Dollarverfall setzt globale Zentralbanken unter Druck: Währungen abwerten odertronbleiben?

- Der Dollar ist in diesem Jahr um über 9 % gefallen, was zu globalen Währungsverschiebungen und Kapitalabflüssen geführt hat.
- Sichere Währungen wie Yen, Franken und Euro haben stark zugelegt, während einige Schwellenländer Rekordtiefstände verzeichneten.
- Angesichts von Inflation und Handelsdruck diskutieren die Zentralbanken über Zinssenkungen oder Währungsabwertungen.
Der Dollar stürzt ab und zwingt damit alle Zentralbanken der Welt zu einer ungeliebten Entscheidung: Entweder sie werten ihre Währungen ab, um die Exporte am Leben zu erhalten, oder sie lassen ihr Geld an Werttronund sehen zu, wie ihre Wirtschaft unter der sinkenden Nachfrage leidet.
So sieht die Lage momentan aus. Die Situation hat sich über Wochen zugespitzt und verschärft sich zusehends. Die US-Regierung ist unter Trumps zweiter Amtszeit, und niemand traut dem, was als Nächstes kommt.
Investoren haben begonnen, den Dollar und US-Staatsanleihen abzustoßen, und die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Krise. Der Dollar-Index ist in diesem Jahr um mehr als 9 % gefallen. Laut der jüngsten globalen Fondsmanagerumfrage der Bank of America erwarten 61 % der Fondsmanager, dass der Dollar in den nächsten zwölf Monaten weiter an Wert verlieren wird.
Das ist die schlechteste Einschätzung des Dollars durch diese Manager seit fast zwei Jahrzehnten.
Sichere Währungen steigen im Wert, während der Dollar an Wert verliert
Der Kursverfall des US-Dollars hat andere Währungen, insbesondere die sogenannten sicheren, gestärkt. Der japanische Yen hat in diesem Jahr gegenüber dem Dollar um mehr als 10 % zugelegt, während der Schweizer Franken und der Euro laut Daten der LSEG zum Redaktionsschluss jeweils um über 11 % gestiegen sind.
Diese Aufschwünge klingen zwar gut, sind aber tatsächlich ein Problem. EinetronWährung verteuert Exporte, und für Länder, die auf den Export angewiesen sind, ist das ein Problem, das sie momentan nicht gebrauchen können.
Der mexikanische Peso legte um 5,5 % zu, der kanadische Dollar um über 4 %, der polnische Zloty um mehr als 9 % und der russische Rubel um satte 22 % gegenüber dem Dollar in diesem Jahr, wie Daten der LSEG zeigen.
Doch nicht alle Währungen steigen. Einige brechen stark ein. Der vietnamesische Dong und die indonesische Rupiah fielen diesen Monat gegenüber dem Dollar auf Rekordtiefstände. Auch die türkische Lira erreichte letzte Woche ein neues Rekordtief. Selbst der chinesische Yuan, der vor zwei Wochen auf ein neues Tief gefallen war, hat sich nur langsam erholt.
Adam Button, Chef-Währungsanalyst bei ForexLive, sagte, die Dollar-Schwäche sei etwas, die Zentralbanken gewartet hätten. „Die meisten Zentralbanken wären mit einem Rückgang des US-Dollars um 10 bis 20 Prozent zufrieden“, sagte er.
Button wies darauf hin, dass die Stärke des Dollars seit Jahren ein großes Problem darstellt, insbesondere für Länder, die entweder an den Dollar gekoppelt sind oder hohe Dollar-Schulden haben. Ein schwacher Dollar senkt ihre Rückzahlungskosten. Er hilft auch, die importierte Inflation einzudämmen, datronLandeswährung günstigere Importe bedeutet. Das verschafft den Zentralbanken Spielraum, die Zinsen zu senken und ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Zentralbanken zögern angesichts steigender Inflation und Kapitalfluchtrisiken
Das ist aber nur die positive Seite. Button erklärte, die Kehrseite der Medaille seien die Probleme mit den Exporten. EinetronLandeswährung verteuert die Waren eines Landes auf den Weltmärkten. Besonders problematisch ist dies in Asien, wo der Großteil der weltweiten Produktion stattfindet.
Aus diesem Grund ist es unwahrscheinlich, dass Länder wie Indonesien die Zinsen in absehbarer Zeit senken werden. Ihre Währung ist bereits zu instabil. Länder wie Indien oder Südkorea hingegen könnten noch Spielraum für Zinssenkungen haben. Das Problem besteht darin, dass Anleger nach einem Zinsrückgang ihr Kapital in US-amerikanische Anlagen umschichten könnten, um höhere Renditen zu erzielen, was Kapitalabflüsse auslösen würde.
Die Schweiz ist in einer Sonderstellung. Button wies darauf hin, dass 75 % des Schweizer BIP aus Exporten stammen und dertronFranken seit 15 Jahren ein Albtraum ist. In Zeiten globaler Panik flüchten Investoren stets in den Franken und treiben ihn so noch weiter in die Höhe. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, so Button, bleibe der Schweiz möglicherweise keine andere Wahl, als den Franken abzuwerten.
Einige Länder nutzen das Zeitfenster sinkender Inflation. Die Europäische Zentralbank senkte die Zinsen bei ihrer Sitzung im April um 25 Basispunkte. Sie erklärte, die Inflation sinke in Richtung ihres 2%-Ziels, sodass sie Spielraum habe.
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