Der chinesische Konzern Hon Hai (weltweit bekannt als Foxconn) meldete am Mittwoch einen massiven Gewinnanstieg für das dritte Quartal: Der Umsatz belief sich auf 66,2 Milliarden US-Dollar, der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent.
Der taiwanesischetron, offiziell bekannt als Hon Hai Precision Industry, gab an, dass das Wachstum hauptsächlich auf sein boomendes KI-Servergeschäft zurückzuführen sei, das mit den Chips von Nvidia zusammenhänge, die sich zum begehrtesten Gut in der Technologiebranche entwickelt hätten.
Foxconn erzielte einen Nettogewinn von 57,67 Milliarden NT$, womit die auf LSEG SmartEstimates basierenden Prognosen von 50,41 Milliarden NT$ deutlich übertroffen wurden, während der Gesamtumsatz 2,06 Billionen NT$ erreichte und damit genau den Erwartungen entsprach.
Was Cryptopolitan aber wirklich interessant findet, ist nicht diese Zahl, sondern woher das Geld kommt.
Dem Ergebnisbericht zufolge hat Foxconn seinen Fokus stillschweigend von Telefonen und Laptops hin zur KI-Infrastruktur verlagert und stellt Serverracks her, die für die Bewältigung komplexer KI-Workloads ausgelegt sind.
KI-Server überholen iPhones als neuen Wachstumsmotor von Foxconn
von Foxconn Im Ergebnisbericht hieß es, dass für den Rest des Jahres 2025 (die traditionelle Hochsaison) mit einer anhaltendtronNachfrage nach KI-Rechenzentren und weiter steigenden ICT-Produkten zu rechnen sei.
Foxconn warnte außerdem, dass Wechselkursschwankungen, globale Inflation und geopolitische Unsicherheit weiterhin Risiken für die zukünftigen Ergebnisse darstellen, aber bisher haben diese Belastungen die Expansion nicht gebremst.
Analyst Ivan Lam von Counterpoint Research soll gegenüber CNBC erklärt haben, dass Foxconn „derzeit dem cash folgt“ und seine Größe und seine marktbeherrschende Stellung in der Produktion nutzt, um sich mehrtracfür KI-Server zu sichern.
Ivan sagte außerdem, dass sich Foxconns Entscheidung, der wachstumsstarken Serverproduktion anstelle margenschwächerer Konsumgeräte Priorität einzuräumen, „eindeutig auszahlt“, da das Unternehmen kurzfristige Produktionsmengen gegen langfristige Rentabilität eintauscht.
Der Analyst fügte hinzu, dass trotz höherer Logistikkosten und schwankender Komponentenpreise die Aussichten für Foxconn im vierten Quartal „weiterhin günstig bleiben dürften“
Foxconn stärkt die Beziehungen zu Nvidia, setzt auf Robotertechnik und erweitert seine globalen KI-Fabriken
Foxconns CEO Young Liu bestätigte im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, dass das Unternehmen innerhalb der nächsten sechs Monate zweibeinige Roboter in seinen Produktionslinien einsetzen wird. Dies ist das erste Mal in seiner fünfzigjährigen Geschichte, dass humanoide Maschinen zum Einsatz kommen und dass Roboter zum ersten Mal KI-Server für Nvidia montieren werden.
Das Unternehmen arbeitet außerdem mit Nvidia, Stellantis und Uber an der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen der Stufe 4, die ohne menschlichen Sicherheitsfahrer fahren können. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Foxconns Einflussbereich mittlerweile weit über iPhones hinausreicht.
Am 6. November unterzeichnete Foxconn eine Absichtserklärung mit Mitsubishi Electric zur gemeinsamen Bereitstellung energieeffizienter KI-Rechenzentrumslösungen weltweit. Die Vereinbarung umfasst die Erforschung neuer Geschäftsmodelle, die die Technologien und das Branchen-Know-how beider Unternehmen vereinen.
Parallel dazu kündigten Nvidia und Foxconn Pläne für eine neue, KI-gestützte Smart Factory in Houston an. Sie bezeichneten sie als „weltweit führende KI-Referenzanlage“, die auf Nvidias Isaac GR00T N-Robotiktechnologie basiert. Das System ermöglicht es Robotern, autonom in der Fabrikhalle zu arbeiten – ein Ausblick darauf, wie die zukünftige Fertigung nahezu vollständig ohne menschliches Eingreifen ablaufen wird.

