Zwei Chinesen wegen Geldwäsche von 100 Millionen Dollar an nordkoreanische Hacker angeklagt

Zwei chinesische Staatsbürger wurden kürzlich wegen Geldwäsche von über 100 Millionen US-Dollar für nordkoreanische Hacker angeklagt. Dieser Fall hat verdeutlicht, in welchem Ausmaß Nordkorea Kryptowährungen nutzt, um die gegen es verhängten Sanktionen zu umgehen.
Nordkoreanische Hacker und Krypto
Am 2. März erhob das US-Justizministerium Anklage gegen zwei Männer im Rahmen eines Gerichtsverfahrens, das Nordkoreas Einsatz von Cyberangriffen zur Umgehung der gegen das Land verhängten Sanktionen aufdeckte.
Laut einem Berichtwurden die beiden Männer wegen Geldwäsche von über 100 Millionen US-Dollar in Kryptowährung im Auftrag Nordkoreas angeklagt. Die Gerichtsakten konzentrieren sich auf Pjöngjangs Einsatz von Cyberkriminellen zur Umgehung von Sanktionen. Demnach waren die beiden seit Dezember 2017 in Cyberkriminalität verwickelt und unterstützten Nordkorea bis April 2019 bei der Geldwäsche.
Die beiden nutzten verschiedene Methoden, um die Spuren gestohlener Kryptowährungen zu verwischen und Transaktionen zugunsten von Akteuren mit Sitz in Nordkorea zu verschleiern.
Ein Teil der von den beiden transferierten Gelder stammte aus Vermögenswerten, die nordkoreanische Hacker 2018 von einer Kryptobörse gestohlen hatten. Obwohl in der Erklärung keine Namen genannt wurden, deutet das Volumen der gestohlenen Gelder darauf hin, dass es sich um die japanische Kryptobörse Coincheck handelte, die im selben Jahr gehackt wurde. Bei dem Hack verlor Coincheck den Zugriff auf Kryptowährungen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar.
Die Vermögenswerte wurden anschließend mithilfe von Dusting-Techniken gewaschen, die unzählige automatisierte Transaktionen durchführten, um die Herkunft der Gelder sowie deren Spuren zu verschleiern.
Nordkorea unterliegt seit 2006 aufgrund seines Raketenprogramms internationalen Sanktionen, nutzt aber alternative Methoden, um diese zu umgehen. Mehrfach wurde berichtet dass nordkoreanische Hacker, insbesondere die Lazarus-Gruppe, Cyberkriminalität einsetzen, um die Sanktionen zu umgehen.
Titelbild von Pixabay.
Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Ahmad Asghar
Als eingefleischter Gamer und Technikfan ist er seit fast zehn Jahren in der Tech-Branche tätig. Mit diesem Wissen und Einblick in die Materie berichtet er nun über Blockchain, Kryptowährungen und alles rund um Fintech, um anderen die Branche verständlicher zu machen.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














