Do Kwon, der CEO von Terraform Labs, stand in den letzten Wochen im Mittelpunkt des Interesses am Kryptomarkt. Grund dafür war ein Zwischenfall mit dem nativen Token der Plattform, LUNA, und dem Stablecoin UST. Laut einer aktuellen Einschätzung von Rechtsexperten in den USA wird der Terra-CEO wahrscheinlich Sanktionen in den USA entgehen. Sie merkten jedoch an, dass er sich lediglich vor Klagen einer großen Anzahl von LUNA-Inhabern fürchten müsse.
Investoren fordern eine Untersuchung gegen Do Kwon
Seit Bekanntwerden des Skandals fordern Händler innerhalb und außerhalb von Do Kwon, Südkorea, eine Strafverfolgung. Die meisten Anleger vermuten, dass der CEO in die Angelegenheit verwickelt ist. Obwohl die Ermittlungen noch andauern, konnten die Verluste der betroffenen Anleger bisher kaum besänftigt werden.
Laut einem Bericht von CNBC erklärte ein führender Rechtsexperte des Landes, der bereits im öffentlichen Dienst tätig war, dass der CEO von Terra in den USA straffrei davonkommen werde. Er führte aus, die Staatsanwaltschaft müsse ihm seine Beteiligung an dem Vorgang zweifelsfrei beweisen. Der Anwalt betonte, der Fall sei nicht mit einem Strafverfahren vergleichbar, in dem Zeugen belastende Beweise gegen Do Kwon liefern.
Terra könnte mit weiteren Zivilklagen konfrontiert werden
Der Justizbeamte erklärte, dass das Gesetz die im Kopf der Betroffenen vermuteten Motive nicht beweisen könne, da der Prozess stets langwierig sei. Er sprach auch von der Durchsicht unzähliger Dokumente zur Beweissicherung, Gesprächen mit Investoren, Analysten und anderen am Fall Beteiligten sowie von Verhandlungen zwischen verschiedenen Gerichten und juristischen Auseinandersetzungen. Ein Staatsanwalt merkte zudem an, dass die Staatsanwaltschaft die Denkweise des Angeklagten untersuchen müsse, da ihr lediglich Textnachrichten und andere physische Dokumente zur Verfügung stünden.
Der ehemalige US-amerikanische Sachverständige erwähnte einen Fall im Zusammenhang mit der Blutentnahme. In diesem Fall gab der Angeklagte an, eigene Geräte zur Blutentnahme verwendet zu haben, während für den eigentlichen Prozess ein externes Gerät zum Einsatz kam. Do Kwon könnte mit Sammelklagen geschädigter Anleger konfrontiert werden. Diese haben in Südkorea bereits mehrere Klagen gegen Do Kwon und sein Unternehmen eingereicht, wobei die meisten die Regierung auffordern, ihn zu sanktionieren und zu untersuchen. Terra hat jedoch weiterhin einen Airdrop der neuen LUNA-Token durchgeführt, um die Inhaber der alten Token zu entschädigen.

