Chinas Exporte grüner Technologien überstrahlen die US-Offensive für fossile Brennstoffe

- China und die USA konkurrieren um die Vorherrschaft im globalen Energieexport.
- China konzentriert sich auf den Export sauberer Technologien wie Elektrofahrzeuge, Solarmodule und Batterien, während die USA fossile Brennstoffe fördern.
- Washington setzt weiterhin auf die Förderung fossiler Brennstoffe, wobei eine zweite Amtszeit Trumps wahrscheinlich die Deregulierung begünstigen würde.
China zieht im globalen Energiewettlauf immer weiter davon und überholt die USA durch den Ausbau seiner Exporte sauberer Technologien. Während die USA weiterhin stark auf fossile Brennstoffe setzen, baut China seine Präsenz bei Elektrofahrzeugen, Solarmodulen, Batterien und anderen CO₂-reduzierenden Produkten rasant aus.
Das Land steigert seine Exporte sauberer Energie seit Jahren, und 2025 war ein weiteres bedeutendes Jahr. Allein im August exportierte das Land laut Ember, einem in London ansässigen Energie-Thinktank, saubere Energieprodukte im Wert von 20 Milliarden US-Dollar auf internationale Märkte.
Das Wachstum isttronsowohl wert- als auch mengenmäßig stark: Solarexporte haben zugenommen, obwohl die Preise gesunken sind; in einem einzigen Monat wurden rekordverdächtige 46.000 Megawatt Solarenergiekapazität exportiert.
Elektrofahrzeuge und Batterien sind mittlerweile die am schnellsten wachsenden Sektoren und haben Solarenergie als Chinas wichtigsten Exportartikel im Bereich sauberer Energie überholt. Neue Fabriken laufen auf Hochtouren, und mehr als die Hälfte der diesjährigen Exporte von Elektroautos gingen in Schwellenländer außerhalb der OECD. Afrika beispielsweise importierte im vergangenen Jahr 60 % mehr chinesische Solarmodule mit einer installierten Leistung von über 15 GW.
Chinas Vorteil liegt in Größe, Effizienz und Kosten. Das Land entwickelt saubere Energietechnologien, die sich Entwicklungsländer leisten können. Obwohl China bereits den Großteil seiner Produktion selbst verbraucht – es zählt weiterhin zu den größten Energieverbrauchern der Welt –, prägt seine Exportstärke laut Experten die globalen Märkte.
Die USA verdoppeln ihre Exporte fossiler Brennstoffe
exportierten sie im Jahr 2024 rund 30 % ihrer Primärenergieproduktion – hauptsächlich Öl und Gas US-Energiebehörde (EIA).
Die USA gehören mittlerweile zu den wichtigsten Ölexporteuren weltweit. Die Rohölexporte erreichten im September 2025 mit rund 4,2 Millionen Barrel pro Tag den höchsten Stand seit 18 Monaten, angetrieben von der starken Nachfrage in Asien. Auch die Exporte von Flüssigerdgas (LNG) nehmen zu, und entlang der Golfküste werden neue LNG-Exportterminals errichtet.
Diese Entwicklung wird durch staatliche Subventionen unterstützt. Eine aktuelle Studie ergab, dass US-amerikanische Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie jährlich von rund 31 Milliarden US-Dollar an staatlicher Förderung profitieren. Kritiker argumentieren, dass dies die globalen Klimaschutzverpflichtungen untergräbt, insbesondere angesichts sinkender internationaler Finanzmittel für Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe.
Auf politischer Ebene hat Washington die Öl- und Gasförderung vorangetrieben – ein Vorhaben, das während Donald Trumps erster Amtszeit neuen Auftrieb erhielt und unter Joe Biden fortgesetzt wurde. In Trumps zweiter Amtszeit dürfte der fortgesetzte Abbau von Regulierungen die fossilen Brennstoffindustrien weiter stärken und Anreize für saubere Energietechnologien einschränken.
Importeure stehen vor einer scharfen Spaltung
Für Länder, die amerikanische oder chinesische Energieprodukte kaufen, besteht die Wahl zwischen zwei grundverschiedenen Zukunftsszenarien. Hardware für saubere Energie – ob Solaranlagen, Windkraftanlagen oder Batterien für Elektrofahrzeuge – ist infrastrukturell, da sie über Jahrzehnte Strom erzeugen kann. Fossile Brennstoffe hingegen werden genutzt, gekauft und verbraucht und müssen dann ersetzt werden.
Diese Spaltung verändert die Energiepolitik grundlegend. Chinas Exporte sauberer Energien generieren kurzfristig möglicherweise nicht immer höhere Einnahmen als amerikanische Öl- und Gasexporte. Dennoch hinterlässt der Aufstieg grüner Technologien ein nachhaltigeres Erbe an Einfluss – und Partnerschaften mit Entwicklungsländern.
Greg Jackson, Geschäftsführer von Octopus Energy, erklärte, dass Exporte sauberer Energie Hardware umfassen, die nach dem Kauf ein bis zwei Jahrzehnte lang Strom produzieren kann. Gas hingegen wird sofort verbraucht und ist nach der Nutzung unwiederbringlich verloren.
Der Kampf um die Energievorherrschaft ist noch nicht entschieden. Doch da immer mehr Solarmodule, Akkus und Elektrofahrzeuge in andere Länder exportiert werden, scheint Chinas Vorsprung bei der Gestaltung der globalen Energiezukunft uneinholbar.
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