Chinas Xpeng startet erste europäische Elektrofahrzeugproduktion

- Der chinesische Hersteller Xpeng kooperiert mit Magna bei der Produktion von Elektrofahrzeugen in Österreich.
- Dieser Schritt wurde durch einen langwierigen Preiskrieg und ein Überangebot auf den chinesischen Märkten ausgelöst.
- Der Zustrom erschwinglicher Automobile aus China hat einen Preiskampf ausgelöst, der Autohäuser von Mexiko bis Malaysia betrifft.
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller Xpeng Inc. hat seine Geschäftstätigkeit in Europa durch eine Partnerschaft mit Magna Steyr, einemtracaus Graz, Österreich, ausgeweitet.
Durch diese Kooperation kann Xpeng das Magna-Werk in Graz, Südösterreich, für die Entwicklung seiner Fahrzeuge nutzen. Der chinesische Elektroautohersteller gab kürzlich bekannt, die erste Serie der SUVs G6 und G9 bereits produziert zu haben.
Durch die lokale Produktion der Fahrzeuge will Xpeng die ab 2024 geltenden EU-Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge umgehen. Die zusätzliche Produktionsgebühr von Partnerherstellern beträgt 20,7 %. Bei einigen anderen Herstellern könnte dieser Wert sogar bis zu 35,3 % betragen.
Xpeng wendet in seinen Geschäftsabläufen eine intelligente Geschäftsstrategie an, um den Umsatz zu steigern
zeichnet sich ein zunehmender Trend chinesischen Elektroautoherstellern zur internationalen Expansion ab, vor allem um höhere Gewinne zu erzielen und neue Kunden zu gewinnen. Auslöser dieser Entwicklung waren ein langwieriger Preiskampf und ein Überangebot auf ihren Heimatmärkten. Allerdings stoßen sie dabei weiterhin auf Handelshemmnisse.
Produktionsunternehmen wie Xpeng und BYD haben beschlossen, Werke in führenden Märkten wie Europa und Südostasien zu errichten, um hohe Zölle zu vermeiden.
Neben der Errichtung von Werken in Europa Xpeng auch ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum in München. Interessanterweise demonstrierte dieses Zentrum auf der jüngsten IAA Mobility seine Fähigkeit, über ein Dutzend chinesische Automobilhersteller zu beherbergen.
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird zudem die Modellproduktion von Xpeng im Werk Magna beschleunigen und die Präsenz des Unternehmens auf dem europäischen Markt ausbauen. Dank seiner intelligenten Geschäftsstrategie konnte der chinesische Elektrofahrzeughersteller, insbesondere in Guangzhou, zuletzt einen deutlichen Absatzanstieg verzeichnen: In den ersten acht Monaten des Jahres 2025 wurden bereits 271.615 Elektrofahrzeuge ausgeliefert. Dies entspricht dem Dreifachen der Verkaufszahlen von 2024.
Die American Depositary Receipts des Unternehmens sind seit Januar ebenfalls um etwa 77 % gestiegen.
Trotz dieser vorbildlichen Ergebnisse ist anzumerken, dass Xpeng letzte Woche aufgrund eines Lenkproblems mehrere P7+-Modelle zurückrufen musste. Wie Cryptopolitanbereits berichtete, hat dies Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Qualität der Fahrzeuge aufgeworfen.
Das Problem beruht auf einem Defekt im Kabelbaum des Sensors. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 20. August des letzten Jahres und dem 27. April dieses Jahres produziert wurden. Bei einigen Fahrzeugen kann es vorkommen, dass eine Warnleuchte für einen Lenkungsfehler aufleuchtet, bevor es tatsächlich zu einem Lenkungsausfall kommt.
China beabsichtigt, seine Position als globaler Marktführer im Automobilexport zu festigen
Der sprunghafte Anstieg der Autoexporte aus China verändert den globalen Automobilmarkt grundlegend. Dieser Zustrom erschwinglicher Fahrzeuge hat einen Preiskampf ausgelöst, der Autohäuser von Mexiko bis Malaysia betrifft.
Angesichts der Ereignisse haben Technologieanalysten hervorgehoben, dass die Regierung vondent Xi Jinping beabsichtigt, sich aus diesem harten Wettbewerb zurückzuziehen, da er die Gewinne schmälert. Auch die Volkszeitung, die der Führung der Kommunistischen Partei untersteht, äußerte sich zu dem Thema und erklärte, dass es in diesem Wettbewerb keine Gewinner gebe.
Trotzdem hat sich gezeigt, dass Chinas Automobilsektor, der aufgrund der Produktion vieler Autos vor großen Herausforderungen steht, diesen Trend nur schwer umkehren kann.
Inzwischen haben Untersuchungen aus zuverlässigen Quellen gezeigt, dass chinesische Fahrzeuge in einigen Gebieten Südamerikas auf den Straßen stärker sichtbar sind, während die von BYD erschwinglichen und qualitativ hochwertigen Elektrofahrzeugmarkentraceuropäische Kunden ansprechen
Ron Zheng, Partner beim globalen Beratungsunternehmen Roland Berger GmbH, bestätigte, dass chinesische Automobilhersteller im Ausland nach besseren Gewinnmargen suchen. Er schlussfolgerte jedoch, dass der Preiswettbewerb zwar auch auf dem heimischen Markt spürbar sein werde, aber nicht so intensiv wie in China ausfallen werde.
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