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Cloudflare deckt Schatten-KI am Arbeitsplatz auf

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
  • Cloudflare, ein Unternehmen, das sich für freie Meinungsäußerung einsetzt, hat in Cloudflare One KI-Überwachungsfunktionen eingeführt.
  • Diese neuen Funktionen ermöglichen es IT-Gruppen, zu erkennen, wer KI einsetzt und welche Art von Daten mit der KI geteilt werden.
  • Mehrere Personen haben Cloudflares Bekenntnis zur „Meinungsfreiheit“ kritisiert.

Cloudflare, ein US-amerikanisches Unternehmen, das sein globales Netzwerk und innovative Tools nutzt, um die Geschwindigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Websites zu verbessern, hat KI-Überwachungsfunktionen in Cloudflare One, seiner Sicherheitsplattform für Unternehmen, implementiert.

Diese neuen Funktionen ermöglichen es IT-Abteilungen, schnell zudent, wer KI nutzt und welche Daten mit dieser Technologie geteilt werden. Laut Cloudflare bietet dies IT- Mitarbeitern Einblick in die Nutzung generativer KI durch die Mitarbeiter, die bereits in das verfügbare Dashboard integriert ist.

Dies geschah, nachdem Recherchen verschiedener Quellen ergeben hatten, dass mehrere Arbeitgeber in unterschiedlichen Institutionen die Einführung generativer KI in ihren Unternehmensabläufen begrüßten. Allerdings teilen einige Mitarbeiter interne Finanzberichte oder firmeneigenen Code mit KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini, was nun ans Licht kommt.

Die Enthüllung hat bei Arbeitgebern zu einem Vertrauensverlust in die Technologie geführt. Die Weitergabe von Finanzdaten an KI-Chatbots legt Firmengeheimnisse offen, die letztendlich in der Cloud landen.

In einem Blogbeitrag hob das Unternehmen hervor: „Administratoren können nun Antworten auf Fragen finden wie: Was machen unsere Mitarbeiter in ChatGPT? Welche Art von Informationen werden in Claude hochgeladen und verwendet? Ist Gemini in Google Workspace korrekt eingerichtet?“

Cloudflare warnt Unternehmen vor leichtsinnigem Handeln im Umgang mit sensiblen Daten 

Nach eingehender Recherche zum Einsatz von KI-Chatbots Cloudflare fest, dass drei von vier Mitarbeitern ChatGPT, Claude oder Gemini in ihre tägliche Arbeit. Dies gilt insbesondere für Aufgaben wie Datenauswertung, Textbearbeitung, Fehlersuche und Design. 

Angesichts dieser Praktikendentdas Unternehmen ein zentrales Problem beim Einsatz von KI. Es wies darauf hin, dass sensible Unternehmensdatentracin diese KI-Chatbots gelangen könnten. Um dem entgegenzuwirken, sind die Produkte des US-Unternehmens so konzipiert, dass sie auf API-Ebene arbeiten und verdächtige Uploads im System überwachen.

Nachdem ein solcher Fall aufgedeckt wurde, warnt das Unternehmen davor, im Umgang mit sensiblen Daten leichtsinnig zu handeln. Laut Cloudflare kann unachtsames Handeln dazu führen, dass ein externes Modell mit den weitergegebenendentDaten trainiert wird, und diese Daten könnten anschließend unwiederbringlich verloren gehen.

Andere führende Unternehmen im Bereich der Unternehmenssicherheit, wie Zscaler und Palo Alto Networks, bieten ebenfalls KI-gestützte Überwachung an. Trotz dieser Konkurrenz behauptet Cloudflare weiterhin, Cloudflare One sei unübertroffen. Das Unternehmen argumentiert, sein Hybridmodell funktioniere einwandfrei, ohne dass Software auf den Geräten installiert werden müsse. Die Plattform bietet zudem API-Scanning zur Überwachung des Systemzustands, von Konfigurationsproblemen und Datenlecks und ermöglicht die sofortige Steuerung von Benachrichtigungen in ChatGPT, Claude und Gemini.

In der Zwischenzeit ist anzumerken, dass sich Cloudflare als Anbieter inhaltsneutraler Infrastruktur und nicht als Moderator etabliert hat. Konkret bedeutet dies, dass das Unternehmen nur dann überwacht, was seine Kunden veröffentlichen, wenn diese dazu autorisiert sind. Dieser Ansatz wird seit einem Jahrzehnt verfolgt. 

Matthew Prince, CEO von Cloudflare, äußerte sich zu dem Thema. Laut Prince ist das Unternehmen kein Hosting-Anbieter und hat keine Befugnis, über die zulässigen Inhalte zu entscheiden. Er betonte jedoch, dass der Fokus darauf liege, die Verfügbarkeit von Websites unabhängig von deren Inhalten sicherzustellen.

Cloudflare sieht sich aufgrund seiner Webseitendienste Kritik von Einzelpersonen ausgesetzt

Cloudflares Haltung zur Meinungsfreiheit hat Kritik hervorgerufen. Gegner argumentieren, das Unternehmen ermögliche schädliche Websites, darunter solche mit Hass oder extremistischen Inhalten. Dies liege daran, dass kein formeller Antrag auf Entfernung aus der Liste gestellt worden sei.

Diesen Vorwürfen ging eine Studie der Stanford University aus dem Jahr 2022 voraus, die darauf hinwies, dass Cloudflare im Verhältnis zu seinem gesamten Internetverkehr für das Hosting einiger der größten Desinformations-Websites verantwortlich ist

Trotzdem wurden für das Unternehmen mehrere Ausnahmen gemacht. So stellte die Firma beispielsweise 2017 die Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Website „The Daily Stormer“ ein, kurz nachdem diese behauptet hatte, Cloudflare unterstütze deren pronazistische Haltung.

Kurz darauf relativierte Prince ihre Ankündigung als unfreiwillige Ausnahme, die ihnen entrissen worden sei und sie gezwungen habe, ihre Neutralitätspolitik zu brechen.

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Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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