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Die europäischen Aktienmärkte bleiben verhalten, während die Handelsgespräche zwischen China und den USA in London andauern

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Europäische Union erwägt ihre letzte „nukleare Option“ zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten
  • Die europäischen Aktienkurse blieben unverändert, während die Handelsgespräche zwischen den USA und China in London fortgesetzt wurden.

  • Die Renditen britischer Staatsanleihen sanken nach schwachen Arbeitsmarktdaten und einem geringer als erwartet ausgefallenen Lohnwachstum.

  • Gold legte leicht zu, während Silber, Platin und Palladium allesamt nachgaben.

Die europäischen Aktienmärkte reagierten am Dienstag kaum, während die Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China in London fortgesetzt wurden. Händler in ganz Europa warteten gespannt darauf, wie sich der Konflikt um kritische Mineralien entwickeln würde.

Laut CNBC blieb der paneuropäische Stoxx 600 unverändert. Der FTSE 100 in London stieg um 0,4 %, während der deutsche DAX um 0,2 % nachgab. Der französische CAC 40 verzeichnete einen leichten Anstieg. Trotz dieser Zahlen ging jedoch niemand nennenswerte Positionen ein, insbesondere angesichts der anhaltenden Handelsspannungen.

Der Druck auf den Verteidigungssektor war enorm; der Stoxx Aerospace and Defense Index sank um 0,8 % und setzte damit seine Verluste den dritten Tag in Folge fort. Grund dafür war die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Versorgung mit Seltenen Erden.

Im April reagierte China auf die US-Zölle mit der Einschränkung des Exports wichtiger Mineralien, die für die Verteidigungstechnologie benötigt werden, was sich auf die europäische Fertigungs- und Militärindustrie auswirkte.

Britische Staatsanleihen steigen aufgrund der Abschwächung des Arbeitsmarktes

Anleger hatten nicht nur mit Handelsspannungen zu kämpfen. Britische Staatsanleihen – sogenannte Gilts – verzeichneten nach der Veröffentlichung neuer Arbeitsmarktdaten am Dienstagmorgen durchweg Kursanstiege.

Das britische Statistikamt (ONS) meldete ein durchschnittliches Lohnwachstum von 5,3 Prozent, was unter der von Reuters prognostizierten Steigerung von 5,5 Prozent liegt. Diese Abweichung von den Lohnprognosen ergänzt die Meldung, dass die Zahl der offenen Stellen in den drei Monaten bis Ende April im Vergleich zum vorherigen Dreimonatszeitraum um 7,9 Prozent gesunken ist. Die Verlangsamung deutet auf eine Abschwächung des Arbeitsmarktes hin und nährt Spekulationen über eine mögliche Lockerung der geldpolitischen Maßnahmen.

Nach der Veröffentlichung fielen die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen um 7 Basispunkte, die fünfjährige um 6. Auch die Rendite zweijähriger Staatsanleihen sank um 7 Basispunkte, und die dreißigjährige um 6. Steigende Anleihekurse führen zu sinkenden Renditen – ein klares Signal für eine wachsende Nachfrage nach britischen Staatsanleihen trotz der Vorsicht am Markt.

Goldpreise steigen, Metallpreise fallen und der japanische Yen sinkt nach Uedas Äußerungen

Im Rohstoffsektor legte Gold leicht zu und notierte um 8:18 Uhr GMT bei 3.333,89 US-Dollar pro Unze, nachdem es zuvor auf 3.301,54 US-Dollar gefallen war. US-Gold-Futures blieben unverändert bei 3.354,70 US-Dollar. Das Edelmetall verzeichnete im Vorfeld der in dieser Woche veröffentlichten US-Inflationszahlen, die Einfluss auf die nächste Zinsentscheidung der Federal Reserve haben könnten, eine anhaltende Nachfrage. Da Anleger angesichts potenzieller makroökonomischer Veränderungen Risiken mieden, stieg die Nachfrage nach sicheren Anlagen.

Doch nicht alle Metallpreise legten zu. Silber fiel um 0,6 % auf 36,51 US-Dollar pro Unze, obwohl es sich auf einem 13-Jahres-Hoch befand. Platin gab um 1,1 % auf 1.206,42 US-Dollar nach, nachdem es den höchsten Stand seit Mai 2021 erreicht hatte, und Palladium sank um 1 % auf 1.063,22 US-Dollar. Die Entwicklung an den Metallmärkten spiegelte die allgemeine Vorsicht an den europäischen Aktien- und Anleihemärkten wider.

In Japan stellte sich der Gouverneur der Bank von Japan, Kazuo Ueda, dem Parlament und machte deutlich, dass die Zentralbank noch weit davon entfernt ist, ihr Inflationsziel zu erreichen. Ueda erklärte: „Unser kurzfristiger Leitzins liegt bei 0,5 %. Generell lässt sich sagen, dass unser Spielraum zur Ankurbelung der Wirtschaft angesichts destronAbwärtsdrucks sehr begrenzt ist.“

Diese Aussage allein reichte aus, um den Yen zu erschüttern. Er fiel gegenüber dem Dollar von 144,69 auf bis zu 145,29, bevor er sich leicht erholte. Ueda dämpfte die Erwartungen an eine kurzfristige Zinssenkung, deutete aber mögliche Konjunkturmaßnahmen an, was Händler als Signal dafür werteten, dass Zinserhöhungen nicht so bald zu erwarten seien.

Japans Inflationsrate ist die höchste der G7, dennoch hält das Land den niedrigsten Leitzins. Uedas Position spiegelt die Notwendigkeit wider, die Zinsen letztendlich anzuheben, jedoch erst, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten verbessern. Berichten zufolge könnte das japanische Finanzministerium die Emission von extrem langfristigen Anleihen reduzieren und sogar einige zurückkaufen – ein weiterer Grund für die Schwäche des Yen.

Es wird erwartet, dass die Bank von Japan bei ihrer nächsten Sitzung in der kommenden Woche die Leitzinsen unverändert lässt und dies mit den ihrer Ansicht nach „extrem hohen Unsicherheiten“ in den Wirtschaftsprognosen begründet. Da Anleger Risiken in den Bereichen Währungen, Anleihen, Rohstoffe und Geopolitik abwägen, steigt der Druck rapide an.

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