhe getrieben haben. Die Zentralbank bekräftigte ihr Engagement für die Wiederherstellung der Preisstabilität.
Die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, war allgemein erwartet worden, doch die jüngsten Prognosen der Fed deuten auf einen grundlegenden Wandel in der Einschätzung der Entscheidungsträger für den Rest des Jahres hin. Neun der 19 Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Zentralbank rechnen nun mit mindestens einer Zinserhöhung im Jahr 2026, verglichen mit keiner einzigen bei der letzten Veröffentlichung der Prognosen vor drei Monaten.
Sechs der neun Beamten gehen davon aus, dass die Kreditkosten bis Jahresende um mehr als einen Viertelprozentpunkt steigen müssen. Acht Entscheidungsträger erwarten, dass die Zinssätze unverändert bleiben, während einer eine einmalige Senkung befürwortet. Ein weiterer Beamter hat keine Prognose für den Leitzins abgegeben.
Diese Kursänderung deutet darauf hin, dass fast die Hälfte des Ausschusses nicht mehr davon überzeugt ist, dass ein bloßes Beibehalten der Kreditkosten die Inflation wieder unter Kontrolle bringen wird. Der starke Anstieg der Ölpreise nach dem Iran-Krieg hat die Befürchtungen verstärkt, dass die Energiekosten die Inflation längerfristig hochhalten könnten.
Kevins Einfluss zeigtedent auch in Format und Wortwahl der Grundsatzerklärung. Ausnahmsweise gab es keinerlei Hinweise auf die zukünftige Zinsentwicklung, sodass unklar blieb, ob die Fed die Zinsen erhöhen, senken oder auf dem aktuellen Niveau belassen will.
Das neue, prägnante Format befasste sich hauptsächlich mit der Zinsentscheidung, dem Reservesystem und der wirtschaftlichen Einschätzung der Fed. Es ähnelte den Erklärungen, die während der Amtszeit des ehemaligen Vorsitzenden Alan Greenspan veröffentlicht wurden.
Kevin wurde Anfang des Jahres von Trump ernannt, der von ihm erwartete, dass er die vomdent wiederholt geforderten Zinssenkungen unterstützen würde. Die neuen Prognosen zeigen jedoch, dass ein wachsender Teil des Ausschusses nun stattdessen eine restriktivere Geldpolitik in Betracht zieht.
Die Erklärung legte zudem mehr Wert auf Themen, die Kevin seit seinem Amtsantritt betont hat, darunter die Stärke der Investitionen und das Produktivitätswachstum. Offizielle Vertreter führten einen Teil des aktuellen Inflationsdrucks auf branchenspezifische Angebotsschocks zurück, insbesondere auf den Anstieg der Energiepreise.
Was Sie wissen sollten
Die US-Notenbank Fed blieb bei ihrer Haltung, doch eine deutliche Hinwendung zu möglichen Zinserhöhungen zeigt, dass der Kampf gegen die Inflation noch lange nicht vorbei ist.
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