„Das ist nicht hinnehmbar“ – Coinbase CLO verurteilt den Umgang der FDIC mit FOIA-Anfragen

- Coinbases CLO-Ankündigung warf Fragen zur Transparenz im Umgang der FDIC mit FOIA-Anfragen auf.
- Travis Hill von der FDIC kritisierte restriktive Krypto-Richtlinien und plädierte für ausgewogene Regulierungsansätze.
- Coinbase hat eine einstweilige Berufung eingelegt, um die Ansprüche der SEC vor höheren Gerichten anzufechten.
Paul Grewal, der Leiter der Rechtsabteilung von Coinbase, äußerte Bedenken hinsichtlich des Umgangs der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) mit Anfragen nach dem Freedom of Information Act (FOIA). Diese Debatte über die Rechenschaftspflicht der Behörde steht im Mittelpunkt der Debatte in der Digitalbranche.
Dies geschieht, nachdem Richterin Katherine Failla Coinbase eine Zwischenberufung gegen die US-Börsenaufsicht SEC gewährt hat. Gleichzeitig kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der FDIC, Travis Hill, frühere Maßnahmen der Bundesregierung, die die Beteiligung von Banken am Kryptomarkt einschränkten. Er fordert ein Ende restriktiver Praktiken wie der „Operation Chokepoint“.
Coinbase fordert die FDIC heraus
In einem Beitragerklärte Grewal, dass die Antwort der FDIC auf die FOIA-Anfragen von Coinbase mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet habe. Er forderte die Behörde auf, ihren öffentlichen Bericht zu erläutern, in dem sie darlegt, warum sie keine Volltextsuche in allen Dokumenten ihrer regionalen automatisierten Dokumentenverteilungsdatenbank (RADD) durchführt.
Er fügte hinzu, dass auch Dokumente von Tools wie Microsoft Teams von den FOIA-Anfragen ausgeschlossen wurden, was die offengelegten Daten einschränkte. Grewal hob die FDIC-Richtlinien hervor, die Dokumente als „beratungsrelevant“ oder „anwaltlich-mandantenvertraulich“ einstufen. Coinbase behauptet, dass diese Vorgehensweise die Offenlegung einschränkt, da angeblich mehr als 150 potenziell relevante Dokumente ausgelassen wurden.
Der Chief Law Officer (CLO) von Coinbase wies darauf hin, dass diese Praktiken erhebliche Bedenken hinsichtlich der Transparenz regulatorischer Prozesse aufwerfen. Die Kryptoindustrie müsse sich für klarere Regeln und eine faire Aufsicht einsetzen. Er erklärte: „Das werden wir nicht hinnehmen.“
Ihre bisherige Antwort? „Angesichts des Umfangs Ihrer Anfragen werden wir uns die nötige Zeit nehmen, um Ihre Mitteilung zu prüfen und Ihnen zu antworten.“
Das wird nicht hingenommen. 3/3
— Paul Grewal (@iampaulgrewal) 11. Januar 2025
Richterin Katherine Failla hat Coinbase eine Zwischenberufung gewährt . Dies ermöglicht es der Kryptobörse, die Vorwürfe der SEC vor dem Zweiten Bundesberufungsgericht anzufechten. Damit kann Coinbase die Anschuldigungen der Kommission bestreiten, eine nicht registrierte Börse und einen nicht registrierten Broker-Dealer betrieben sowie über ihr Staking-Programm nicht registrierte Wertpapiere verkauft zu haben. Das Verfahren vor dem Bezirksgericht ruht derzeit.
Coinbase und die US-Börsenaufsicht SEC liefern sich einen erbitterten Rechtsstreit. Die Behörde wirft der Börse Verstöße gegen Bundeswertpapiergesetze vor. Konkret verweist sie auf den Securities Exchange Act von 1934 und den Securities Act von 1933.
Zuvor hatte Richter Failla ein gemischtes Urteil gefällt, das die Klage der SEC nicht vollständig abwies, aber auch die Einwände von Coinbase nicht gänzlich akzeptierte. Die Zwischenberufung bietet Coinbase nun die Möglichkeit, ihren Fall vor einem höheren Gericht vorzutragen.
Der stellvertretende Vorsitzende der FDIC setzt sich für Kryptowährungen ein.
Travis Hill, stellvertretender Vorsitzender der FDIC, hob in einer Redehervor, wie Maßnahmen wie sogenannte „Pause Letters“ Innovationen beeinträchtigt und den Eindruck erweckt hätten, die Regulierungsbehörden würden solche Entwicklungen blockieren. Er erklärte, die FDIC habe mehr als zwanzig Banken solche „Pause Letters“ geschickt und sie darin angewiesen, jegliche Krypto-Aktivitäten einzustellen.
Hill betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes, der es Banken ermöglicht, sich weiterzuentwickeln und gleichzeitig Risikendentzu managen. Er wird voraussichtlich künftig als kommissarischer Vorsitzender der FDIC fungieren – eine Entwicklung, die die Kryptoindustrie als positives Signal werten würde.
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Ashish Kumar
Ashish Kumar ist Krypto- und Finanzjournalist mit acht Jahren Redaktionserfahrung. Er berichtet über aktuelle Entwicklungen auf den Kryptomärkten, Regulierungen, DeFiund Börsenökosystemen. Er hat bereits für Coingape, Todayq und Newsroompost gearbeitet. Ashish besitzt ein Postgraduate Diploma in English Journalism vom IIMC. Er hat außerdem Branchengrößen wie Arthur Hayes, Yat Siu, Austin Federa und andere interviewt.
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