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Die EZB nutzt ChatGPT, um die Genauigkeit des BIP mit nur zwei Seiten PMI-Kommentar zu verbessern

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die EZB nutzt ChatGPT, um die Genauigkeit des BIP mit nur zwei Seiten PMI-Kommentar zu verbessern
  • Die EZB nutzt ChatGPT, um die BIP-Prognosen anhand von nur zwei Seiten PMI-Kommentaren zu verbessern.
  • Die KI-generierten Stimmungsbewertungen sollen die Kurzfristprognosen der Bank präziser gemacht haben.
  • dent Luis de Guindos warnte, dass Konflikte im Nahen Osten und Zölle das Wachstum der Eurozone beeinträchtigen könnten.

Laut einem Papier, das die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichte, nutzt sie nun ChatGPT, um ihre Prognosen für das BIP-Wachstum in der Eurozone zu verbessern.

Statt in endlosen Daten zu ertrinken, nutzte die Bank laut der Studie lediglich zwei Seiten Kommentare aus den Berichten des Einkaufsmanagerindex (PMI), und es funktionierte.

Sie speisten diesen kurzen Kommentar in ChatGPT ein, und die KI generierte sogenannte „Aktivitäts-Sentiment-Scores“, die anschließend in ihre bestehenden BIP-Prognosemodelle einflossen. Diese Prognosen zeigten einetronGenauigkeit.

Diese neue Anwendung künstlicher Intelligenz ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen der EZB um Automatisierung und maschinelles Lernen. Seit Jahren sammelt die Bank Webdaten und experimentiert mit großen Modellen, um Wirtschaftsinformationen zu klassifizieren. Doch dies ist das erste Mal, dass sie ChatGPT anhand von PMI-Texten testet und sich dabei ausschließlich auf Erzählungen, Tonfall und Anekdoten in diesen Berichten konzentriert.

EZB-Ökonomen sagen, ChatGPT verbessere die Prognosegenauigkeit

Die Studie hob hervor, dass bestehende BIP -Prognosemodelle schwer zu übertreffen seien, die Ergebnisse von ChatGPT diese jedoch verbesserten. Darin heißt es: „Das wichtigste Ergebnis ist, dass die Angleichung der PMI-Textwerte an die beiden BIP-Nowcast-Benchmarks die Genauigkeit der BIP-Nowcasts deutlich verbessert.“

Das gelingt mit nur zwei Seiten Eingabematerial, nicht mit Millionen von Nachrichtenartikeln. Die Forscher fügten hinzu: „Schon zwei Seiten Text, anstatt beispielsweise Millionen von Zeitungsartikeln, können ausreichen, um bestehende, schwer zu übertreffende Benchmarks zu verbessern.“

Das System ersetzt keine traditionellen, harten Daten wie Einzelhandelszahlen oder Produktionsstatistiken. Es beschleunigt aber die Analyse. Durch die Echtzeit-Bewertung von Stimmung und Konjunkturlage erhält die EZB schneller einen Eindruck davon, ob sich die Wirtschaftstätigkeit auf- oder abschwächt, noch bevor die offiziellen Zahlen vorliegen. Das ist der entscheidende Vorteil: schnellere Signale, bessere Prognosen.

Doch selbst mit einemtrondentdentdentdentdentdentdentdent EZB, warnte, dass der Nahostkonflikt und die Energiepreise das Wachstum beeinträchtigen könnten.

Luis erklärte, die Ölpreise seien nach Israels Angriff auf den Iran Anfang des Monats sprunghaft angestiegen, hätten sich seither aber wieder leicht erholt. Dennoch blieben die Energiekosten instabil: „Der Ausbruch des Israel-Iran-Konflikts sorgt für zusätzliche Unsicherheit hinsichtlich der Ölpreisentwicklung.“

Er warnte davor, dass diese Schwankungen das Wachstum der Eurozone und damit auch die Inflation beeinträchtigen könnten. „Daher ist es wichtig, die Entwicklungen in der Realwirtschaft als Indikator für die Inflationsaussichten genau zu beobachten.“

Luis machte deutlich, dass die Abhängigkeit der Eurozone von Öl- und Gasimporten, insbesondere im Vergleich zu den USA, Preisschwankungen wie eine zusätzliche Steuer wirken lässt. Dies trifft sowohl Haushalte als auch Unternehmen und bremst das Wachstum. Selbst während die EU ihre erneuerbaren Energien ausbaut, bleiben Energieimporte ein zentrales Risiko.

Zölle, Inflation und die Zinsentscheidungen der EZB bleiben weiterhin relevant

Luis erklärte außerdem, dass Handelsspannungen zusätzliche Probleme verursachen könnten. Höhere Zölle auf europäische Exporte in die USA könnten die Inflation senken, nicht etwa aufgrund einer besseren Geldpolitik, sondern weil die Zölle das Wachstum bremsen würden. „Höhere Zölle sind selbst bei einem erfolgreichen Verlauf der bilateralen Verhandlungen zu erwarten“, sagte er. Das setze die Ziele der EZB zusätzlich unter Druck.

Anfang des Monats senkte die EZB ihren Leitzins zum achten Mal und deutete an, dass sie den Senkungszyklus möglicherweise bald abschließen werde. Im Mai sank die Inflation knapp unter das 2%-Ziel der Bank. Luis klang optimistisch, aber vorsichtig: „Wir glauben, dass wir unserem Ziel sehr nahe sind. Wir glauben, dass wir gut aufgestellt sind.“

Das schließt weitere Zinssenkungen jedoch nicht aus. Sollten Energie- und Handelskosten die Inflation weiterhin dämpfen, könnte eine weitere Zinsentscheidung anstehen.

Luis betonte außerdem die Notwendigkeit einer tieferen Integration der Eurozone. Seiner Ansicht nach lässt sich das ganze Chaos – von Krieg über Energiekrise bis hin zu Wirtschaftskrisen – nur durch „mehr Europa“ bewältigen. Dazu gehöre der Abbau von Barrieren zwischen den EU-Ländern und die Schaffung gemeinsamer Märkte für Bankwesen, Sparen und Investitionen. Er sagte: „Wir müssen die Interessen Europas über die nationalen Interessen stellen.“

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