FalconX, das Krypto-Brokerage- und Handelsunternehmen, hat den Kauf von Arbelos Markets, einer 2023 gegründeten Derivateplattform, offiziell abgeschlossen.
Bei dem Deal Berichten zufolge um eine Mischung aus cash und FalconX-Aktien, wobei genaue Zahlen zur Bewertung von Arbelos strenger geheim gehalten werden als ein Bitcoin Cold-Wallet.
Arbelos legte nun richtig los und sammelte im Mai dieses Jahres in einer von Dragonfly Capital angeführten Finanzierungsrunde 28 Millionen Dollar ein. FalconX war ebenfalls mit von der Partie, neben Größen wie Circle Ventures, Deribit, Paxos und StarkWare.
Die Gründer von Arbelos, Joshua Lim und Shiliang Tang, sind keine Neulinge in der Branche. Lim leitete zuvor Handelsabteilungen bei Galaxy Digital und Genesis Global Trading. Tang war Chief Investment Officer bei LedgerPrime, heute bekannt als MNNC Group. Sie sind ganz normale Gründer, die ihr Unternehmen zunächst in einer Garage starteten.
Doch auch andere große Player buhlen um Bridge. Nehmen wir beispielsweise Stripe. Der Zahlungsriese hat gerade die Übernahme des Stablecoin-Startups Bridge für 1,1 Milliarden US-Dollar angekündigt. Sequoia Capital, einer der Investoren von Bridge, konnte den Wert seiner Beteiligung nach dem Deal verfünffachen.
Trumps Sieg löst Krypto-Fieber aus
Die Übernahme passt perfekt zu den Erwartungen der Branche an kryptofreundliche Regierung von Präsident Donald Trump. dent will Amerika zur Krypto-Hauptstadt der Welt machen. Außerdem entlässt er Regulierungsbehörden, die Kryptowährungen bisher behindert haben, und ersetzt sie durch Experten, die die Materie verstehen.
Seine Rückkehr ins Oval Office lässt jeden Krypto-CEO denken: Jetzt heißt es alles oder nichts. Sein Wahlsieg wurde durch 135 Millionen Dollar an kryptofinanzierten Wahlkampfspenden unterstützt.
Und wenn man die Marktreaktion nach der Wahl als Maßstab nimmt, sieht es vielversprechend aus. Die Kurse schossen in die Höhe, sobald Trumps Sieg feststand, und Insider sagen, das sei erst der Anfang.
Doch trotz des hohen Optimismus bleiben Herausforderungen bestehen. Viele Krypto-Unternehmen sind nach wie vor in Privatbesitz, was aktienbasierte Transaktionen erschwert.
Die Unternehmensbewertungen stellen ebenfalls einen Knackpunkt dar; viele Unternehmen haben während des Bullenmarktes 2022 Kapital aufgenommen, und diese extrem hohen Bewertungen sind heute nicht mehr gerechtfertigt. Transaktionen werden harte Verhandlungen erfordern, und nicht jeder wird den Preis erzielen, den er für angemessen hält.
Währenddessen warten andere Regionen wie Singapur, Dubai und die Europäische Union nicht tatenlos darauf, dass die USA ihre Kryptopolitik festlegen. Sie haben bereits solide Regulierungsrahmen geschaffen. Der europäische Rahmen für Märkte für Krypto-Assets (MiCA) trat am 30. Dezember in Kraft, erhält aber, wie wir bereits berichtet , nicht die erhoffte Aufmerksamkeit von der EU.

